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25 Tage bis zur ersten Kontaktaufnahme: Recruiting im Schneckentempo

Es gibt Wörter, die gehören in kein Job-Profil mehr © Fotolia 2014

Ein Drittel qualifizierter Bewerber sagt Jobangebote ab, weil der Bewerbungsprozess zu langwierig ist. Das hat eine Datenanalyse der Recuritingplattform softgarden gezeigt. Im Schnitt brauchen Unternehmen demnach rund 25 Tage, um Bewerbern eine erste Rückmeldung zu geben. Bis zur Einstellung können drei Monate vergehen.

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Für die Analyse „Online-Recruiting 2014“ hat softgarden Datensätze von 141.000 Bewerbungen anonymisiert ausgewertet. Sie wurden im April über die gleichnamige E-Recruiting-Plattform abgewickelt und waren auf Ausschreibungen für rund 8.500 Vakanzen bei 1.000 Unternehmen eingegangen.

Langsame Reaktion auf Bewerbungen

Im Durchschnitt dauert es der Datenanalyse zufolge bis zur ersten persönlichen Kontaktaufnahme des Recruiters mit einem neuen Bewerber 25 Tage. Das entspricht nicht der Erwartungshaltung der meisten Kandidaten: Ein Großteil der Bewerber wünscht sich innerhalb von 14 Tagen eine Einladung zum Vorstellungsgespräch – oder eine entsprechende Absage. 

Von der Einladung bis zum ersten Bewerbungsgespräch vergehen anschließend im Durchschnitt weitere 18 Tage – in der Summe sind das vom Bewerbungseingang bis zum Interview 43 Tage (rund eineinhalb Monate). Die durchschnittliche „Time to hire“, also die Zeit zwischen Jobausschreibung und Vertragsunterzeichnung, liegt bei 78 Tagen. In einigen Jobkategorien dauert der Prozess jedoch wesentlich länger: Im Vertrieb sind es zum Beispiel 82, in der IT 97 und im Handwerk sogar 114 Tage.

Absage von einem Drittel der qualifizierten Kandidaten

Insgesamt sind Recruitingprozesse also noch deutlich zu langsam, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Kandidaten abspringen. Derzeit sagen sechs Prozent von ihnen ab, das klingt zunächst nicht besonders beunruhigend. Allerdings sagen Unternehmen rund 82 Prozent der Kandidaten aufgrund mangelnder Eignung ab, so dass nur rund 18 Prozent der Bewerber überhaupt für eine Stelle in Frage kommen. Im Verhältnis machen die 6 Prozent Selbst-Absager also rund ein Drittel der qualifizierten Kandidaten aus.

„Gerade Unternehmen, die um Kandidaten ringen müssen, wie zum Beispiel wegen des Bedarfs an begehrten Zielgruppen, schwieriger Branchen oder Standortnachteilen, sollten daher in die Beschleunigung ihrer Bewerbungsverfahren investieren“, sagt Dominik Faber, Gründer und Geschäftsführer von softgarden.

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Kommentare

  1. Hallo, das ist darauf zurückzuführen, dass faktisch die Auslagerung der Personalakquise auf Vermittler eine Kostenverlagerung auf die BewerberInnen ist. Die Firmen nehmen bewusst deswegen Qualitäts-, Sozial-, Zeit- u. Reibungsverluste in Kauf, weil Ihnen die Menschen und auch die eigene Produktivität vollkommen egal sind. Es zählt nur der schnelle Gewinn bzw. Personal-Kostenreduktion. Ursache ist die vollständige betriebswirtschaftliche Prozess-Inkompetenz der meisten Manager.
    Gruß FS

  2. Unseriöser Artikel. Die Berechnung des Drittels setzt voraus, dass alle Absager zur Gruppe geeigneter Kandidaten gehören, was natürlich nicht der Fall ist.
    Das falsche Ergebnis wurde dann auch noch ausgerechnet für den Titel benutzt, womit er polemische Wirkung bekommt.

  3. Ich selber habe das Gefühl das sich dieser Zustand auch heutzutage nicht geändert hat. Immer noch muss sehr lange auf eine Rückantwort warten, teilweise mehrere Monate. Da fragt man sich schon ob der Personalbedarf aktuell besteht oder eher in der Zukunft liegt.

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