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Studien der Woche: Pralle Warenkörbe am Black Friday und Weihnachten und warum Banken am Onlinerecht verzweifeln

Der Black-Friday und das nahende Weihnachtsfest lassen die Kassen klingeln

Marktforschung und Wirtschaft veröffentlichen täglich neue Studien, die für Unternehmen und Marketer wichtig sein können. absatzwirtschaft liefert eine Zusammenschau der wichtigsten Ergebnisse der vergangenen Woche

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Top 1: Rekord-Shopping: Black Friday und Cyber Monday knacken Milliardengrenze

Der Startschuss des Shopping-Marathons ist gefallen. Seit nunmehr zehn Jahren gibt der „Black Friday“ in Deutschland die Initialzündung für Sonderangebote und regelrechte Rabattschlachten in der Vorweihnachtszeit. Zusammen mit dem ebenfalls aus den USA importierten Aktionstag „Cyber Monday“ ermöglicht der „Black Friday“ sowohl Online-Händlern als auch Kunden das ganz große Geschäft. Das Portal Vexcash nimmt die Schnäppchen-Tage unter die Lupe: Wie sehr lassen sich die Deutschen auf das Preisspektakel ein und wo stehen wir im internationalen Vergleich?

Durch den Online-Shopping-Giganten Amazon schaffte es der „Black Friday“ vor zehn Jahren über den großen Teich nach Deutschland. Anfangs noch kritisch beäugt, beteiligen sich immer mehr Händler und auch Kunden an der landesweit angelegten Rabattschlacht. 285 Online-Shops locken durchschnittlich vier Millionen Deutsche zum Kauf. Insgesamt werden an dem Wochenende vom „Black Friday“ bis „Cyber Monday“ hierzulande mittlerweile 1 Milliarde Euro umgesetzt.

vexcash_black_friday_und_cyber_monday„Black Friday“ und „Cyber Monday“ gelten als inoffizieller Startschuss für das lukrative Weihnachtsgeschäft. Inzwischen haben sich die Aktionstage sogar zu den umsatzstärksten Einzeltagen im Online-Handel entwickelt. Die Deutschen neigen dazu, in diesem Zeitraum das 4-fache der Beträge auszugeben, als es zu Weihnachten der Fall ist. Am „Black Friday“ und „Cyber Monday“ landen Produkte mit einem Durchschnittswert von 397 Euro im Warenkorb. Zum Vergleich: In Vorweihnachtszeit liegt der Warenkorbwert lediglich bei 96 Euro pro Bestellung.

Online-Händler liefen sich in den Tagen vor und nach dem „Black Friday“ regelrechte Rabattschlachten. Überall purzeln die Preise und Anbieter locken mit Rabatten von 50, 60 oder sogar 70 Prozent. Diese beziehen sich aber zumeist auf die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers, die so hoch nur in den allerwenigsten Fällen übernommen wird. Im Vergleich zum Normalpreis in den Online-Shops spart der Kunde in den meisten Fällen tatsächlich nur 10 bis 20 Prozent.

Top 2: Weihnachtsgeschäft 2016: Mobiler Handel wächst auf fast 7 Milliarden Euro

Im Weihnachtsgeschäft werden die Deutschen dieses Jahr insgesamt erstmals mehr als 75 Milliarden Euro ausgeben (75,6 Milliarden) – 2,0 Prozent mehr als im Vorjahr (74,1 Milliarden Euro). Der E-Commerce-Anteil – der Teil der Einkäufe, die online über Computer und mobile Endgeräte getätigt werden – steigt dabei von 18,9 Prozent (2015) der Gesamteinnahmen auf 21,0 Prozent in diesem Jahr an. Im deutschen Weihnachtsgeschäft wird demnach mehr als jeder fünfte Euro online ausgegeben. Summiert ergibt dies Umsätze für den Online-Handel von rund 16 Milliarden Euro (15,9 Milliarden) – ein Anstieg von 13,6 Prozent. Das ergab eine internationale Untersuchung im Auftrag von RetailMeNot, einem Marktplatz für digitales Sparen.

Während das Online-Geschäft somit seinen Siegeszug fortführt, gehen die Umsätze der Ladengeschäfte abermals zurück: Im Vergleich zum Vorjahr verliert der stationäre Handel 0,7 Prozent und büßt über 400 Millionen Euro (420 Millionen) im Weihnachtsgeschäft ein. Diese Entwicklung wird auch international bestätigt: Im europäischen Durchschnitt verliert der Offline-Umsatz 1 Prozent – gut 2,62 Milliarden Euro –, während es im Online-Bereich zu einem Anstieg von 15,0 Prozent (+7,96 Milliarden Euro) kommt.

Der Weihnachtseinkauf über mobile Endgeräte erfreut sich weiter zunehmender Beliebtheit und bleibt der Motor des E-Commerce-Wachstums: Während 2015 mobil über 4 Milliarden Euro (4,4 Milliarden) für die Weihnachtsgeschenke und Co. ausgegeben wurden, werden es in diesem Jahr fast 7 Milliarden Euro (6,9 Milliarden) sein – das entspricht einem deutlichen Anstieg von 56,3 Prozent. Insgesamt macht der mobile Handel hierzulande damit bereits 43,1 Prozent aller Online-Umsätze zu Weihnachten aus. Deutschland schließt damit zur führenden M-Commerce-Nation USA auf (43,9 Prozent) – und überholt sogar erstmals UK (42,3 Prozent).

Vor allem das Tablet wird in Deutschland immer häufiger für den Weihnachtsgeschenkekauf genutzt: Wurden 2015 über dieses Gerät Weihnachtskäufe in Höhe von 1,9 Milliarden Euro getätigt, werden es in diesem Jahr 3,1 Milliarden Euro sein – ein Anstieg um 65,4 Prozent. Über das Smartphone werden 2016 insgesamt 3,8 Milliarden Euro im Weihnachtsgeschäft umgesetzt. Das bedeutet ein Wachstum von 49,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auch der Online-Weihnachtseinkauf über die Landesgrenze hinweg erfreut sich wachsender Beliebtheit: 8,6 Prozent der Online-Bestellungen aus Deutschland werden bei ausländischen Shops getätigt – die hiesigen Konsumenten geben in diesen insgesamt 1,4 Milliarden Euro aus. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 24,1 Prozent. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei den Gesamtausgaben deutlich vorn – in keinem anderen Land in Europa wird an Weihnachten so viel Geld in ausländischen Online-Shops ausgegeben.

 Top 3: Banken verzweifeln am Onlinerecht

Nicht nur Facebook, sondern auch seriöse Finanzinstitute nehmen es mit dem Onlinerecht nicht immer so genau. Eine Studie der Unternehmensberatung Absolit kam zu dem erschreckenden Ergebnis, dass es keiner einzigen Bank gelingt, alle Rechtsvorschriften im E-Mail-Marketing einzuhalten. „Obwohl 80 Prozent der Banken Newsletter versenden, missachten viele die Regeln“, kritisiert Studienautor Torsten Schwarz.

Immerhin nutzen 75 Prozent der 63 untersuchten Finanzdienstleister die eigene Homepage, um per E-Mail Kontakt zu potenziellen Neukunden aufzunehmen. 97 Prozent sammeln außer der E-Mail-Adresse noch weitere persönliche Daten. Ein Drittel davon missachtet dabei jedoch das Gebot der Freiwilligkeit. Nur 67 Prozent verwenden diese Daten auch, um anschließend die Empfänger persönlicher anzusprechen.

Deutsche Gerichte sind sich einig, dass das Double-Opt-in-Verfahren bei der Adressgewinnung Standard ist. Trotzdem verzichten 15 Prozent der Banken auf diese bewährte Methode, um Missbrauch zu verhindern. Auch den Schutz vor Betrug nehmen Banken nicht ernst genug: Nur 41 Prozent schützen ihre eigene Domain aktiv vor dem Missbrauch durch Namensklau.

Noch immer ein Problem scheint für Banken die Kennzeichnungspflicht zu sein. Nur jede Zweite hat ein vollständiges Impressum in ihren E-Mails. Bei drei Finanzdienstleistern fehlte das Impressum gar komplett. Zehn Prozent verletzen das Widerspruchsrecht, indem sie auf einen Abmeldelink verzichten. Bei einem Drittel gibt es Probleme mit der Lesbarkeit auf dem Smartphone. Schlusslicht der Studie bilden drei Institute, die auch nach drei Monaten vergeblichen Wartens noch immer nicht den versprochenen Newsletter geschickt hatten. Hier gibt es eine kostenlose Kurzversion der Studie.

 

 

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