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Harte Zeiten für Social Networks

Auf Social-Networking-Plattformen wie Facebook oder MySpace kommen 2009 wesentlich härtere Zeiten zu als in den vergangenen Jahren. Ausschlaggebend hierfür sind neben dem generell schwächeren Wirtschaftsumfeld vor allem die Schwierigkeiten, die Online-Netzwerke damit haben, ihr enormes Nutzer-Potenzial in Werbeumsätze zu verwandeln.

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„Der durchschnittlich erwirtschaftete Umsatz pro User kann auch auf den größten Medienseiten im Internet immer noch in Pennies gemessen werden und nicht in Pfund“, stellt Paul Lee, Analyst der international vertretenen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte, gegenüber dem Guardian fest. Traditionelle Medienbranchen wie Kabel-TV, Zeitung oder Kino würden mit mehreren Dollar pro registriertem Kunden im Vergleich deutlich mehr Einnahmen generieren als ihre digitalen Kollegen. „Social Networks brauchen mindestens 100 Nutzer, um das erwirtschaften zu können, was traditionelle Medien pro Kopf einnehmen“, rechnet Lee vor.

„Der Markt für Soziale Netzwerke im Internet wird 2009 sicherlich nicht mehr diesen hohen Innovationsgrad aufweisen wie dies im vergangenen Jahr der Fall war. Während Anbieter 2008 noch versucht haben, Nutzer durch neue Tools und Features zu binden, geht es nun darum, die Millionen-Schar der User in Umsätze umzumünzen“, erklärt Markus Hübner, Webexperte und Geschäftsführer der Agentur Brandflow, im Gespräch mit Pressetext. Dies sei ein wesentliches Kriterium für die zukünftige Entwicklung und bereite einem Großteil der Networking-Plattformen zur Zeit noch große Probleme. „Gerade wenn die Geldbeutel nicht mehr so locker sitzen, brauchen die Anbieter von Sozialen Netzwerken ein klares, längerfristig funktionierendes Geschäftsmodell. Nur wer über ein solches verfügt, wird das Kapital der Unternehmen bekommen“, ist Hübner überzeugt. Einige Portale wie Xing oder LinkedIn würden in dieser Hinsicht bereits ganz gut funktionieren.

2009 werde vermutlich das „Jahr der Inhalte“ im Social-Networking-Bereich. „Zentraler Aspekt in diesem Zusammenhang wird das Vermögen der Anbieter sein, sich über spezielle seitenspezifische Inhalte am Markt zu positionieren“, erläutert Hübner. Die Zeiten, in der mehrere gleichartige Portale ungefährdet ein Paralleldasein im Web führen konnten, seien mittlerweile endgültig vorüber. „Der Markt für Soziale Netzwerke befindet sich in einer Konsolidierungsphase. Der stärker werdende Wettbewerb wird sowohl auf globaler als auch auf lokaler Ebene dazu führen, dass die Zahl der Anbieter in diesem Bereich in nächster Zeit sinken wird“, meint Hübner. Das Jahr 2009 werde in dieser Hinsicht sicherlich interessant werden und zeigen, welche Online-Netzwerke sich weiter halten können und welche nicht. pte

www.deloitte.de

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