Suche

Werbeanzeige

Kinder besitzen heute eher ein Handy als ein Buch

Technologie und Online-Leben gehören eher zum Alltag von Kindern als Bücher. Eine Befragung der Londoner Organisation National Literacy Trust (NLT) unter 17 000 Heranwachsenden im Alter von sieben bis 16 Jahren in Großbritannien ergab, dass 86 Prozent von ihnen ein Handy besitzen, jedoch nur 73 Prozent ein Buch. NLT sieht einen klaren Zusammenhang mit der Verfügbarkeit von Büchern in den Familien und den Lesefähigkeiten der Kinder. „Unsere Untersuchung hat klar gezeigt, dass hier eine Verbindung besteht", erklärt der Direktor der Organisation, Jonathan Douglas.

Werbeanzeige

Seien Bücher in den Haushalten verfügbar und würden Kinder zum Lesen animiert, dann steigere dies auch die Leistungen in der Schule, verweist NLT auf einen weiteren positiven Effekt des Lesens von Büchern. Unklar ist, wie genau das „Besitzen eines Buches“ in der Studie definiert wurde. Letztlich kann auch auf mobilen Geräten gelesen werden, überdies kann die Popularität dieser Geräte dazu genutzt werden, Kindern das Lesen schmackhaft zu machen. Die Lehrerin und Bloggerin Vicki Davis ist beispielsweise fest davon überzeugt, dass Kinder auch vom Lesen auf iPhones und Computern profitieren können. Das Medium sei nicht entscheidend. „Wichtig ist, dass Schüler lesen und schreiben können.“ Dieser Ansicht ist auch Michelle Manafy, Editorial Director bei Information Today: „Ältere Generationen müssen ihre Definitionen von Büchern aufweichen.“ Der Begriff der Lesefähigkeit habe sich über das hinaus entwickelt, womit die älteren Generationen aufgewachsen sind.

Als normal sei es anzusehen, dass nahezu jedes Kind ein eigenes Handy besitzt. Nun gelte es, sich auf die Veränderungen, die durch die Verbreitung der Mobiltelefone hervorgerufen wurden, einzustellen. Nicht zuletzt in Sachen Jugendschutz sind laut Experten noch viele Maßnahmen gefordert. „Das mobile Internet ist auf dem Vormarsch, damit steigen auch die Jugendschutzrisiken“, sagt Thomas Günter, Justiziar bei Jugendschutz.net. Er fordert altersdifferenzierte Zugänge zum Internet auf dem Handy.

Zudem müsse den Kindern generell ein verantwortungsvoller Umgang beigebracht werden. Gefordert sind sowohl Eltern als auch Lehrer, Politik und Industrie. „Technologie ist nicht dafür verantwortlich zu machen, wenn die Lesefähigkeiten zurückgehen“, lautet die Einschätzung von Marnie Webb, Chief Executive Officer von Tech Soup Global. Es gehe nicht um „entweder – oder“. Die Hauptverantwortung liege bei den Erwachsenen, sie müssten den Kindern die Bücher in die Taschen stecken. pte

www.literacytrust.org.uk

Kommunikation

Apple will 38 Milliarden Dollar an Steuern nachzahlen – in den USA

Apple will nach der US-Steuerreform den Großteil seiner gewaltigen Geldreserven ins Heimatland bringen. Zusätzlich zu einer beispiellosen Steuerzahlung von 38 Milliarden Dollar (knapp 31 Mrd. Euro) stellte der iPhone-Konzern massive Investitionen in den USA und den Bau eines neuen großen Standorts in Aussicht. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Warum innovative Startup-Ideen und Gadgets vor allem für ältere Menschen lebensnotwendig sind

Damit Ältere länger selbstbestimmt leben können, nutzen immer mehr Menschen über 65 Jahre…

Regie, Kamera, Schnitt, Sound, Visual Effects und International: „Die Klappe 2018“ ist zum 38. Mal ausgeschrieben

"Die Klappe" bildet alle Disziplinen der Bewegtbildkommunikation ab und wird als einziger rein deutschsprachiger…

Zwischen Ekel-Challenges und Kotzfrüchten: Diese Werbekunden präsentieren ihre Produkte beim RTL-Dschungelcamp

Wenn es eine Show im deutschen Fernsehen gibt, die durch Sonderwerbeformen glänzt, dann…

Werbeanzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige