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Der Traum vom 5. Transportmittel: Hyperloop-Visionär Dirk Ahlborn über die Zukunft der Fortbewegung

Ist die Idee vom Hyperloop einfach nur eine perfekte Marketingstrategie oder was steckt wirklich hinter dem Projekt mit den Röhren? Dirk Ahlborn, CEO bei Hyperloop Transportation Technologies (HTT), stellt sein „Movement", wie er es selbst nennt, beim 45. Deutschen Marketing Tag vor und erzählt, was er mit dem Hamburger Hafen vorhat.

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„Wir sind mehr als nur ein Unternehmen, wir haben eine Bewegung in Gang gesetzt”, sagt Dirk Ahlborn mit viel Selbstbewusstsein über sein Unternehmen Hyperloop TT. Das US-amerikanische Unternehmen, das an der Entwicklung und Umsetzung des Hyperloop-Konzepts arbeitet, will dieses Großprojekt mit verschiedenen Firmen umsetzen. Deshalb hat er aus dem Hochgeschwindigkeitstransportsystem kurzerhand ein Crowd-Projekt gemacht. Gleichzeitig ist Ahlborn CEO und Co-Founder von JumpStartFund, einer Online Crowdsourcing-Plattform für Entrepreneur-Projekte. Auch das Unternehmen HTT, übrigens inspiriert von Elon Musk, wurde durch Crowdfunding ins Leben gerufen.

Heute hat Ahlborn mit seinem Unternehmen über 800 Mitarbeiter, mehr als 40 Kooperations-Unternehmen und eine Community mit etwa 300.000 Menschen. Ahlborn nennt das ein „Crowd Powered Ecosystem”.

Wo entstehen Hyperloop-Projekte?

In China, Indonesien und Nahost sei das Interesse an seinem Hyperloop-Zug groß, sagt Ahlborn auf der großen Bühne der Konferenz. Abu Dhabi und China wollen schon fünf bis zehn Kilometer lange Hyperloop-Strecken bauen. Im französischen Toulouse wird gerade eine Teststrecke gebaut. Das große Problem, welches Ahlborn sieht: „Hierbei handelt es sich um etwas vollkommen Neues. Es ist keine Bahn, es ist kein Flugzeug, das heißt, wir müssen einen komplett neuen Regulierungssatz kreieren.” Seit dreieinhalb Jahren werkelt Ahlborns Firma an jener futuristischen Transporttechnik. Nun ist der Bau einer Testkapsel in Spanien abgeschlossen und es geht an Vermarktung und Verkauf, so Ahlborn.

Erstes Großprojekt in Deutschland

Das erste Großprojekt wurde erst am Mittwoch in Hamburg vorgestellt: Der Hamburger Hafen gab mit Ahlborns Unternehmen HTT bekannt, eine Pilotstrecke am Containerterminal Altenwerder zu bauen. Sie wollen es schaffen, Container im Hamburger Hafen mit Überschallgeschwindigkeit (laut Konzept etwa 1200 km/h) durch Röhren zu schießen. Der Grund für den Bau: Die von Schiffen abgeladenen Container kommen zurzeit auf LKW. Mit dem Hyperloop könnten sie direkt zu einer Station verfrachtet werden, von wo aus sie in den Röhren zu neuen Lagern im Hamburger Umland abtransportiert werden – und umgekehrt. Das würde auch zu einer Entlastung in den Häfen führen und somit den Ausstoß von Abgasen verringern.

Der Traum vom Hyperloop wird von Ahlborn und seiner Firma gelebt. Ob Regierungen und Geldgeber auf lange Sicht mitspielen – oder die Journalisten, denen er in dem ein oder anderen Satz einen Seitenhieb mitgab ohne dies zu präzisieren – ist dann wiederum ein ganz anderes Thema.

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