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Top-Studie: Wer bei den Deutschen punkten will, braucht transparente AGB´s und möglichst viele Zahlmethoden

Für fast alle Deutschen sind transparente AGBs, inklusive Rückgaberecht und Kündigungsmöglichkeitn die wichtigsten Kriterien fürs Onlineshopping

Marktforschung und Wirtschaft veröffentlichen täglich neue Studien, die für Unternehmen und Marketer wichtig sein können. absatzwirtschaft liefert eine Zusammenschau der wichtigsten Ergebnisse der vergangenen Woche.

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Top 1: Deutsche wollen transparent shoppen und kostenlos retounieren

Preisvergleichsportale, Online-Kundenbewertungen oder persönliche Beratung im Fachgeschäft: Schon bei der Suche nach dem richtigen Produkt können deutsche Verbraucher heute auf eine Vielzahl von Informationsquellen zurückgreifen. Dabei gehen 61 Prozent bei ihrer Recherche ganz ‚klassisch’ vor und suchen alles Wissenswerte rund um das gewünschte Produkt über eine Suchmaschine, in Foren oder auf Blogs. Das ergab eine aktuelle Umfrage des deutschen Cashback-Portals Shoop.de. Preisvergleichsportale und verschiedene Onlineshops sind für genauso viele Leute (61 Prozent) ein guter Info-Lieferant bei der Recherche. Aber auch der Online-Riese Amazon wird von 65 Prozent bei der Produktsuche angesteuert. Kundenbewertungen bei Online-Portalen sind für immerhin 56 Prozent der deutschen Verbraucher wichtig bei der Kaufentscheidung. 46 Prozent der Deutschen lassen sich dagegen weiterhin im stationären Handel bzw. in Fachgeschäften oder Warenhäusern beraten. Aber egal was die Internetrecherche hergibt, die Meinung von Freunden und Bekannten ist fast jedem Zweiten (49 Prozent) genauso wichtig.

Kauft der Deutsche im Internet über Amazon oder einem Online-Shop, sind ihm die gebotenen Serviceleistungen sehr wichtig. An erster Stelle finden sich dabei die transparenten AGBs, inklusive Rückgaberecht und Kündigungsmöglichkeiten, die für mehr als neun von Zehn (92 Prozent) wichtig sind. 89 Prozent legen Wert auf einen kostenlosen Rückversand und fast genauso viele (88 Prozent) auf verschiedene Bezahloptionen. Einen kostenlosen Versand erwarten 86 Prozent und für 58 Prozent ist ein persönlicher und umfassender Kundenservice ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für einen Online-Shop. Dagegen ist eine Lieferung am nächsten Tag nur für 40 Prozent der Online-Shopper entscheidend für den Kauf.

Ist der digitale Shoppingbummel beendet, geht es auch online zur Kasse. Fast zwei von drei Deutschen (64 Prozent) zahlen beim Online-Kauf immer oder meistens per PayPal. An zweiter Stelle der beliebten Zahlmethoden steht die Kreditkarte (52 Prozent), gefolgt vom Lastschriftverfahren, dass immer noch von mehr als jedem Dritten (35 Prozent) genutzt wird. Mit der EC-Karte bezahlen 31 Prozent ihren Online-Einkauf und auch die Sofortüberweisung ist für knapp ein Viertel der Deutschen (24 Prozent) eine beliebte Methode, um die digitale Rechnung zu begleichen. Eine Zahlung mit Guthaben bzw. Wertgutscheinen von Bonusprogrammen oder Cashback-Anbietern wird immerhin von rund jedem siebten Verbraucher (14 Prozent) häufig bzw. meistens beim Einkauf im Internet genutzt. Deutlich seltener wird dagegen per Vorkasse (14 Prozent) oder per Nachnahme (8 Prozent) geshoppt. Und auch die Digitalwährung Bitcoin kommt bei 92 Prozent aller Online-Käufer überhaupt nicht zum Einsatz.

Top 2: So gut verkaufen sich Markenhersteller online

Peugeot sorgte letzte Woche für Aufsehen in der Wirtschaftswelt. Gleich drei seiner deutschen Top-Manager mussten beim französischen Autobauer die Segel streichen. Der Grund für ihr Aus war so simpel wie symptomatisch: Autohändler liefen Sturm gegen ein von Peugeot selbst lanciertes Leasingangebot. Für Verbraucher war es so attraktiv, dass viele Händler um ihr Geschäft fürchteten.* Der Fall zeigt, wie fragil das Verhältnis zwischen Händlern und Herstellern ist. Vor allem dann, wenn Hersteller ihre Produkte selber vermarkten. Wie verbreitet der Eigenvertrieb über das Internet ist, zeigt eine Studie der Social-Commerce-Gruppe Pepper.com.

2,06 Millionen Mal riefen deutsche Verbraucher den Online-Shop von Nivea im ersten Quartal dieses Jahres auf, 2,66 Prozent häufiger als noch Anfang 2016. Nivea war damit gleich im doppelten Sinne eine Ausnahme: Zum einem stand das Wachstum im Gegensatz zum allgemeinen Trend: Die Reichweite der 200 größten Markenshops wuchs im Jahresvergleich nicht etwa, sondern schrumpfte um 13,21 Prozent auf 298,84 Millionen Besuche deutscher Verbraucher. Zum anderen war Nivea neben Yves Rocher (Rang 41, 1,33 Millionen Visits, +10,38 Prozent) die einzige Kosmetikmarke unter den fünfzig in Deutschland beliebtesten Herstellershops.

Hersteller von Mode und Elektronik dominierten die Top-200 der bei deutschen Konsumenten beliebtesten Markenshops im ersten Quartal 2017: 80 der 200 Markenshops handelten mit Mode, 49 mit Elektronik. Die 22 Markenshops aus dem Bereich Haus und Garten wie Miele, Bosch oder Vorwerk folgten mit großem Abstand auf Rang drei. Noch deutlicher fällt der Blick auf die Top-50 der reichweitenstärksten Markenshops aus: Hier fanden sich im ersten Quartal 25 Elektronik- und 18 Mode-Shops während Hersteller von Produkten aus den Bereichen Haus und Garten sowie Kosmetik (jeweils zwei Shops) und Lebensmittel, Sport und Spielzeug (jeweils ein Shop) in der Unterzahl waren.

Fast schon folgerichtig hatten Mode- und Elektronikhersteller im ersten Quartal auch den größten Anteil an den 298,84 Millionen Shop-Besuchen, die die 200 größten Hersteller in Summe für sich verbuchen konnten. Satte 64,46 Prozent aller Besuche (192,63 Millionen Visits) entfielen auf Markenshops von Elektronikherstellern, 36,41 Prozent alleine auf die beiden Erstplatzierten Samsung (65,51 Millionen Visits) und Apple (43,3 Millionen Visits). Ihr Abstand auf den Drittplatzierten Asos (10,21 Millionen Visits) betrug satte 33,09 Millionen Visits (324,1 Prozent). Insgesamt entfielen auf Markenshops von Modeherstellern 25,22 Prozent (75,38 Millionen Visits) aller Besuche. Damit lagen sie noch vor Herstellern aus den Bereichen Haus und Garten (Rang 3, 10,55 Millionen Visits, 3,53 Prozent) und Kosmetik (Rang 4, 5,71 Millionen Visits, 1,91 Prozent) auf dem zweiten Platz.

Zwischen drei und gut fünf Millionen Besuche aus Deutschland konnten Hersteller von Schmuck und Accessoires (Rang 5, 5,24 Millionen Visits, 1,75 Prozent), Spielzeug (Rang 6, 4,07 Millionen Visits, 1,37 Prozent) und Lebensmitteln (Rang 7, 3,07 Millionen Visits, 1,03 Prozent) im ersten Quartal für sich verbuchen. Swarovski (Rang 52, 825.755 Visits), Lego (Rang 17, 3,5 Millionen Visits) und Milka (Rang 49, 886.141 Visits) setzten in ihrem Bereich jeweils am erfolgreichsten auf den Eigenvertrieb. Noch kaum verbreitet ist der Direktvertrieb hingegen in den Warengruppen Sport (2,33 Millionen Visits, 0,78 Prozent), Bücher (415.055 Visits, 0,14 Prozent) und Tierbedarf (13.049 Visits, 0,004 Prozent).

Wie schnell die Nachfrage nach einzelnen Warengruppen wächst, macht ein Vergleich mit dem ersten Quartal 2016 deutlich: Er zeigt, dass hierzulande nicht etwa das Interesse an Elektronik oder Mode zunimmt, sondern andere Produkte vermehrt nachgefragt werden: Hersteller von Kosmetik durften sich über ein Nachfrageplus von 10,49 Prozent (541.868 Visits) freuen. Produzenten von Sportartikeln legten um 5,18 Prozent (114.717 Visits) zu. Und Hersteller von Produkten für Haus und Garten konnten im Vergleich zum Vorjahr immerhin noch 3,59 Prozent (365.296) mehr Besuche ihrer eigenen Online-Shops für sich verbuchen.

Ein deutlich schwereres Standing hatte hingegen eine ganze Reihe von Herstellern: Der Markt für Elektronik sowie Mode ist inzwischen beispielsweise so saturiert, dass sich die Nachfrage hier rückwärts entwickelt: Im Vergleich zum ersten Quartal 2016 mussten Hersteller von Mode und Elektronik so in ihren eigenen Online-Shops ein Nachfrageminus von 7,39 Prozent (6,01 Millionen Visits) beziehungsweise sogar 16,6 Prozent (38,34 Millionen Visits) verkraften.

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