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40 Jahre Apple: Tech-Pionier im Zeichen der Midlife-Krise

Apple-Gründer Steve Jobs und Steve Wozniak und der aktuelle CEO Tim Cook

Vor vierzig Jahren gründeten Steve Jobs und der fünf Jahre ältere Steve Wozniak in einer der Garagen von Jobs' Eltern in Los Altos den Tech-Pionier Apple. In den vergangenen vier Dekaden hat Apple eine wilde Achterbahnfahrt vom coolen Start-up zum Pleitekandidaten und zum heute wertvollsten Konzern der Welt hingelegt. Es ist trotzdem ein Jubiläum mit Fragezeichen

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Happy Birthday, Apple! Der Kultkonzern aus Cupertino feiert tatsächlich bereits seinen vierzigsten Geburtstag. „Wir waren damals mit der Anmeldung unseres Firmennamens drei Monate im Verzug, und ich drohte, das Unternehmen ‚Apple Computer‘ zu nennen, falls bis fünf Uhr niemandem ein interessanterer Name einfällt“, erinnerte Steve Jobs in den Gesprächen mit Walter Isaacson an die Gründungsphase von Apple.

„Ich hoffte, so die Kreativität anzuheizen. Aber der Name blieb. Und deshalb heißen wir heute ‚Apple‘. (…) Der Name klang freundlich, schwungvoll und nicht einschüchternd. Apple nahm dem Begriff Computer die Schärfe. Zudem würden wir künftig vor Atari im Telefonbuch stehen“, so Jobs in der Rückschau.

Apple nach Steve Jobs Rückkehr wie neugeboren

Heute steht Apple mit einem Börsenwert von mehr als 600 Milliarden Dollar vor allen anderen Konzernen an der Spitze der Börsenwelt. Das heutige Apple hat zwar seine Wurzeln, den Namen und das Logo aus den späten 70er-Jahren, und Macs werden auch noch hergestellt – doch wie die Umfirmierung von Apple Computer zu Apple, Inc. in den Nullerjahren unterstreicht, ist der Kultkonzern aus Cupertino heute ein gänzlich anderes Unternehmen.

So ist Apples seit über eineinhalb Jahrzehnten währende Erfolgsstory vor allem die Geschichte einer Wiedergeburt, für deren Neubeginn es ein klar definiertes Datum gibt: Die Rückkehr von Steve Jobs im Sommer 1997, die den schier mirakulösen Turnaround der vergangenen 19 Jahre einleitete und aus heutiger Sicht wie eine Neugründung anmutet. (Auf dem Höhepunkt von Apples Krise in den 90er-Jahren bot der deutsche CEO Michael Spindler General Electric Apple gar für heute unfassbare zwei Milliarden Dollar an.)

Die Sorge vor dem Ende des Wachstums

Demnach wäre Apple gefühlt erst knapp zwei Jahrzehnte alt – und damit in einem ähnlichen Alter wie die großen Internet-Rivalen Alphabet und Amazon. Doch der Vergleich hinkt: Während ein Ende im Wachstum der Dotcom-Pioniere kaum in Sicht scheint, hat Apple unter Steve Jobs‘ Nachfolger Tim Cook in den vergangenen Jahren darum kämpfen müssen, Kurs zu halten.

Im Weihnachtsquartal kam Apples phänomenale Wachstumsstory wie schon in den beiden Jahren vor dem iPhone 6-Launch bereits fast zum Erliegen: Die Umsätze und Gewinne legten gerade noch um zwei Prozent zu. Wenn Apple Montag in drei Wochen sein Zahlenwerk für das abgelaufene März-Quartal vorlegt, dürfte das Pendel gar erstmals seit den frühen Nullerjahren wieder in die andere Richtung ausschlagen: Wie der eigene Ausblick nahelegt, dürften die Umsätze nachgeben und die Gewinne gar zweistellig einbrechen.

Wie lange kann Apple den Lebenszyklus des iPhones noch verlängern?

Schuld daran ist Apples erfolgreichstes Produkt der Unternehmensgeschichte, das zunehmend Alterserscheinungen zeigt: Das iPhone dürfte sich in den ersten drei Monaten des Jahres erstmals in einem Quartal schwächer verkauft haben als im Vorjahreszeitraum.

Anleger hat die Aussicht auf ein Ende des iPhone-Booms in den vergangenen zwölf Monaten zunehmend verschreckt: In der Spitze verlor der iKonzern 32 Prozent und stürzte von über 134 Dollar im vergangenen April auf 92 Dollar zu Jahresbeginn ab. Bei nunmehr 109 Dollar hat sich die Apple-Aktie in den vergangenen Wochen wieder etwas berappelt und zumindest die Kursverluste zu Jahresbeginn egalisiert; aus dem ersten Quartal geht Apple mit einem Plus von immerhin 3,5 Prozent.

iPhone SE könnte kompensieren, iPhone 7 muss liefern

Es ist nicht mehr als eine Momentaufnahme, die durch den mutmaßlich erfolgsversprechenden iPhone SE-Launch in diesen Tagen aufgehellt wird. Abgerechnet wird allerdings erst im Herbst, wenn das neue, große Update in Form des iPhone 7 erscheint. Kann Apple mit seiner nächsten großen Generation nicht in die Wachstumsspur zurückfinden, hat der Techpionier ein ernsthaftes Problem, zumal keine andere Konzernsparte auch nur annähernd das Potenzial besitzt, in die Bresche zu springen.

Jede andere Apple-Unit hat tatsächlich mit ihren eigenen Schwierigkeiten zu kämpfen: Die Mac-Division stagniert, die iPad-Sparte entwickelt sich seit Jahren rückläufig und ist nach Umsätzen inzwischen gar auf das Niveau von 2011 zurückgefallen, während die Apple Watch bislang nicht die Erwartungen erfüllen könnte und sich nur schleppend verkauft.

Apples vierzigjähriges Firmenjubiläum gleicht damit so manch anderem vierzigsten Geburtstag: Man wähnt sich noch in bester Form, doch tatsächlich könnten die besten Zeiten schon hinter einem liegen.

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