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Kolumne von der Mobile World 2018: Wie sieht die vernetzte Welt von morgen aus?

Drei Kongresstage bei der Mobile World sind vorüber und der Kopf ist noch voller. Voller neuer Technologien, Anwendungen und Möglichkeiten. Das Mantra „Alles ändert sich, und zwar schnell, radikal und für immer“ – dutzendfach gehört. Die Spannbreite von Anwendungen hier in Barcelona ist üppiger als auf üblichen Marketing-Konferenzen. Die Auswirkungen auf das Leben der Menschen sind es auch. Wie geht das alles zusammen?

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Eine Kolumne von Franziska von Lewinski, Vorstand der fischerAppelt AG

Es wäre vermessen, hier einen roten Faden zu finden und zu sagen: Da geht es lang! Zu unterschiedlich sind die Felder, zu unklar, was morgen davon Bestand hat und was nicht. Und genau deswegen ist bei allen technologischen Möglichkeiten vor allem der Mensch gefragt. Setze ich die Menge an Daten zum Nutzen aller ein oder vor allem für mich selbst? Mache ich meine Produkte sicherer und investiere dafür mehr? Schaffe ich sinnvolle oder eigennützige Anwendungen? Klar ist: Everything is possible. Es gibt nur noch wenig Bereiche, in denen die Kosten oder der Aufwand limitierend wirken.

Es geht um digitale Teilhabe

Die große Frage, die sich damit stellt: Wer gestaltet mit und wer steht daneben? Wie gestalten wir unsere digitale Zukunft?

Wir, die Generation der heute 40-50-Jährigen, können jungen Menschen etwas bieten, was in dieser Form nie zuvor möglich war: Den Raum, die Welt von morgen mitzugestalten. Wir sitzen vielleicht noch zwischen den Stühlen von dem was gestern und was morgen sein kann. Die grüne Wiese kann die Jugend bestellen.

Doch damit das fair und ohne Spaltung der Gesellschaft gelingt, sind zwei Dinge für mich entscheidend: Digitale Bildung und Diversität.

Es geht dabei nicht unbedingt darum, dass jedes Schulbuch auf dem iPad stattfinden oder jeder programmieren lernen muss. Es geht um digitale Teilhabe durch das Wissen, was Technologie kann und wie sie funktioniert. Wenn wir heute in den Schulen und Hochschulen Lust auf das Gestalten mit digitalen Technologien machen und über Chancen und Risiken aufklären, habe ich keine Sorgen, dass die digitale Zukunft eine gute sein wird.

Viel spannender: Die Subkonferenz der Mobile World

Und wir brauchen dringend Vielfalt in allen Bereichen, nicht nur im Verhältnis zwischen Mann und Frau, sondern zwischen Arm und Reich, zwischen den unterschiedlichsten Fachdisziplinen und zwischen allen Ethnien. Das zeigt sich hier noch einmal deutlich. Diversity ist kein Zeitgeist, sondern der Weg zu neuen Lösungen auf Fragen, die bisher noch nicht beantwortet wurden.

Wie man beides einlöst, zeigt die Subkonferenz der Mobile World „4YFN“ (Four years from now). Hier zeigen Studierende, Schüler und junge Start-ups, welche Ideen sie für das Motto „Creating a better future“ haben. Es summt, vibriert und steckt an. Man spürt die Offenheit für Neues, den Willen etwas zu verändern und zu gestalten. Mit diesem positiven Gefühl verlasse ich Barcelona und hoffe, einiges von diesem Spirit mit in meine tägliche Arbeit mitzunehmen. Adios! Ich komme wieder und dann scheint bestimmt nächstes Mal auch wieder die Sonne.

Über die Autorin: Im Vorstand der fischerAppelt AG steht Franziska von Lewinski seit 2014 dem Ressort Digital und Innovationen vor und zeichnet unter anderem die Geschäftsführung für die Digitalagenturen Fork Unstable Media und Die Krieger des Lichts verantwortlich.

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