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Geliebter Volkswagen, Business Insider, Garnelen-Betrug und Rewe-Fehler

Auch in dieser Woche dreht sich viel um Volkswagen

Volkswagen kommt aus dem Dieselgate nicht heraus, erlebt aber Zuspruch im Netz. Springer kauft das Wirtschaftsmedium "Business Insider". Der NDR enttarnt falsche Scampi und Rewe geht auf Kundenfang mit Koksraspeln.

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Das Thema der Woche: Volkswagen, Volkswagen und Volkswagen

Wäre der Anlass nicht ein so trüber, dann könnte sich VW über die mediale Dauerpräsenz freuen: Fast keine Titelseite, kein Online-Portal oder Nachrichtensendung, die diese Woche nicht mindestens einmal mit dem größten europäischen Autobauer aufmachte. Dieselgate ist noch immer nicht vom Tisch. Vielmehr noch: Es zieht immer weitere Kreise und fast täglich werden neue Hiobsbotschaften aus Wolfsburg erwartet. Davon sind nicht nur Zulieferer betroffen, sondern auch die Werbeindustrie. Denn laut Informationen von „W&V“ will der Konzern vorerst seine Kampagnen und Werbeausgaben stoppen. Der Rückzug aus der Werbepause könnte für manch einen ziemlich ärgerlich werden, schließlich sei Volkswagen der fünftgrößte Werbetreibende in Deutschland, berichtet der Branchendienst.

Offiziell bestätigt ist diese Meldung nicht. Und vielleicht würde es sich Volkswagen, sollten sie über einen Werbestopp nachdenken, auch anders überlegen. Denn nicht nur die Kritiker des Autokonzerns melden sich zu Wort, sondern auch Unterstützer. Von einem „Lovestorm“ schreibt „Handelsblatt.com“, den VW gerade im Netz erfahre. Vielleicht kann das manch einen Volkswagler ja zumindest ein wenig über die mediale Dauerbeschallung hinwegtrösten.

Der Deal der Woche: Springer kauft ein

Gerüchte und Vermutungen hatte es lange gegeben, diese Woche kam der Deal dann schließlich zustande: Springer kauft das US-Wirtschaftsmedium Business Insider (der Hipster unter den Wirtschaftsnachrichtenportalen) für 400 Millionen Euro. Im vierten Quartal soll die Seite dann auch in Deutschland an den Start gehen. Die Seite ist die am schnellsten wachsende Business-Seite der Welt. Das kann man sich schon mal den Gegenwert eines Staatshaushalts eines afrikanischen Kleinstaats kosten lassen. Oder? „Meedia“ hat aufgeschrieben, warum Springer das Medium kaufte und ob Business Insider den Preis wirklich wert ist.

Die Warnung der Woche: Durchs wilde Sachsen

Reisewarnungen werden immer dann von Staaten ausgesprochen, wenn eine Gefahr für Leib und Leben der Bürger besteht. Deutschland warnt derzeit zum Beispiel vor Reisen nach Libyen, in den Jemen oder Somalia. Die traurigen Gründe liegen auf der Hand. Die kanadische Regierung hat neben der Warnung vor bekannten Krisenherden aber noch einen weiteren Hinweis für seine Bürgerinnen und Bürger auf Lager: Achtung bei Reisen nach Deutschland, wie „Handelsblatt.com“ berichtet. Man warnt vor extremistischen Jugendbanden in Ostdeutschland oder Demonstrationen, die plötzlich in Gewalt umschlagen könnten (hat jemand Pegida gesagt!?). Kein Wunder, dass das sächsische Politiker gar nicht freut. Schließlich ist der ostdeutsche Freistaat ein beliebtes Tourismusziel – dank solcher Dinge wie Zwinger, Gewandhaus und Erzgebirge. Ob sich ein Kanadier allerdings davon abhalten lässt, seinen Dresdner Stollen mit Blick auf die Frauenkirche zu verspeisen, bleibt abzuwarten.

Der Fake der Woche: Der Garnelen-Betrug

Eine typische Frage bei Günther Jauchs „Wer wird Millionär“ könnte lauten: Wie heißen Scampi auf Deutsch: A) Garnelen B) Hummer C) Königskrabben oder D) Kaisergranate? Die richtige Antwort wäre letzteres. Hätten Sie es gewusst? Falls nicht oder wenn Sie gar mit A) geantwortet hätten, müssen Sie sich nicht ärgern. Auch ein paar Restaurantbetreiber aus Hamburg scheinen dem Irrglauben aufgesessen zu sein, dass alles, was nach Garnele aussieht, auf der Speisekarte als Scampi bezeichnet werden könnte. Aber der Kaisergranat ist keine simple Garnele, sondern gehört zur Familie der Hummer. Und ist damit nicht nur eine andere Art, sondern auch (Sie ahnen es beim Stichwort Hummer) auch wesentlich teurer. Ein Schelm, wer jetzt denken könnte, dass da vielleicht sogar Methode hinter stecken könnte, um dem Kunden eine billigere Garnele als teuren Kaisergranat (Scampi) zu verkaufen. Der NDR und die Verbraucherzentrale in Hamburg sind jedenfalls davon überzeugt, dass da Absicht hintersteckt. Der Fernsehsender hatte in einem Testessen in fünf Hamburger Restaurants statt der angegebenen Scampis Garnelen erhalten. Unter den Getesteten waren auch Filialen von Vapiano und Gosch. Und so bekam Deutschland sein zweites Gate in einer Woche: Scampigate. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Der Schock der Woche: Hat da jemand Facebook gelöscht?

Nein. Aber trotzdem kann man ja mal ausrasten und auf Twitter um Hilfe schreien, wenn Facebook für eine Stunde mal nicht erreichbar ist. Tweet ab.

Der Lacher der Woche: Fails im Supermarktregal

Wer wollte nicht schon immer mal ein paar Koksraspeln über das Müsli streuen und mit ein wenig kokainhaltiger Limonade in der Ein-Meter-Falsche runterspülen? Rewe weiß eben, was die Kunden wünschen. „Buzzfeed“ hat die schönsten Vertipper des Lebensmitteleinzelhändler zusammengestellt.

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