Suche

Anzeige

„Me.Unemployed“: Zalando-Marketer protestieren mit Werbeplakat gegen ihre Entlassung

Entlassene Zalando-Mitarbeiter protestieren gegen ihren Rauswurf

Auf einen Schlag wurden bei Zalando 250 Mitarbeiter aus dem Marketing entlassen. Ihre Aufgaben bei dem Onlinehändler sollen von Algorithmen beziehungsweise Künstlicher Intelligenz übernommen werden. Aus Protest tun die Marketing-Experten das, worin sie am besten sind – sie entwerfen ein Viral-Hit-taugliches Zalando-Plakat mit dem schmissigen Slogan "Me.Unemployed".

Anzeige

Das Plakat wurde nach Angaben des Online-Magazins Gründerszene im Fahrstuhl der Zalando-Zentrale in Berlin aufgehängt. Der Slogan „Me.Unemployed“ ist eine Anspielung auf die aktuelle Kampagne des Onlinehändlers, die mit dem Schriftzug „Me.Unlimited“ wirbt. Auch bei Twitter macht das Bild mittlerweile die Runde:

Gegenüber Gründerszene beschreiben Zalando-Mitarbeiter die Stimmung im Hauptsitz als schlecht. Es seien teilweise ganze Teams entlassen worden und auch eine schwangere Mitarbeiterin habe einen Aufhebungsvertrag angeboten bekommen.

In der vergangenen Woche gab Zalando bekannt, dass Aufgaben, die bislang von Menschen erledigt wurden, wie etwa das Versenden von Werbe-E-Mails, zukünftig verstärkt von Algorithmen oder Künstlicher Intelligenz gesteuert werden sollen. „Diese Neuausrichtung wirkt sich leider auch auf bestimmte Arbeitsbereiche aus, die wir in Zukunft nicht mehr weiterführen werden. Einige Beschäftigungen werden in die neue Organisationsstruktur – allerdings in geringerem Umfang – integriert. Das bedeutet, dass nicht jeder Mitarbeiter weiterhin bei Zalando beschäftigt bleiben kann“, fasst Moritz Hahn, Senior Vice President of Supply and Demand bei Zalando, in seinem Post auf der Zalando-Website zusammen. Heißt konkret: Marketingstellen werden abgebaut, während in diesem Jahr noch mehr als 2.000 Mitarbeiter in anderen Bereichen eingestellt werden sollen. Gesucht werden auch Entwickler und Datenanalysten.

Andere Unternehmen wie eBay oder Ideals interpretieren die Massen-Entlassung bei Zalando als Chance und fordern die entlassenen Marketing-Experten dazu auf, sich jetzt bei ihnen zu bewerben:

Kommunikation

Nutzer geben das meiste Geld für Streaming- und Dating-Anwendungen aus

Marktpropheten sagen schon seit Jahren den Niedergang von Apps voraus. Neue Zahlen zeigen nun: Das Gegenteil ist der Fall. Noch nie beschäftigten sich die Nutzer länger mit den mobilen Anwendungen als im vergangenen Jahr. Und auch die Download- und Umsatzzahlen sind im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen, wie eine Untersuchung des Analyseinstituts AppAnnie ergeben hat. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Roboter in der Arbeitswelt: Warum die Mehrheit der Deutschen die High-Tech-Kollegen ablehnt

Groß, orange und hinter einem Schutzzaun - die Vorstellung der Deutschen von Robotern…

Nielsen-Report zum Werbejahr 2018: TV-Werbemarkt erstmals seit 2009 im Minus

Wie sieht die Bilanz des deutschen Werbemarkts im Jahr 2018 aus? Er stagniert…

Vorbild Landwirte: Was sich die Digitalbranche von der Agrarwirtschaft abschauen kann

Erfolgreich in der Vergangenheit, unsicher für die Zukunft: Viele Unternehmen hadern auch im…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige