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MWC: Wenig Innovatives, dafür künstliche Intelligenz und viel Retro in Barcelona

Auch dieses Jahr treffen sich noch bis zum 2. März Mobilfunk-Unternehmen und -Experten auf dem Mobile World Congress (MWC). Weil die Big Player keine neuen Modelle präsentieren, geht es in diesem Jahr vor allem um Künstliche Intelligenz. Carsten Frien, Co-Founder und CEO des Ad Tech Unternehmens Roq.ad ist vor Ort und teilt seine Eindrücke.

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Von Gastautor Carsten Frien, Co-Founder und CEO von Roq.ad

1. Kein Telefon bzw. nennenswerter Smartphone Launch

Erstaunlich aber wahr: Wer auf der Smartphone-Messe nach neuen Geräten auf der Suche war, wurde enttäuscht. In diesem Jahr herrschte unter den Smartphone-Hersteller smarte Zurückhaltung: Apple war wie immer gar nicht da und Samsung, immer noch merklich angeschlagen durch das Desaster rund um das Galaxy Note 7, hat die Präsentation des Nachfolgers verschoben.

2. Alle reden von Künstlicher Intelligenz

Ganz klar, im Mittelpunkt des MWC steht in diesem Jahr eine Technologie. In Form von Künstlicher Intelligenz (KI). Sie ist der Basis der Sprachassistenten von Google, Apple, Amazon und Co..
„Google Assistant“ soll künftig auf Handys mit der aktuellen Android-Version „Nougat“ und der vorherigen Variante „Marshmallow“ zur Verfügung stehen und Amazon bringt seine Alexa auf Telefone der Anbieter Motorola und des weltgrößten PC-Anbieters Lenovo. Hier ist der Wettbewerb extrem hoch – alle wollen beim Thema KI eine Vorreiterrolle einnehmen.

3. Comeback für das NOKIA 3310

Retro Modelle stehen hoch im Kurs. Nokia hat auf dem Mobile World Congress eine Neuauflage des Nokia 3310 vorgestellt. Im Jahr 2000 war das ursprüngliche Gerät der Renner auf dem Markt, bevor iPhone und Android Nokia verdrängten. Der wiederaufgelegte Klassiker präsentiert sich als leichtes, kleines und überraschend flottes Handy mit langer Akkulaufzeit. Vor allem interessant für Märkte, in denen sich Nutzer keine hochpreisigen Endgeräte und teuren Mobilfunktarife mit hohem Datenvolumen leisten können.

4. Autonomes Fahren mit 5G

Auch autonomes Fahren gehört zu den diesjährigen Schwerpunktthemen. Eine der zentralen Fragen: Wie weit ist man beim autonomen Fahren?  Es hapert noch, denn die Netzbetreiber müssen die noch schnelleren 5G Netze voranbringen, damit künftige selbstfahrende Autos zum Beispiel ohne Verzögerungszeiten mit ihrer Umwelt und anderen Autos kommunizieren können, um so Unfälle zu vermeiden. Beim neuen LTE-Standard will die Deutsche Telekom übrigens der Erste sein

5. Internet of Things in der GSMA Innovation City

Viele neue nützliche und unterhaltsame Apps begeistern das Messepublikum. Sie alle sollen das Leben einfacher machen. Ganz wichtig dabei: Die digitale Technik soll nicht nur unterhalten, sondern auch nützlich sein. Neben IoT-Demos an zahlreichen Herstellerständen und -Pavillons können Besucher in der GSMA Innovation City im Selbstversuch erfahren, wie vernetzte Produkte und Dienstleistungen den Alltag verbessern.

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