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Produktkonfigurator unterstützt Vertriebsmitarbeiter und Kunden

Produktkonfiguratoren leisten Unterstützung bei der Planung komplexer Produkte. Mit ihrer Hilfe lassen sich – über die reine Planung hinaus – Zusatzinformationen und -services bereitstellen, die der stationäre Handel in dieser Form nicht bieten kann, die diesen aber wirkungsvoll unterstützen. Dem Außendienst dienen solche Tools als Argumentationshilfe im Verkaufsgespräch, während Endkunden ihre Vorstellungen eines Produkts visualisieren können.

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Die Einsatzmöglichkeiten der Produktkonfiguratoren sind vielfältig: vom Entwurf von Möbeln über die Einrichtung von Büroräumen bis hin zur Konstruktion technischer Geräte. Am Beispiel eines Küchenplaners erläutert Achim Reupert, Director Sales der Nionex GmbH, was einen Produktkonfigurator künftig ausmacht.

1. Multidevice-Fähigkeit: Für eine möglichst breite Nutzung sollten Produktkonfiguratoren auf verschiedensten Geräten laufen – auf mobilen Endgeräten mit unterschiedlichen Betriebssystemen, über den Webbrowser auf einem PC oder via DVD auf einer Spielkonsole. Um nicht für jede Anwendung eine eigene Version entwickeln zu müssen, empfiehlt sich die Nutzung einer Cross-Plattform-Entwicklungsumgebung: Die entwickelte Software lässt sich mit marginalen Veränderungen an die Anforderungen der verschiedenen Geräte und Betriebssysteme einfach und schnell anpassen.

2. Stand alone-Software: Um einen Produktkonfigurator auf Messen oder in Verkaufsräumen als PoS-Lösung einsetzen zu können, sollte das Tool auch als Windows- oder Mac OS-Anwendung zur Verfügung stehen. Ohne weitere IT-Infrastruktur können Kunden den Konfigurator dann über einen Touch-Screen benutzen.

3. Multichannel-Fähigkeit: Produktkonfiguratoren können verschiedene Verkaufskanäle miteinander verbinden: Dem Kunden ist es möglich, eine Küche bequem vom Sofa aus zu planen, im Anschluss sollte der Produktkonfigurator die Möglichkeit bieten, Kontakt zum Händler oder dem Vertrieb aufzunehmen.

4. Intuitive Bedienung: Damit Endkunden den Spaß an der Planung nicht verlieren, sollten Produktkonfiguratoren so einfach wie möglich zu bedienen sein – und zwar ohne Bedienungsanleitung. Wichtig ist, dass die Gerätefunktionen wie gewohnt zur Anwendung kommen: Küchenschränke über das Touch-Pad platzieren, per Drag & Drop einzelne Objekte in der Küche austauschen, über den Gravity Sensor des iPad verschiedene Küchenvarianten durchspielen, per GPS nach dem nächstgelegenen Händler suchen und über die Kamera die entworfene Küche in ihre spätere Originalumgebung einfügen (Verbindung von Konfigurator und Augmented Reality).

5. Dreidimensionale Visualisierung: Produktkonfiguratoren sollten einen möglichst realitätsnahen Eindruck der Küche geben und es Kunden erlauben, sich innerhalb der dreidimensional dargestellten Küche virtuell zu bewegen.

6. Touchpoints schaffen: Durch die besondere Visualisierung bestimmter Küchenelemente können besondere Details hervorgehoben werden. Durch Klicken wird eine Aktion ausgelöst: Klickt man beispielsweise die Dunstabzugshaube an, startet ein erklärendes Video. Oder beim Klick auf eine Schublade öffnet sich diese.

7. Nutzerverhalten auswerten: Das Backend des Produktkonfigurators sollte eine Möglichkeit bieten, nachzuverfolgen, wie Anwender das Tool einsetzen, welche Funktionselemente sie nutzen – und welche nicht. So erhalten Händler wertvolles Feedback zur Nutzung des Konfigurators. Bei Usability-Problemen können auf Basis der Analyseergebnisse Optimierungen vorgenommen werden. Wichtig ist, dass keine personenbezogenen Daten erhoben werden, sondern nur Informationen zur Nutzung.

8. QR-Codes einlesen: Sind die Ausstellungsküchen im Küchenstudio mit QR-Codes versehen, sollten Kunden den Code mit der Kamera ihres Mobilgeräts scannen und dann im Produktkonfigurator z.B. die Farbe der Front verändern können. So ist es Händlern möglich, ihr gesamtes Produktportfolio zu präsentieren, selbst wenn die begrenzten Räumlichkeiten vor Ort dies nicht hergeben.

9. Zusatzservices anbieten: Zur Vertriebsunterstützung sollten Kunden über den Produktkonfigurator einen Termin im Küchenstudio zur weiteren Beratung vereinbaren und ihre eigenständig geplante Küche über das Tool an das Küchenstudio zur Detailplanung übergeben können. Dann hat der Verkäufer bereits zu Beginn des Gesprächs den Kundenentwurf zur Verfügung, was die Qualität der Beratung deutlich steigert.

3D-Küchenplaner von Nolte

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Der Küchenplaner von Nolte ist ein 3D-Produktkonfigurator, der als Web-Applikation und als iPad App zugänglich ist, und einen realistischen Eindruck vom Aussehen einer Küche vermittelt. Der Einstieg in die Planung erfolgt intuitiv über fünf Küchentypen: Durchstarter, Familienbande, Eventmanager, Genießer und Großstadthelden. Nach der Profilwahl gibt es drei Planungsoptionen. Der Konfigurator schlägt eine Küche vor, die man anpassen kann. Oder man gibt die Raummaße ein und lässt sich die gewünschte Küche einpassen. Auch die Planung im leeren Raum ist möglich. Technische Grundlage des Planers bildet eine Datenbank, die das komplette Sortiment umfasst. Die Möglichkeit, Wandfarben, Bodenbeläge und sogar die Dekoration zu ändern, rundet den 3D-Planer ab. Ein weiterer großer Vorteil der Konfigurator-App: Verkäufer sind mobil und können die Kunden besser beraten.

Über den Autoren:
Achim Reupert ist Director Sales der Nionex GmbH. Der studierte Wirtschaftinformatiker verfügt über rund 15 Jahre Erfahrung bei der Auswahl und Einführung von IT-Systemen in den Bereichen E-Business und Produktdatenmanagement.

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