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Grenze zwischen Freizeit und Arbeit? Gibt es nicht, weil Berufstätige stärker mit dem Job verbunden sind

Technikprodukte mit Internetzugang sind in den meisten Haushalten anzutreffen. Bis auf den Wert für Computer sind alle Nutzungs-Werte im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. So nutzen 90 Prozent einen PC, 46 Prozent einen Fernseher mit Internet-Anschluss. Die seit Jahren steigende Zahl der Internetfähigen Produkte sorgt dafür, dass die Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit weiter verschwimmen.

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90 Prozent nutzen einen PC, 88 Prozent ein Smartphone (2017: 82 Prozent), 53 Prozent einen Tablet-PC (2017: 50 Prozent) und 46 Prozent einen Fernseher mit Internet-Anschluss (2017: 42 Prozent). Die seit Jahren steigende Zahl der Internet-fähigen Produkte und deren Nutzung sorgen einerseits dafür, dass Informationen praktisch überall und ständig verfügbar sind, dies bedeutet aber andererseits, dass die Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit weiter verschwimmen. Das sind Teilergebnisse einer Befragung von 2.000 Haushalten in Deutschland, die im Mai dieses Jahres im Auftrag der gfu Consumer & Home Electronics GmbH durchgeführt wurde.

Mehr private Kommunikation während der Arbeitszeit

Die Befragung ergab, dass mehr berufliche Nachrichten in der Freizeit bearbeitet werden. Gleichzeitig wird aber auch mehr privat während der Arbeitszeit kommuniziert. So liest die Hälfte der Studienteilnehmer auch nach Feierabend und am Wochenende E-Mails oder Textnachrichten die mit ihrer Arbeit zu tun haben (2017: 41 Prozent). Dabei sind die Ergebnisse quer durch alle Altersgruppen nahezu gleich. Knapp 53 Prozent sind zudem auch nach Feierabend und am Wochenende für ihre Kunden, Kollegen und Vorgesetzten zu erreichen (2017: 33 Prozent). Auch bei dieser Frage gab es kaum Abweichungen in den Altersklassen. 44 Prozent gaben an, dass sie Nachrichten und E-Mails, die in der Freizeit eingehen, auch in der Freizeit beantworten (2017: 29 Prozent).

Die Arbeit regiert also immer häufiger in das Privatleben hinein, doch dies scheint für die Befragten nicht problematisch zu sein. Im Ausgleich dazu findet Privates bei mehr als der Hälfte auch während der Arbeitszeit statt. So geben knapp 55 Prozent an, dass sie auch persönliche Dinge, wie die Beantwortung privater E-Mails oder das Nutzen ihres Facebook-Accounts, während der Arbeitszeit erledigen (2017: 46 Prozent). Hier differieren die Antworten allerdings innerhalb der Altersklassen und der Geschlechter: Bei 60 Prozent der 16 bis 39 Jährigen ist die private Kommunikation während der Arbeitszeit bereits selbstverständlich (2017: 53 Prozent), bei den 40 bis 59 Jährigen für 54 (2017: 42 Prozent) und in der Altersgruppe 60+ für 40 Prozent (2017: 43). 60 Prozent der männlichen und 46 Prozent der weiblichen Studienteilnehmer bejahen diese Frage.

Abschalten und Entspannen wird schwieriger

Private Kommunikation während der Arbeitszeit und berufliche Dinge in der Freizeit erledigen ist zunehmend an der Tagesordnung. Dennoch beklagen viele der Befragten in der Studie, dass die Vernetzung auch dazu beiträgt, dass Abschalten und Entspannen kaum noch möglich sind. Hier sind leicht gestiegene Werte zu verzeichnen: 46 Prozent der Befragten stimmen dieser Aussage zu (2017: 41 %). Auch wenn eine ständige Erreichbarkeit für große Teile der Befragten ein Abschalten und Entspannung verhindern, so stehen sie der Technik und vernetzen Produkten nicht grundsätzlich negativ gegenüber: Für 33 Prozent bedeuten Vernetzungsprodukte eine Vereinfachung des Alltags. Dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

 

Zur Studie: Eine repräsentative Online-Befragung, durchgeführt von Value_A Marketing Intelligence im Auftrag der gfu. Mit der Befragung von 2.000 Haushalten in Deutschland, die im Mai dieses Jahres im Auftrag der gfu Consumer & Home Electronics GmbH durchgeführt wurde.

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