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Übernahmegerüchte: Warum Apple nicht nach Netflix greifen wird

Apple könnte auch schon bald eigene Serien wie "House of Cards" produzieren

Seit Anfang der Woche kochen die Gerüchte hoch: Disney könnte ein Gebot für Netflix vorbereiten. Doch was ist eigentlich mit dem wertvollsten Konzern der Welt: Würde Apple tatenlos zusehen, wie sich der Medienriese der alten Welt den aufstrebenden Streaming-Pionier der neuen Welt schnappt? Ja, glaubt Toni Sacconaghi von der Investmentbank Bernstein. Netflix bietet für einen Börsenwert von 45 Milliarden Dollar zu wenig Argumente für eine Übernahme für den iKonzern, der stattdessen eine Partnerschaft anstreben könnte.

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Es ist wieder diese Zeit der Jahres: Der Herbst ist angebrochen – und mit ihm diverse Übernahmespekulationen. Salesforce, Microsoft oder Disney könnten Twitter kaufen, war zuletzt zu hören – Google wohl nicht. Und was ist mit Streaming-Pionier Netflix? Könnte den wertvollsten Medienkonzern der Welt – Disney – ins digitale Zeitalter befördern, war gerüchteweise in den vergangen Tagen zu hören.

Und wenn ein Verkauf von Netflix diskutiert wird – würde Platzhirsch Apple, der bekanntlich Probleme bei der Exekution seiner TV- und Contentstrategie hat, tatenlos zusehen, wenn die Kronjuwelen des Streaming-Zeitalters vergeben werden?

50+ Milliarden Dollar-Übernahme: „Für Apple gibt es zu wenig überzeugenden Gründe“

Es sieht danach aus: Nur vier Jahre ist es her, dass Netflix noch für ein Zehntel seines heutigen Börsenwertes von 45 Milliarden Dollar zu haben war – vor zwei Jahren war es immerhin noch die Hälfte. 24 Monate später soll Tim Cook nun die mit Abstand größte Übernahme der Firmengeschichte anstrengen und nach den marktüblichen Premiumaufschlägen rund 50 bis 60 Milliarden Dollar für Netflix berappen?

Die Summe macht nicht einmal für den wertvollsten Konzern der Welt Sinn, findet auch Bernstein-Analyst Toni Sacconaghi von der Investmentbank Bernstein. „Eine Übernahme durch Apple mag zwar das Traum-Szenario für Netflix-Aktionäre sein, (…) es gibt aber schlicht keine überzeugenden Gründe“, schreibt Sacconaghi an Bankkunden in einer Research-Note, die dem Wirtschaftsmagazin Barron’s vorliegt.

Apple könnte einen Netflix-Rivalen nach dem Vorbild von Apple Music erschaffen

Zwar bietet Netflix aktuell das weltweit umfassendste Streaming-Angebot für Filme, Serien und vor allem Eigenproduktionen, doch angesichts knapp einer Milliarde iTunes-Konten besitzt Apple fraglos selbst den Hebel, um auf dem Streaming-Markt aktiver zu werden als bisher.

Mit Nachdruck stellt Konzernchef Tim Cook immer wieder das Wachstum der Service-Sparte iTunes heraus, in der bislang die Erlöse des iTunes und App Stores, des Speicherdienstes iCloud und Apple Music einfließen. Es braucht nicht viel Fantasie, um sich künftig ein Content-Angebot nach dem Vorbild von Apple Music auch im Film- und TV-Bereich vorzustellen – nach einem ähnlichen Abo-Modell wie Netflix.

Netflix würde Apple nur drei bis vier Prozent zusätzlichen Umsatz bringen

Blieben Netflix‘ exzellente Content-Produktionen, die Zeitgeist-Hits wie House of Cards, Orange is the New Black, Better call Saul oder The Unbreakable Kimmy Schmidt hervorgebracht haben. Doch wenn es Apple nur darum geht, ein Produktionsstudio zu übernehmen, wird Tim Cook kaum gewillt sein, dafür 50+ Milliarden Dollar hinzulegen – dafür bekäme er fast schon Time Warner inklusive HBO und CNN. Nicht zuletzt könnte Apple auch selbst Eigenproduktionen forcieren.

Vor allem wirtschaftlich würde eine Netflix-Übernahme für Apple wenig Sinn machen. Für ein Zwölftel des eigenen Börsenwertes würde sich Apple einen Umsatzzuwachs von gerade mal drei bis vier Prozent erkaufen (Netflix dürfte in diesem Jahr acht bis neun Milliarden Dollar erlösen), ohne dass zählbare Gewinne anfielen.

Partnerschaft statt Übernahme?

Trotzdem würde Netflix gut zu Apple passen, findet Toni Sacconaghi – als Partner. „Von einer Partnerschaft könnten beide profitieren“, glaubt der Bernstein-Analyst und hält dafür ein Modell mit Preisnachlässen für Apple-Kunden für plausibel. iPhone- und iPad-Käufer sollten mit einem um 1,50 bis 2 Dollar günstigeren Angebot an Netflix gebunden werden, stellt Sacconaghi in den Raum.

Und dann ist da noch eine ganze andere Frage: Warum sollte CEO Reed Hastings eigentlich verkaufen wollen, nachdem er das aufstrebendste Medienunternehmen des 21. Jahrhunderts geschaffen hat, das weiter dynamisch zweistellig wächst?

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