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Brandwatch: Das sind die sichtbarsten B2B-Unternehmen im Social Web

Im zweiten "B2B Social Media Report 2015" warnen Bradnwatch und Kauleo davor, die Hoheit über die eigenen Daten und Inhalte vollständig an Facebook abzutreten.

Der Maschinenhersteller Liebherr ist das sichtbarste B2B-Unternehmen im Social Web. Das zeigt der "B2B Social Media Report 2015", den das Monitoring-Unternehmen Brandwatch und die Digitalagentur Kauleo zum zweiten Mal veröffentlicht haben. Während Blogs und Foren in der B2B-Kommunikation an Bedeutung verlieren, warnt die Studie davor, Facebook die Kommunikationshoheit zu übertragen.

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Der Report nimmt insgesamt 215 B2B-Unternehmen aus der DACH-Region unter die Lupe, darunter mindestens 10 aus jedem Industriezweig. Gesucht wurde nach Markennennungen in News-Portalen, auf Twitter und Facebook, in Blogs, Foren, Review-Seiten, Video- und Foto-Plattformen sowie in weiteren Sozialen Netzwerken und allgemeinen Seiten. Mit der Monitoring-Plattform wurden ausschließlich die öffentlich zugänglichen Daten der diversen Online-Seiten gesammelt und ausgewertet.

Pilotenstreik bei Lufthansa bugsiert Fraport auf Platz Zwei

Am besten schneidet hierbei erneut der Maschinenhersteller Liebherr ab, dicht gefolgt von Fraport. Das Logistikunternehmen sprang damit von Platz 22 auf Platz 2. Der Report erklärt das mit den Auswirkungen des Pilotenstreiks bei der Lufthansa, bei dem Fraport sehr engagiert über Twitter- und Facebook mit seinen Kunden kommunizierte.

Aus Platz Drei folgt der Werkzeughersteller Festool, Platz Vier der IT-Dienstleiter Datev. In die Top Ten gerückt sind außerdem Sennheiser electronic, BASF, Jungheinrich, Liqui Moly, John Deere und Stiehl. Zu den Verlierern des Rankings gehören unter anderem MAN, Tetra Pak und Krones.

DAX-Unternehmen kommunizieren weniger als im vergangenen Jahr

Im Vergleich zum Vorjahr stellt der Report dabei einen Anstieg des Gesamtvolumens gefundener B2B-Beiträge um 2,23 Prozent fest. Darunter fallen Nachrichten sowie Social Media-Treffer. Letztere sind im Durchschnitt um 21 Prozent gestiegen. Das bedeutet aber nicht, dass alle Branchen aktiver geworden sind: Zwar sind im Bereich Transport und Logistik, aber auch im Werkzeugbau, der Steuerung und der Elektrotechnik und im Maschinenbau deutlich mehr Aktivitäten zu verzeichnen, im Bereich IT und Autozubehör sind hingegen nur minimal Veränderungen festzustellen. Bei den DAX-Unternehmen, Bauzubehör und bei der Optik-, Medizin- und Messtechnik ist sogar ein Rückgang festzustellen.

B2B Branchenentwicklung nach Treffern-2

Quelle: Brandwatch

Facebook und Twitter statt Foren und Blogs

Verursacht wird diese Entwicklung laut Report vor allem durch die veränderte Nutzung der Kanäle. Besonders Twitter und Facebook verzeichnen einen starken Anstieg an B2B-Aktivität: Die Nennungen der B2B-Unternehmen auf Twitter nahmen dabei im Vergleich zu 2013 um 76 Prozent zu, auf Facebook ist ein Plus von 52 Prozent zu sehen. Immer weniger genutzt werden Foren. Der Rückgang liegt hier bei rund 20 Prozent, bei Nachrichten und Blogs sind es 15 bzw. 11 Prozent weniger.

Volker Davids, B2B-Berater bei Kaulao warnt davor, die Kreation und Förderung von nachhaltigen Inhalten zugunsten des Kundendialogs nicht vollständig aufzugeben. „Es ist wichtig, die eigenen Aktivitäten regelmäßig kritisch zu analysieren. Die sich abzeichnende Konzentration auf werbeorientierte Plattformen wie zum Beispiel Facebook könnte langfristig für B2BUnternehmen problematisch werden.“ Vor allem Facebook nutze seine Position, um vornehmlich das Anzeigengeschäft auszubauen und sich weiter als geschlossener Anbieter zu positionieren. Zentral ist dabei die Frage nach der Datenhoheit. So resümieren die Autoren: „Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob Linkedin für das B2B-Geschäft nicht ein nachhaltigerer Kanal ist, oder nicht sogar offene Netzwerksysteme (z.B. Diaspora o.ä.), in denen Unternehmen eigene Communities bilden können und die Hoheit über die eigenen Daten zurückgewinnen, langfristig nicht zielführender wären.“

Die gesamte Studie ist online verfügbar und kann hier heruntergeladen werden.

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Kommentare

  1. Diese „Studie“ ist so überflüssig wie ein Kropf, weil sie ohne Innenansicht aus den Unternehmen erstellt wurde. Wer keine Ahnung von der Materie hat, sollte hier lieber schweigen und nicht solche Allgemeinsätze verbreiten.

  2. Schließe mich der Meinung des Kollegen Hagekamm an. Diese Studie ist etwas für die Tonne und dient allenfalls Brandwatch, um mal wieder ins Gespräch zu kommen. Ansonsten: Zeitverschwendung. Schade, das absatzwirtschaft so unreflektiert eine Plattform dafür bietet.

  3. Überflüssig finde ich eine solche Studie bei Weitem nicht, liefert sie doch klare Anhaltspunkte für den Einsatz einer digitalen Strategie für Unternehmen. Der B2B Report der Agentur Kauleo.de zeigt deutlich, dass nach wie vor auf die Kanäle der social medias zu setzen ist. Allein diese Erkenntnis ist es wert, die Ergebnisse des Reports zu schätzen, auch wenn „nur“ deutschsprachige Kanäle ausgewertet worden sind. Aus meiner Sicht empfinde ich, gerade im Hinblick auf den sich schnell ändernden Markt, eine solchen Report hilfreich, liefert er doch brauchbare Ansätze für Unternehmen, um recht sicher zu entscheiden, an welchen Stellen anstehende Kampagnen nachhaltig zu setzen sind.

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