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Adidas erweitert Vorstand um Vertriebler

Der Aufsichtsrat der Adidas AG hat Roland Auschel, derzeit Chief Sales Officer Multichannel Markets, in den Vorstand berufen und verleiht damit dem Vertrieb mehr Gewicht. Am 1. Oktober 2013 wird Auschel seinen Posten beziehen und das dafür neu geschaffene Vertriebsressort Global Sales übernehmen. Durch den Neuzugang wird der Vorstand der Adidas AG zukünftig aus fünf statt wie zuvor aus vier Gremienmitgliedern bestehen.

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Auschel arbeitet bereits seit 23 Jahren bei Europas größtem Sportartikelhersteller Adidas. Seine Laufbahn in dem Unternehmen begann 1989 in der Abteilung Strategische Planung. Zuletzt übernahm der 50-Jährige das Großhandelsgeschäft und war bereits mit leitenden Vertriebsaufgaben vertraut. Herbert Hainer bleibt Vorstandsvorsitzender und wird auch weiterhin für Nordamerika, den größten Markt der Gruppe, verantwortlich sein. Weitere Vorstandsmitglieder sind Finanzchef Robin Stalker, Glenn Bennett, zuständig für das operative Geschäft, sowie Erich Stamminger, Markenvorstand. „Mit dieser Berufung unterstreicht Adidas seine Mission, über alle Vertriebskanäle hinweg die führende Vertriebsorganisation in der Sportartikelindustrie zu sein“, heißt es in der offiziellen Mitteilung des Unternehmens.

Adidas senkt Gewinnprognose

Nach der Aufsichtsratssitzung am Donnerstag vergangener Woche verkündete das Unternehmen den Personalausbau an der Spitze, am Freitag stürzte die Adidas-Aktie um mehr als vier Prozent ab. Grund war jedoch eine andere Mitteilung des Konzerns: Die Gewinnprognose für das Jahr 2013 wurde gesenkt. Statt von 890 bis 920 Millionen Euro ist nun für das laufende Jahr mit höchsten 850 Millionen Gewinn zu rechnen. Der Dax-Konzern kämpft derzeit unter anderem mit Vertriebsproblemen in Russland und der Abwertung des russischen Rubels, des japanischen Yens sowie der Währungen von Argentinien und Brasilien. Letztere haben Einfluss auf Umsatz und Ergebnis durch die Umrechnungen in Euro. Zudem gebe es Schwierigkeiten eines neu in Betrieb genommenen Distributionszentrums in der Nähe von Moskau, so dass die Auslieferung der Ware nicht wie geplant verlaufe.

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