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Gähnende Langeweile – Die fünf Todsünden bei Mitarbeitertrainings

Häppchen, Interaktion und Kreativität helfen bei guten Trainings für die Mitarbeiter. Weg mit der Standard-PowerPoint-Präsentation

Nichts ist so tödlich für ein Unternehmen, wie gelebte Langeweile. Vor allem dann, wenn die eigenen Mitarbeiter in Schulungen und internen Events, die dazu gedacht sind, Begeisterung, Wertschätzung und Markenwerte zu vermitteln, zum ‚Einschlafen’ gebracht werden. Welche fünf Todsünden sollten Marketer niemals begehen?

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Von Gastautor Göran Göhring, geschäftsführender Partner von Stagg & Friends

Damit Mitarbeiterveranstaltungen ein signifikanter Wettbewerbsvorteil sein können, gilt es, die eigene Marke über das gesamte Face-to-Face-Training kreativ und nachhaltig erlebbar zu machen.

1. Einbahnstraßen-Kommunikation

Rein in den Raum, eine Standard-PowerPoint-Präsentation des Produktmanagements aufgelegt und los geht die Schulung – und das den ganzen Tag lang. So beschäftigt man zwar die Mitarbeiter, zu einem wertschöpfenden Beratungs- oder Verkaufsgespräch befähigt man sie aber nicht.

Ohne ein strategisch durchdachtes Content-Konzept oder eine zielgruppengerechte Aufbereitung der Markenwerte und Produktbotschaften können Trainings nicht mehr funktionieren. Die Teilnehmer erwarten heute innovative Interaktionslösungen wie Gamification-Ansätze oder digitale Tools und Devices, wenn es um die Wissensvermittlung geht.

2. Das Produkt steht immer im Mittelpunkt

Die reine Kommunikation von Produktfeatures anhand von Fact Sheets und Techniktabellen ist langweilig – damit lockt man niemanden mehr hinter dem Ofen hervor, geschweige denn begeistert ihn.

Die Marke und deren Versprechen müssen genauso stark kommuniziert und erlebbar sein, wie das Produkt – in allen Facetten. Nur dann können die Mitarbeiter auch wirklich ihr ganzes Potenzial als Markenbotschafter entfalten. Denn hinter jedem Produkt steckt eine emotionale Geschichte – und Emotionen verkaufen.

3. Die Kreation wird vernachlässigt

Nur wenn Marken es schaffen, sich in den Köpfen ihrer Mitarbeiter zu manifestieren, können sie erwarten, auch bei ihren Kunden zu punkten. Doch oftmals werden Event-Konzepte zu statisch, unspektakulär und ‚Old-School’ geplant, um dieses Ziel zu erreichen.

Zu einer strategischen Planung gehören heute spannende, abwechslungsreiche Trainingsstationen und -methoden zum Standardprogramm. Trainings- und Eventexperten sollten dazu auch außerhalb gewohnter Bahnen denken und Stationen auch einmal in den Wald oder auf den Sportplatz verlegen und so ein unvergessliches Erlebnis durch Perspektivwechsel schaffen. Zudem können kreative Tools und Apps auf digitalen Geräten und Plattformen die Inhalte ergänzen – vor, während und nach dem Event. So wird den Teilnehmern ein hoher Grad an Eigeninitiative abverlangt. Zudem erzeugen diese Elemente im Gegenzug eine stärkere Interaktion als andere Maßnahmen und steigern den Dialogcharakter der Veranstaltung – ein wesentlicher Schlüssel zum Trainingserfolg.

4. Stand-alone Events und fehlende Integration

Face-to-Face-Schulungen als Einzelmaßnahme zu planen, ohne sie in ein größeres Konzept einzubetten, ist eine weitere Todsünde der Live-Kommunikation. Abgehackte Content-Stränge und zusammenhanglose Informationen ohne Kontext oder Markenrelevanz sind die Folge.

Nur wenn es Markenverantwortliche schaffen, eine sinnstiftende, inhaltliche Brücke zwischen Face-to-Face-Trainings und e-Learning-Tools im Vor- und Nachfeld des Events zu kreieren, entsteht ein umfassendes Trainingserlebnis, das nachhaltig in den Köpfen der Teilnehmer hängen bleibt.

5. „Pfusch am Bau“

Die Methoden und Konzepte können aber noch so kreativ, digital und mitreißend sein, wenn die Umsetzung und die Organisation nicht passen, wenn Surrounding oder Essen nicht stimmen und die Technik nicht funktioniert, wird sich der Erfolg nicht einstellen.

Deshalb gilt es für Verantwortliche – aber auch für Agenturpartner –, dass eine Realisation auf Champions-League-Niveau Pflicht ist. Denn: Ein Face-to-Face Training ist immer live. Wiederholung gibt es nicht. Die stärkste Event-Kreation nützt nichts, wenn sie nicht bei den Zielgruppen zündet und sie nicht berührt. Alle Aspekte der Veranstaltung müssen daher nahtlos ineinander greifen und die Trainingsziele flankieren. ­Nur so bleiben die Inhalte im Gedächtnis aller Teilnehmer und zahlen wertschöpfend auf die Marke ein. Zudem entsteht eine messbare Absatzsteigerung – denn darum geht es bei Trainings für Marke und Produkt

Zum Autor: Göran Göhring ist geschäftsführender Partner der auf Live-Experience fokussierten Agentur Stagg & Friends. Mit seinem Agenturteam kreiert er seit über 20 Jahre Events, von Trainings Face-to-Face und Digital über Presseveranstaltungen bis Management-Konferenzen.

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