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Twitter macht Verlust – und peilt „Milliarden-Börsengang“ an

Der Kurznachrichtendienst Twitter hatte nach eigenen Angaben zum Ende des zweiten Quartals 2013 rund 218 Millionen monatlich aktive Nutzer – 44 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das Unternehmen hat jüngst seinen Börsengang angekündigt – und hofft dadurch auf einen Finanzschub von einer Milliarde US-Dollar. Damit läge es weit unter der Summe, die Facebook über das „Initial Public Offering“ (IPO) erzielte, aber über jenen von Linkedin oder Groupon.

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In Medienberichten wird vom bedeutendsten Börsengang eines Internetunternehmens seit Facebook gesprochen: Der Schritt aufs Parkett soll Twitter mehr als eine Milliarde Dollar bringen, wie das Unternehmen in einer Mitteilung an die Aufsichtsbehörde SEC erklärte. Den Antrag für die Neuemission hatte Twitter vor rund drei Wochen eingereicht. Wie aus den jetzt vorgelegten Geschäftszahlen weiter hervorgeht, machte Twitter im vergangenen Jahr einen Verlust von fast 80 Millionen Dollar – bei einem Umsatz von knapp 317 Millionen Dollar. In diesem Jahr verzeichnet das Unternehmen stark steigende Umsätze – allein im ersten Halbjahr 2013 summieren sich diese auf 254 Millionen Dollar.

Die meisten Nutzer in absoluten Zahlen hat Twitter in den USA, hier waren es Ende des zweiten Quartals 2013 etwa 49 Millionen Personen. Gegründet wurde das Internetunternehmen 2006 und es zählt zu den sozialen Netzwerken, die am schnellsten wachsen. Twitter investiert viel Geld in Rechenzentren, neue Produkte und ihre Vermarktung – dem stehen Einnahmen hauptsächlich aus Werbung gegenüber. Entsprechend der starken Zunahme der mobilen Internetnutzung machen die Anzeigen-Erlöse, die von mobilen Geräten kommen, bereits zwei Drittel der Gesamtsumme aus, die Twitter durch Werbeanzeigen einnimmt.

Tech-Börsengänge im Vergleich

Bislang ist Facebook das Technologie-Unternehmen, das die höchsten IPO-Einnahmen erzielt hat: 16 Milliarden US-Dollar brachte dem weltweit größten sozialen Netzwerk der Börsengang im Mai vergangenen Jahres ein. Auf Platz zwei des von Statista ermittelten Rankings der IPO-Einnahmen liegt – allerdings mit deutlichem Abstand – Google (1,7 Milliarden US-Dollar), gefolgt von Zynga (1 Milliare US-Dollar), Groupon (700 Millionen US-Dollar) und Linkedin (353 Millionen US-Dollar).

Abbildung: Die Grafik zeigt, wie viel Kapital bekannte Internet- und Technologie-Unternehmen bei ihren jeweiligen Börsengängen erzielen konnten. Quelle: Statista

Wie groß das Vertrauen der Anleger in Twitter und sein Geschäftsmodell ist, wird der Börsengang – voraussichtlich im November – zeigen. Künftige Investoren möchte Twitter auf einer Roadshow überzeugen. Neben den Wall-Street-Finanzinstituten Goldman Sachs und Morgan Stanley hat Twitter unter anderem auch die Deutsche Bank für sein Börsengang-Vorhaben engagiert. (asc)

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