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Der Rolls-Royce unter den Rednern feiert seinen 65. Geburtstag

Der Vater der „Hidden Champions“ gilt selbst als Marke und ist nach wie vor international gefragt. Heute feiert Professor Dr. Hermann Simon seinen 65. Geburtstag. 16 Jahre war er Professor an den Universitäten Bielefeld und Mainz. Daneben lehrte er als Gastprofessor in Harvard, Stanford, am Massachusetts Institute of Technology, am Insead in Fontainebleau, an der London Business School und der Keio-Universität in Tokyo. Im Jahre 1995 gründete Simon das Beratungsunternehmen Simon, Kucher und Partners. Bis 2009 führte er das Unternehmen als Vorsitzender der Geschäftsführung und fungiert seither als Chairman. Mit ihm startet auch die neue Serie „Denker und Lenker“ der absatzwirtschaft – in der aktuellen Ausgabe Januar/Februar 2012.

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Simon, der von einem kleinen Bauernhof in der Eifel stammt, hat neben den „Hidden Champions“ auch die Begriffe „Preismanagement“ und „Servicewüste“ erfunden. In einer kürzlich gehaltenen Laudatio auf seinen Eifeler Landsmann Mario Adorf prägte er den Begriff „Eifelkeit“ – gemeint als Gegenteil von Eitelkeit –, um die Bescheidenheit der Menschen aus dieser rauen Landschaft zu beschreiben. Seit seinem Rückzug aus der operativen Führung von Simon-Kucher betätigt sich Simon als Pionier im Investitionsbereich. So ist er Mitgründer der ersten Special Purpose Acquisition Company Helikos S.E., die an einer deutschen Börse notiert wurde. Im Sommer 2011 wurde die Exceet Group S.E. übernommen und im Prime Standard der Frankfurter Börse gelistet. Ebenfalls ist er Mitinitiator des ersten deutschen Search Fonds, der vor wenigen Tagen die Akquisition eines Hidden Champions verkündete. Search Fonds ermöglichen jungen Menschen mit unternehmerischen Ambitionen den schnellen Eintritt ins aktive Unternehmertum.

Hermann Simons Werk „Preismanagement“ erhielt 2011 den renommierten Georg-Bergler-Preis für das beste Lehrbuch im Marketingbereich. Die Gutenberg-Arbeitsgemeinschaft verlieh ihm 2009 den Erich-Gutenberg-Preis für die Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Unternehmenspraxis. Insgesamt schrieb er 30 Bücher, sie wurden in 25 Sprachen übersetzt. Als Pionier erwies sich Simon auch in der Anwendung neuer Konzepte. So gilt er als Vater der Bahncard, die er in den neunziger Jahren zusammen mit dem damaligen Bahnvorstand Hemjö Klein entwickelte. Auch die Einführung der heute weit verbreiteten Marktforschungsmethode Conjoint Measurement in Deutschland geht auf ihn zurück.

Den Beitrag „Global Player, geerdet in uneitler Eifelkeit“ aus der Reihe „Denker und Lenker“ lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der absatzwirtschaft – Zeitschrift für Marketing, Heft1/2 2012.

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