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Digitalmarketing: Mehr als Social Media und Banner-Werbung

Digital ist das neue Normal, das bedeutet auch: Marketing findet heute immer auch online statt. Mit den Möglichkeiten der Internetwelt steigt aber auch die Verwirrung. In einem Schwerpunkt widmet sich absatzwirtschaft.de daher in dieser Woche dem Thema "Digitalmarketing." Dabei beleuchten wir jeden morgen einen Aspekt des Themas aus Theorie und Praxis, stellen aktuelle Studien vor und befragen Experten

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Mehr als die Hälfte der Unternehmen im IT- und Telekommunikationsbereich wollen in diesem Jahr ihre Ausgaben für Online-Kommunikation erhöhen. Insgesamt steige der Anteil von Online-Marketing in diesem Jahr deutlich von 24 auf 30 Prozent, glaubt man einer Umfrage des Hightech-Verbandes Bitkom.

Die Tendenz, die sich hier abzeichnet, ist über die gesamte Marketingbranche hinweg ersichtlich. Durch die steigende Internetnutzung ist digitales oder zumindest crossmediales Marketing zum essentiellen Bestandteil eines jeden Marketingmixes geworden. Gemeint ist damit aber weit mehr als Social Media- oder Banner-Werbung.

Digitales Marketing: die Disziplinen

Tatsächlich vereint der Begriff eine Reihe von sehr spezifischen Disziplinen. Der größte Unterschied und Vorteil gegenüber klassischen Marketingmaßnahmen wie Print oder TV ist dabei die genauere Messbarkeit der Werbewirkung in Form von Nutzerdaten, Bewegungsprofilen, Klickrates usw. Eine Infografik von Pixaal (siehe unten) fasst die wichtigsten Bestandteile anschaulich zusammen. Zu den einzelnen Disziplinen gehören:

  • Unternehmenswebsite: Sie ist Dreh- und Angelpunkt der Online-Kommunikation, ist verknüpft mit Social Media-Profilen und -Aktivitäten und kann über den ersten Eindruck bestimmen, den das Unternehmen vermittelt. Diese sollten sich also Mühe geben und das Design möglichst passend gestalten, auf Nutzerfreundlichkeit achten sowie klar ersichtliche  Rückkopplungsmöglichkeiten für den Kunden bieten.
  • Suchmaschinenmarketing, auch „Search Engine Marketing (SEM)“: Maßnahmen, die die Sichtbarkeit einer Webpräsenz in den Ergebnislisten von Suchmaschinen wie Google verbessert. Dazu gehört auch SEA oder „Search Engine Advertising“, womit bezahlte Anzeigen auf den Ergebnisseiten einer Suchmaschine gemeint sind. Der dritte Begriff im Bunde, SEO, bedeutet „Search Engine Optimization“ und bezeichnet Maßnahmen wie die Optimierung der Website, des Domainnamens oder der Inhalte, um von Suchmaschinen gefunden zu werden.
  • Content Marketing: Die Produktion und Verteilung von Inhalten im Themenbereich des jeweiligen Produkts über Blogs, Nachrichten, Videos, Whitepapers, E-Loks oder Grafiken steigert die Reichweite und spricht Konsumenten über das Produkt hinaus an. Siehe auch: 11 Online-Werkzeuge für gelungenes Content Marketing.
  • Email-Marketing und -Werbung: die Online-Version adressierter Werbesendungen.
  • Social Media-Marketing: Facebook, Youtube, Twitter, LinkedIn, Pinterest… Der Dialog mit dem Kunden über soziale Netzwerke ist heute unumgänglich. Wichtig dabei: Keine „toten“ Kanäle schaffen, also Profile, auf denen Nutzer Ewigkeiten auf eine Rückmeldung warten. Response ist das Schlüsselwort. Hier gilt das Motto: „Weniger ist mehr.“ Ein gut betreuter Kanal ist immer besser, als viele „Dialogfriedhöfe.“ Ein paar Tipps für den Social Media-Auftritt gibt es hier, hier und hier.
  • Influencer-Marketing: Ob Blogger, Youtuber oder Instagramer – Die neuen Markenbotschafter sind die Kunden selbst. In jeder Branche gibt es ein paar davon, die sich nicht nur besonders gut mit dem jeweiligen Thema auskennen, sondern auch eine große Gefolgschaft an Online-Fans, -Zuhörern oder -Zuschauern haben. Unternehmen profitieren sowohl von deren Reichweite als auch Meinungsführerschaft. Worauf Unternehmen dabei achten sollten, haben wir hier zusammengefasst. Was passieren kann, wenn man das Ganze falsch angeht, sieht man hier.
  • Affiliate-Marketing: Ein Webseitenbetreiber stellt hierbei Werbefläche zur Verfügung, auf denen Unternehmen ihre Werbung schalten können. Wenn ein Nutzer mit dieser in Kontakt kommt, wird der Anbieter bezahlt. Abgerechnet wird über Cost per Order, per action, per lead oder per Click.
  • Displaymarketing: Bannerwerbung, Pop-Ups, Layer-Ads (legen sich über den eigentlichen Inhalt einer Website), auch als Video-Werbung.
  • Mobile-Marketing: Ob Smartphone oder Tablets – die Nutzung mobiler Endgeräte steigt, und damit auch die Möglichkeiten mobiler Werbung. Die wichtigsten Schlagwörter sind hier: Beacons, mobile Optimierung und Second Screen.
  • Big Data: Wer Daten hat, hat Macht. Je mehr Unternehmen über ihre Zielgruppen und Konsumenten im Allgemeinen wissen, desto individueller können sie diese ansprechen. Die personalisierte Ansprache ist dabei wichtiger denn je. Kunden stehen der Datensammel-Kultur aber noch skeptisch gegenüber.

Experten gesucht

Die einzelnen Fachbereiche erhöhen zunehmend den Bedarf an digitalem Expertentum. Die Bedeutung von Digitalmarketing und den einzelnen Disziplinen liest man daher nicht zuletzt an den zahlreichen Studiengängen ab, die sich in den vergangen Jahren dem Thema gewidmet haben. Einige legen dabei einen Schwerpunkt auf BWL, andere auf Informatik. Ob als Fach-Anwalt für Online-Recht, Online Marketing-Stratege oder Afilliate: Wer sich hierzu ausbilden lässt, findet später passende Positionen in Marketingabteilungen, Digital- und Kreativagenturen, Organisationen und Verbänden.

Online Marketing für Einsteiger [Infografik]

 

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