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Verbraucherzentrale: Welche ist die Mogelpackung des Jahres?

Die Mogelpackungen vom Dienst

Täglich ärgern sich viele Verbraucher, dass sie im Supermarkt durch versteckte Preiserhöhungen hinters Licht geführt werden. Fünf Produkte, mit denen Hersteller ihre Kunden im Jahr 2015 besonders getäuscht haben, sind nun für die Wahl zur „Mogelpackung des Jahres“ nominiert

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Bis zum 22. Januar 2016 können Verbraucher auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg abstimmen und entscheiden, welches Produkt die wenig schmeichelhafte Auszeichnung für das zurückliegende Jahr 2015 erhalten soll.

Die Kandidaten

Die fünf Kandidaten sind die „Bebe Zartcreme“ von Johnson & Johnson, die Zahnpasta „Dentagard“ von Colgate-Palmolive, der „Finesse Schinken“ der Nestlé-Marke Herta, die Kopfsteherflaschen von „Heinz Ketchup“ und die Kaffeekapseln „Jacobs Latte macchiato classico“ von Jacobs Douwe Egberts. „Die nominierten Produkte haben wir aus zahlreichen Verbraucherbeschwerden im Jahr 2015 ausgewählt, weil die versteckte Preiserhöhung bei ihnen entweder sehr dreist oder ausgesprochen raffiniert umgesetzt wurde“, erläutert Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg.

1. BEBE

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Auf den ersten Blick ist kein Unterschied bei der neuen Bebe Zartpflege Kindercreme festzustellen. Bis auf den Spatz, der nun die Verpackung ziert. Das neue Design kann aber nicht hinwegtäuschen, dass das Produkt bis zu 84 Prozent teurer ist. Die Preiserhöhung hatte ihre Ursache vor allem in der Füllmengenreduzierung. Erst im Vergleich von alter und neuer Packung nebeneinander, lässt sich die unterschiedliche Höhe der großen Dose und damit der Mengenunterschied erkennen.

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2. DENTAGARD

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Colgate-Palmolive hat die Füllmenge seiner Zahnpasta Dentagard von 100 Milliliter auf 75 Milliliter reduziert. Die Tube wird aber weiterhin in den meisten Drogerien und Supermärkten zum gleichen Preis verkauft. Weder die Rezeptur des Produkts noch die Aufmachung der Tube wurden verändert.

3. HEINZ KETCHUP

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In der Squeezeflasche seines Curry Ketchups hat Heinz die Füllmenge von 500 auf 400 Milliliter reduziert. Der Preis stieg beispielsweise bei Rewe sogar leicht, so dass unterm Strich eine versteckte Preiserhöhung von bis zu 28 Prozent zu Buche schlägt. Auf Anfrage äußerte sich Heinz bei der Verbraucherzentrale so, dass „die Anzahl der Ein- und Zweipersonenhaushalte in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat“.

4. HERTA FINESSE

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Mit der Preissenkung wurde die Füllmenge der neuen Packungen drastisch reduziert – von 150 auf 100 Gramm. Die Preisreduzierung ist daher eine Preiserhöhung von rund 30 Prozent. Das Fleisch für den Schinken soll jetzt aus kontrollierter Herkunft stammen. Kann das den höheren Preis rechtfertigen? Nicht, wenn nicht klar ist, was das eigentlich bedeutet. Und genau diese Antwort bleibt Nestlé schuldig.

5. JACOBS TASSIMO

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In der Kapsel mit den „Milchkomponenten“ kommt bei Tassimo nun statt echter Milch (Vollmilchkonzentrat) Mogelmilch zum Einsatz, so dass der Inhalt der Kapsel von 52 auf 26 Gramm zusammenschrumpfte. Die vom Kaffeekonzern als Milchkomposition deklarierten Inhaltsstoffe und eine um gut fünf Prozent reduzierte Kaffeemenge führen dazu, dass die Füllmenge pro Latte macchiato classico-Packung von 475,2 auf 264 Gramm schrumpft. Um Rohstoffkosten einzusparen gibt es wenigstens einen Aufkleber auf der Verpackung. Leider dafür auch weniger Inhalt.

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Kommentare

  1. Wenn man bedenkt, dass im Verhältnis zum Inhalt ein großer Teil des Preises dieser Produkte auf Verpackung und Marketing zurückzuführen ist, ist es eigentlich eine dumme Strategie so Gewinnmaximierung zu betreiben.

    Ich könnte mir denken, dass diese Unternehmen mehr Geld durch den Imageschaden dieser Aufdeckungen in den Sand setzen, als sie durch die reduzierten Inhalte einsparen.

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