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Mobile Commerce wächst am stärksten in Asien

Der Bericht „Global Mobile and M-Commerce Trends 2011“ des Hamburger Marktforschungsunternehmens Ystats.com betrachtet die Entwicklungen auf dem Sektor der mobilen Kommunikation und des mobilen Handels in 42 Ländern. Es zeigt sich, dass die großen asiatischen Märkte bei der Nutzung des M-Commerce weit vor den europäischen liegen. Eine weitere Studie von Ystats.com bezieht sich auf die weltweiten Entwicklungen bei Zahlungen im Bereich des E-Commerce. Dabei werden aus 41 Ländern die Zahlungsmethoden dargestellt und auch die wichtigsten Trends bei auf diesen Märkten agierenden Unternehmen betrachtet.

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In den USA wird den Daten der Marktforscher zufolge erwartet, dass sich die Umsätze des M-Commerce von 2010 bis 2014 verzehnfachen werden. In diesem Jahr wird die Zahl der Nutzer des mobilen Internets dort mehr als 100 Millionen erreichen. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich in Lateinamerika. Dort werden bis zum Jahr 2015 mehr als 450 Millionen Menschen Handys nutzen. In Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien wird dieser Wert für das Jahr 2015 auf mehr als 90 Millionen geschätzt. Für Deutschland sagt Ystats.com einen M-Commerce-Boom voraus, der sich aufgrund der wachsenden Beliebtheit von Smartphones einstellen werde. Im Jahr 2010 nutzten hierzulande bereits mehr als 20 Prozent der Smartphone-Besitzer ihr Gerät regelmäßig, um sich über Produkte zu informieren.

In Japan besuchten im Dezember 2010 bereits fast zehn Prozent der mobilen Internetnutzer Shoppingseiten mit ihren Handys. In China wurde der Umsatz mit dem mobilen Internet zu mehr als sechs Prozent vom M-Commerce generiert. Thailand war – gefolgt von Indonesien – das führende asiatische Land in Bezug auf die Absicht der User, M-Commerce zu nutzen. Auch in Australien wird in diesem Jahr ein deutlicher Anstieg im M-Commerce erwartet. In Südafrika nutzten im vergangenen Jahr 40 Prozent das Internet über ihr Handy.

Der Bericht „Global Online Payment Methods 2011“ von Ystats.com zeigt, dass in Nordamerika der Marktanteil von Kreditkarten bei Zahlungen im Bereich des E-Commerce im vergangenen Jahr noch ca. 40 Prozent betrug, er wird aber bis zum Jahr 2015 leicht sinken. Folglich richtete American Express im März 2011 eine digitale Zahlungs-Plattform ein, um Kunden verschiedene Zahlungsarten zu ermöglichen. Nach dem Bericht war auch in Lateinamerika die Zahlung per Kreditkarte mit einem Anteil von mehr als 70 Prozent die bevorzugte Art, online zu bezahlen. In Brasilien kündigten Safetypay und Braspag im September 2010 eine Zusammenarbeit an, während der Online-Payment-Service Paypal hingegen auf die Zusammenarbeit mit der Unterhaltungs-Website Terra baut.

In Europa war die Kreditkarte mit einem Anteil von etwa 40 Prozent im Jahr 2010 die beliebteste Online-Zahlungsmethode. Der Anteil der Kartenzahlungen lag im dritten Quartal 2010 in Großbritannien und Frankreich bei ca. 60 Prozent, auf dem zweiten Platz rangierten Micropayment-Services. In Deutschland wird am liebsten per Rechnung bezahlt, Kartenzahlungen machen nur 20 Prozent aus. Der osteuropäische Markt für Online-Zahlungen wächst währenddessen. So ist der Umsatz im Jahr 2010 in Russland um 75 Prozent gestiegen und erreichte 70 Milliarden RUB. Der Online-Zahlungs-Provider Yandex.Money expandierte in diesem Jahr in andere GUS-Staaten, beispielsweise die Ukraine, Weißrussland und Kasachstan.

Auch in Asien wächst der Studie zufolge der Markt für elektronische Zahlungen stetig: Der Umsatz in Japan betrug im Jahr 2010 bereits ca. 40 Billionen JPY, während für das Jahr 2014 sogar fast 50 Billionen JPY prognostiziert werden. Ebenso waren in Südkorea mit einem Anteil von mehr als 70 Prozent besonders Kreditkartenzahlungen gefragt – gefolgt vom Geldtransfer. Paypal konnte seine Nutzerzahlen in Singapur jährlich um 45 Prozent steigern, Ende 2010 existierten bereits mehr als 900 000 Accounts. Lediglich in China war Barzahlung mit einem Anteil von mehr als 90 Prozent am beliebtesten. Nicht zuletzt war auch in Südafrika die Kreditkartenzahlung das beliebteste Online-Zahlungsmittel.

www.ystats.com

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