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Mobile Shopping verschärft Wettbewerb im Handel

Rund 38,1 Millionen deutsche Verbraucher zwischen 14 und 69 Jahren haben im vergangenen Jahr Waren oder Dienstleistungen im Internet gekauft, das sind etwa vier Millionen Menschen mehr als im Jahr 2009. Der Online Shopping Survey 2011, erarbeitet vom Medien- und Marketingforschungs-Institut Enigma GfK, zeigt weiter, dass im Jahr 2010 etwa 18,5 Millionen Personen Reisedienstleistungen online gebucht haben und dass mehr als zehn Millionen Verbraucher im Internet bei Privatpersonen etwas gekauft haben. Einen signifikanten Bedeutungszuwachs attestieren die Marktforscher dem mobilen Internet.

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Die Rangliste der Produktkategorien mit den meisten Onlinekäufern wird der Studie zufolge weiterhin von Büchern (18,9 Millionen) angeführt, gefolgt von Bekleidung (17,2 Millionen), Veranstaltungstickets (13,3 Millionen), Tonträgern (11,3 Millionen) und Hotelübernachtungen (10,9 Millionen). Der stärkste Zuwachs an Online-Käufern entfiel erneut auf Bücher (plus vier Millionen), gefolgt von Hotelübernachtungen (plus 3,4 Millionen) und Tonträgern (plus 2,8 Millionen). An der Spitze der Shopping Sites habe es erneut einen Wechsel gegeben: Amazon habe sich mit 24,7 Millionen Onlinekäufern den Spitzenplatz nach Kundenzahl von Ebay (20,9 Millionen) zurückgeholt. Weltbild dringe mit 7,6 Millionen Onlinekäufern erstmals an Otto vorbei auf den dritten Platz vor und sei damit die höchst platzierte Shopping Site eines Multichannel-Anbieters.

Der Online Shopping Survey 2011 zeigt außerdem einen wachsenden Einfluss des mobilen Internets auf das Kaufverhalten. Unter den insgesamt 49 Millionen Personen zwischen 14 und 69 Jahren, die im letzten Jahr in Deutschland von irgendeinem Ort aus das Internet genutzt haben, gebe ein Drittel an, dafür auch über internetfähige Mobiltelefone zu verfügen. Einhergehend mit dem Markterfolg von Mobiltelefonen mit verbesserten Internetfunktionen sei die Zahl der Nutzer, die im letzten Jahr vom Handy aus tatsächlich online waren, mit einem großen Sprung um 4,7 Millionen auf 10,6 Millionen Verbraucher gestiegen (plus 70 Prozent). Besonders dynamisch habe sich die Zahl derjenigen Verbraucher entwickelt, die das Mobiltelefon für Transaktionen nutzen (plus 157 Prozent auf 5,4 Millionen). Spiele heruntergeladen hätten 2,6 Millionen Handynutzer, für Musik-Downloads hätten sich 2,1 Millionen Nutzer entschieden und Online Banking per Handy hätten 1,9 Millionen Menschen praktiziert. Gleich danach folge Online Shopping von Waren und Dienstleistungen jenseits des reinen Downloads mit 1,4 Millionen Nutzern.

Bei den mobil genutzten Internetfunktionen führe E-Mailing vor dem Verschicken und Empfangen von Bildern (MMS) und der Navigation mit Hilfe von GPS-Funktionen. Bei redaktionellen Angeboten im Mobile Web stehe der Abruf des Wetterberichts ganz oben, mit weitem Abstand gefolgt von Politik- und Sportnachrichten. Die meisten mobilen Social Media-Tätigkeiten fänden in Onlinenetzwerken und auf Videoportalen statt. Für den stationären Handel wie auch für den Onlinehandel bedeute der zunehmende Erfolg des mobilen Internets, dass sich die Konkurrenz untereinander weiter verschärft. Günstigere, hochwertigere, nähere und schnellere Angebote seien für den User schließlich nur einen Klick weit entfernt. Die Geräte, die solche Klicks ermöglichen, haben die Verbraucher laut Enigma GfK-Studie in Zukunft immer öfter in der Jacken- oder Handtasche.

www.enigma-gfk.de

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Kommentare

  1. Hallo,

    ich bin auf euren interessanten Artikel gestoßen. Finde ihn sehr hilfreich. Vor allem aber eure Erläuterungen zum Bedeutungszuwachs des mobilen Internets, inde ich mehr als gelungen und sehr empfehlenswert. Danke dafür. Hat mich echt inspiriert.

    Liebe Grüße
    Mika

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