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Studien der Woche: Viele digitale Gründungen, ein Leben ohne mobile Geräte und sichere Kaufentscheidungen

In unseren Studien der Woche geht es um Smartphones, Kaufentscheidungen und digitale Unternehmen

Marktforschung und Wirtschaft veröffentlichen täglich neue Studien, die für Unternehmen und Marketer wichtig sein können. absatzwirtschaft liefert eine Zusammenschau der wichtigsten Ergebnisse der vergangenen Woche.

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Top 1: Jede fünfte Gründung ist ein digitales Unternehmen

Deutschland Gründerland? Oder eher nicht? Im Vergleich zum Vorjahr jedenfalls ist die Zahl der Gründer um 152000 oder 17 Prozent auf 763000 Personen gesunken, so berichtet es der KfW-Gründungsmonitor. Die Nachricht klingt vor dem Hintergrund des Innovationsdrucks in der Wirtschaft eher schlecht, ist aber gut gemeint. Denn der Grund für die niedrigere Gründerrate soll die gute Arbeitsmarktlage sein. So fiel etwa die Erwerbslosenquote um weitere 0,4 Prozentpunkte und insbesondere die Zahl der Notgründungen aus Mangel an besseren Alternativen sank um 28 Prozent. Gleichzeitig wurden sechs Prozent mehr „innovative“ Unternehmen gegründet, so die Studie.

Digitale Technologien nehmen dabei noch einen kleineren Stellenwert ein. Jedes Fünfte (21 Prozent) Unternehmen sei eine „digitale“ Gründung, dessen Angebot ausschließlich durch digitale Technologien genutzt werden kann. Gemeint sind etwa App-Anbieter, Betreiber von Webportalen, Onlinehändler, Softwareentwickler oder auch Webdesigner. Der Vorteil der Digitalisierung zeigt sich im Marktzugang: Während die Gründer insgesamt überwiegend regional ausgerichtet sind (40 Prozent überregional), zielen 70 Prozent der „digitalen“ Gründer direkt auf den nationalen oder internationalen Markt.

Mehr Informationen über die Gründungslage in Deutschland liefert die vollständigen Studie – hier.

Top 2: Verlust des Smartphones ist schlimmer als der der Geldbörse

Jeder Fünfte kann sich ein Leben ohne mobile Geräte nicht mehr vorstellen. Das ist das Ergebnis der GfK-Studie „Mobile Kommunikation 2016“ der Gesellschaft für Kommunikationsforschung. Für die Untersuchung wurden mehr als 11000 Menschen aus acht EU-Ländern, Russland und den USA befragt. 61 Prozent der Befragten haben demnach mittlerweile ein Smartphone, zwei Jahre zuvor waren es nur 40 Prozent. 54 Prozent der Smartphone-Besitzer greifen von unterwegs auf digitale Dienste zu.

Auch Menschen, die bislang neuen Technologien gegenüber zögerlich waren, entdecken laut Studie die Vorzüge der Vernetzung. Für 22 Prozent der Befragten sei der Alltag ohne ortsunabhängige digitale Kommunikation zudem nicht mehr denkbar. Auch wer bislang eher pragmatisch eingestellt war, entdeckt mittlerweile das mobile Web: 34 Prozent sind zumindest „semi-connected“, für sie ist mobile Vernetzung fester Bestandteil der Organisation ihres Alltags – 2014 waren es noch 28 Prozent. Nahezu jeder Dritte (31 Prozent) fände es schlimmer, wenn er sein Smartphone statt seiner Geldbörse verlöre.

Deutschland belegt einen mittleren Platz im Länderranking: 20 Prozent zählen zur digitalen Avantgarde. Beim Spitzenreiter Russland sind es 35 Prozent der Befragten, Platz zwei nimmt Großbritannien mit einem Anteil von 30 Prozent ein. Weitere Ergebnisse zur Bedeutung von Privatsphäre und den wichtigsten mobilen Diensten gibt es hier.

 Top 3: Zur Souveränität der Bürger bei Kaufentscheidungen

Die Verbraucher in Deutschland sind selbstbewusst, erfahren und fühlen sich sicher bei ihren Kaufentscheidungen. Das Vertrauen in den Schutz ihrer Interessen als Konsumenten ist mehrheitlich hoch und wächst stetig in nahezu allen Branchen. Nur knapp sechs Prozent der Bevölkerung empfinden den Verbraucherschutz als „gar nicht gut“. Bei den Informationsquellen über Produkte des täglichen Bedarfs haben Gespräche mit Freunden und Bekannten die größte Bedeutung. Werbung folgt auf Rang zwei. Die Kaufentscheidungen hängen primär von dem eigenen Erfahrungswissen, aber auch von dem Image des Produkts oder der Marke ab.

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Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Mai 2016 zu den Kompetenzen der Bürger bei ihren Entscheidungen als Verbraucher durchgeführt hat. Im Auftrag des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft ZAW wurden dazu 1.400 Face-to-Face-Interviews ausgewertet. „Bei Kaufentscheidungen, die häufiger stattfinden, fühlt sich die überwältigende Mehrheit der Verbraucher sicher. Das gilt vor allem für den Einkauf von Lebensmitteln. Das Gefühl, hier unzureichend informiert zu sein, ist die seltene Ausnahme. Am wenigsten sicher fühlen sich Konsumenten in Bereichen, die entweder für viele ein Low-Interest-Thema sind, oder bei Produkten, die nur in großen Abständen gekauft werden. Die Bedeutung des eigenen Erfahrungswissens wird auch bei der getrennten Betrachtung von Frauen und Männern deutlich: Frauen fühlen sich deutlich sicherer beim Kauf von z.B. Kleidung und Accessoires, Männer wenn es um Pkw-Käufe oder andere technische Produkte geht.“

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