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iPad Pro-Launch: Das PC-Bashing des Apple-Chefs Cook

Apple-CEO Tim Cook

Apples neues Tablet-Modell, das 12,9 Zoll große iPad Pro, kann vorbestellt werden. Apple-CEO Tim Cook ließ es sich anlässlich des Verkaufsstarts nicht nehmen, erneut medial kräftig die Werbetrommel zu rühren: Dem britischen Telegraph erklärte Cook in einem Interview nun, er wisse nicht, warum man heute überhaupt noch einen PC kaufen soll

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Nächste Presse-Offensive von Tim Cook: Nach zwei Konferenz-Auftritten beim Wall Street Journal und dem Cloud-Speicher-Anbieter Box verbreitet sich der Apple-CEO nun wieder in den Printmedien.

Dem britischen Telegraph, der in der Vergangenheit schon manches exklusive Statement aus Cupertino ergattern konnte (etwa im Mai Jony Ives Scheinbeförderung zum Design-Alleinentscheider, die gleichzeitig einen Rückzug aus dem Tagesgeschäft bedeutete) steckte Cook nun ein paar eingängige Statements zum Launch der jüngsten Produktkategorie – dem iPad Pro, das ab morgen auf Apples Webseite vorbestellt werden kann und bis Ende der Woche auch in 40 Ländern in die Apple Stores kommen soll.

„Warum sollte man noch einen PC kaufen?“

„Das iPad Pro wird für viele, viele Leute das Laptop oder den Desktop ersetzen“, ist sich der Apple-CEO sicher. „Die Leute werden es nutzen und feststellen, dass sie nichts anderes mehr brauchen als ihr Smartphone“, gibt sich der Nachfolger von Steve Jobs zum Marktstart des mindestens 899 Euro teuren 12,9 Zoll-Tablets betont zuversichtlich.

Für die 128 GB Version mit LTE-Verbindung müssen Apple-Fans gar 1.229 Euro berappen; mit Smart Keyboard (179 Euro) und Apple Pencil (109 Euro) kostet das große Apple-Tablet mit 1517 Euro dann tatsächlich auch mehr als viele Notebooks und Desktop-Computer, die nach Cooks Meinung ab sofort ausgedient haben. „Wenn man sich einen PC anschaut – warum sollte man noch einen PC kaufen?“, fragt sich Cook. „Nein, ernsthaft: Warum sollte man einen kaufen?“

Angesichts von knapp 74 Millionen verkauften Computern allein im dritten Quartal ein ziemlich diskussionswürdiger Standpunkt, zumal sich Apples Tablet-Geschäft selbst im freien Fall befindet und seit sieben Quartalen rückläufige Absätze zu beklagen hat.

„iPhone 6 Plus hat sicher zu etwas Kannibalisierung beim iPad geführt“

Dass Apple sein iPad-Geschäft mit der Einführung des 5,5 Zoll großen iPhone 6 Plus im vergangenen Jahr selbst kannibalisierte, räumte Cook gegenüber dem Telegraph erstmals ein. „Wenn man das größere iPhone besitzt, wird man weniger wahrscheinlich auch das iPad mini kaufen“, gab Cook zu. „Das hat sicher zu etwas Kannibalisierung geführt – das wussten wir ja –, aber wir denken nicht besonders viel darüber nach, denn solange wir uns selbst kannibalisieren, ist alles gut.“

Bleibt die Frage, ob das als Computerersatz angepriesene iPad Pro nicht denselben Effekt auf die Mac-Sparte haben dürfte, die sich in den vergangenen Jahren sehr robust geschlagen hat, im jüngsten Quartal aber nur noch marginal um drei Prozent zulegen konnte.

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