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Investmentlegende George Soros: „Facebook macht süchtig wie ein Casino“

Das Unbehagen gegenüber Facebook wird immer größer

Nächste Abrechnung mit Facebook: In den Chor der Kritiker des weltgrößten Social Networks, der nahezu täglich an Lautstärke gewinnt, reiht sich eine weitere prominente Stimme ein. George Soros, einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten, knöpft sich Facebook in einem viel beachteten Meinungsbeitrag im Debattenportal Project Syndicate vor.

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„Fakebook“! „Facebook ist in ernsthaften Schwierigkeiten – die Abwärtsspirale hat begonnen„. „Facebook sollte wie die Zigarettenindustrie reguliert werden.“ Wohl kaum ein Internet-Konzern steht aktuell so unter Beschuss wie das einstige Vorzeige-Startup Facebook.

Massive Kritik in Richtung des drittwertvollsten Internetkonzerns kommt nicht nur von ehemaligen Mitarbeitern und der Branchenpresse, sondern inzwischen auch von einem der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten. Als nicht weniger als „eine Bedrohung unserer Gesellschaft“ geißelte sogar der legendäre Investor George Soros das Social Network auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

George Soros: Die Freiheit des Geistes ist in Gefahr

Der 87-jährige Ungar, der sich in den 70er-Jahren mit Jim Rogers mit dem Quantum Hedgefonds seinen Legendenstatus erarbeitete, legte gestern im Meinungsportal Project Syndicate mit einem Gastbeitrag mit dem vielsagenden Titel „Die Bedrohung von Social Media für die Gesellschaft und Sicherheit“ nach.

Nach Meinung von Soros ist durch Facebook und Google nicht weniger als die Freiheit des Geistes in Gefahr. „Diese Unternehmen haben oft eine innovative und befreiende Rolle gespielt. Aber  je mächtiger Facebook und Google geworden sind, sind sie zu Hürden der Innovation geworden – und sind für zahlreiche Probleme verantwortlich, deren wir gerade erst gewahr werden“, schreibt Soros.

Gemeinsamkeit von Internetplattformen und Glücksspielunternehmen

Im Kern geht es dabei um das Suchtpotenzial von Facebook & Co. „Social Media-Unternehmen täuschen ihre Nutzer, in dem sie ihre Aufmerksamkeit manipulieren, für ihre eigenen kommerziellen Zwecke nutzen und bewusst eine Abhängigkeit zu den Diensten erzeugen, die sie anbieten“, so Soros.

Der Ungar zieht daher eine unheilvolle Parallele: „Es gibt eine Gemeinsamkeit von Internetplattformen und Glücksspielunternehmen. Casinos haben Techniken entwickelt, um Spieler bis an den Punkt abhängig zu machen, an dem sie bereit sind, all ihr Geld zu verzocken, selbst wenn sie es gar nicht haben“, mahnt Soros.

Soros verkauft alle Internetaktien

„Bergbau- und Ölkonzerne beuten ihre physische Umwelt aus, Social-Media-Konzerne beuten die soziale Umwelt aus“, lautet das vernichtende Urteil von Soros.

Seinen harschen Worten hat Soros bereits im Vorfeld Taten vorweggenommen. Wie aus der Pflichtmitteilung der US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, hat Soros alle Aktien der hoch bewerteten Internetunternehmen im vierten Quartal 2017 veräußert – Facebook, Amazon und Alibaba. Das Timing hätte allerdings besser sein können: Der Triumphzug ging bekanntlich zu Jahresbeginn weiter.

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