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Onlinehandel: weniger Bücher, mehr Autoteile

Im ersten Quartal dieses Jahres erzielte der Onlinehandel in Deutschland ein Umsatzvolumen von 9,3 Milliarden Euro, das Plus gegenüber dem ersten Quartal 2013 beträgt 6,6 Prozentpunkte. Wird der Versandhandel insgesamt betrachtet, liegen die Umsätze bei 11,1 Milliarden Euro (plus 4,2 Prozentpunkte. E-Commerce kommt somit auf einen Anteil von mehr als 83 Prozent am Interaktiven Handel, wobei Onlinekäufer unter anderem mehr Schuhe und Autoteile sowie weniger Bücher und Haushaltswaren kauften.

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Die Verbraucherstudie „Interaktiver Handel in Deutschland“ des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh – vormals bvh) zeigt weiter, dass einige Warengruppen besonders hohe Zuwachsraten verbuchen konnten: Auffällig ist die Produktgruppe Schuhe, hier ist der Onlineumsatz im ersten Quartal 2014 im Vergleich zu 2013 um rund 45 Prozent auf 790 Millionen Euro gestiegen. Noch höher fallen die Steigerungsraten – allerdings auf niedrigerem Niveau – in den Warengruppen Do-it-yourself und Blumen (plus 91,3 Prozent), Auto, Motorrad und Zubehör (Plus 75,7 Prozent) sowie Schmuck und Uhren (plus 63,9 Prozent) aus.

Bekleidung unangefochten an der Spitze

Die fünf umsatzstärksten Warengruppen sind Bekleidung (2,75 Milliarden Euro – plus 9,9 Prozent), Bücher (1,01 Milliarden Euro – minus 20,9 Prozent), Unterhaltungselektronik/Elektronikartikel (1,14 Milliarden Euro – plus 21,4 Prozent), Schuhe (790 Millionen Euro) Haushaltsgeräte/Haushaltswaren (583 Millionen Euro – minus 12,2 Prozent).

„AutoTeileOnline Monitor” von TNS Infratest

Wie das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen TNS Infratest mitteilt, verlagert sich der Autoteilehandel mit Endverbrauchern mehr und mehr ins Internet. Jährlich kaufen in Deutschland mehr als fünf Millionen Autofahrer Ersatzteile, Reifen, Felgen oder Zubehör für ihr Fahrzeug online ein. Das Jahresumsatzvolumen für Autoteile und Autoreifen via Internet liegt mittlerweile bei über zwei Milliarden Euro. Mit dem Monitoring-System „AutoTeileOnlineMonitor” analysieren die Automobilmarktforscher von TNS Infratest kontinuierlich den Endkunden-Onlinemarkt für Autoteile, -reifen und -zubehör in Deutschland, USA und weiteren europäischen Märkten.

„Einmal Internet, immer Internet”

Im Reifensegment liegt die Zuwachsrate gegenüber dem Vorjahr bei rund 20 Prozent. Besonders bemerkenswert ist den Experten von TNS Infratest zufolge, dass das Internet nicht einfach nur zusätzlich, sondern vielmehr vorzugsweise oder gar ausschließlich zum Teilekauf genutzt wird. Über die Hälfte der Onlinekäufer von Ersatz- und Zubehörteilen erwerben ihre Teile hauptsächlich oder nur noch im Internet. Dies trifft sogar für zwei Drittel der Online-Reifenkäufer zu. Nach dem Motto „Einmal Internet, immer Internet” verlassen die vorwiegend männlichen Onlinekäufer das klassische Retailgeschäft und verlagern ihre Käufe ins Internet.

(bevh/TNS Infratest/asc)

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