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Musik-Streaming-Dienste boomen: Wie Marketer Spotify, Deezer und Co nutzen können

Apple-CEO Tim Cook und Spotify-Chef Daniel Ek: Stramingdienste beflügeln die Musik-Industrie © dpa / spotify

Im deutschen Musikmarkt gibt es dank neuer Online-Dienste wie Spotify oder zuletzt Apple Music erstmals seit Jahren wieder ein deutliches Wachstum. Wie der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) mitteilte, wuchs im ersten Halbjahr 2015 der Umsatz um 4,4 Prozent auf 686 Millionen Euro. Wie können Unternehmen diese Plattformen für Ihre Vermarktung im digitalen Bereich nutzen?

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Im Moment gewinnen in der Social Media Welt die neuen Streaming-Dienste an Bedeutung. Vor allem Angebote, bei denen die Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden können, sorgten für den Boom. Hier schossen die Einnahmen in Deutschland im Jahresvergleich um mehr als 87 Prozent hoch. Ihr Anteil am Gesamtmarkt stieg dadurch auf 12,8 Prozent von 7,7 Prozent vor einem Jahr. Laut einer Studie von Spotify und comScore haben Nutzer von Musik-Streaming-Diensten ein überdurchschnittlich ausgeprägtes Markenbewusstsein. Gerade dieses Wachstum sollte Marketer dazu anregen, diesen Bereich nicht außer Acht zu lassen.

Marketingstrategien via Musik-Streaming

Das geschriebene Wort spielt bei Musik-Streaming-Diensten kaum eine Rolle. Der visuelle Bewegtbildaspekt allerdings schon. Und weil SpotifyNapsterDeezer und Co. wachsende Nutzerzahlen verzeichnen, dürfte sich der Einsatz von Musik-Streaming-Diensten als Marketingtool lohnen. Die naheliegende Option stellt der Audiospot dar: Hierbei handelt es sich eigentlich um nichts anderes, als klassische Hörfunkwerbung, nur in einem anderen Umfeld und mit einer anderen Zielgruppenansprache. Auch kurze Clips und Videos von Unternehmen lassen sich auf Streaming-Seiten perfekt einbauen.

Hat man zum Beispiel bei Spotify keinen Premium-Account, wird das Streamen von Musik alle 15 Minuten durch einen 30-sekündigen Werbespot unterbrochen – abgespielt auf dem Desktop, Web-Player, Smartphone oder Tablet. Der entsprechende Werbeblock wird dabei zielgruppengenau geschaltet. Der Algorithmus bestimmt, welcher Werbespot gerade zum Nutzer passt. Hört dieser zum Beispiel gerade eine Workout-Playlist, bekommt er einen Werbeeinspieler einer Sportmarke oder eines Fitnessstudios. Unternehmen können eine halbe Stunde werbefreies Musikhören sponsern, wenn der Nutzer sich vorher das Werbevideo des Unternehmens vollständig anschaut.

Natürlich können diese Werbespots durch das Abschließen eines Bezahl-Abos auch unterbunden werden – doch laut einer Studie des Internet-Vergleichsdienstes Comparis hören neun von zehn Streamingnutzern lieber gratis Musik, anstatt dafür zu bezahlen.

Ein neuer Trend: Branded-Playlists

Sie wollen joggen gehen und dabei eine Playlist anhören, die ihr Tempo mitbestimmt? Adidas erstellte eine Playlist, die auf das Training von Läufern abgestimmt ist – für langsames, mittleres oder schnelles Lauftempo. Natürlich steht das Logo des Unternehmens auf dem Cover der Playlist mit drauf und Follower und Fans des Unternehmens können diese Liste anschließend teilen und kommentieren. Auch BMW hat Branded-Playlists erstellt: für Road-Trips durch die USA.

Es gibt viele Möglichkeiten das eigene Markenimage mit Hilfe des passenden Sounds zu stärken. Natürlich kann über die Dienste auch klassische Banner Werbung geschaltet werden. Aber gerade in Zeiten von Bewegtbild sollten Marketer versuchen, neue Möglichkeiten auszuprobieren.

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