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Handy ist vielerorts schon die virtuelle Kreditkarte

Die Akzeptanz mobiler Finanzdienste ist im vergangenen Jahr weltweit stark gestiegen: Neue Technologien und der Ausbau der Mobile Banking-Infrastrukturen führten zu einem rasanten Anstieg der globalen Nutzerzahlen, wie das Marktforschungsinstitut TNS im Rahmen seiner jährlich neu aufgelegten Studie „Mobile Life“ herausfand. In zwölf Monaten mehr als verdoppelt habe sich zum Beispiel die Zahl der neuen Nutzer mobiler Bankdienstleistungen in Ländern wie China, Brasilien und Kenia. Gleiches gelte für die Inanspruchnahme mobiler Zahlungssysteme in den Schwellenländern: Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Nutzer ebenfals um mehr als Einhundert Prozent gestiegen, damit sei der Anteil der neuen Anwender unter den Mobilfunknutzern mit 16 Prozent bereits weitaus höher als in den etablierten Märkten.

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Entscheidend für die Entwicklung bei den Bankdienstleistungen sei, dass die lokalen Banken in den Schwellenländern die Einführung traditioneller Dienstleistungsmodelle übersprungen und sich direkt auf die Entwicklung ihrer mobilen Finanzdienste konzentriert haben. Doch nicht nur dort sind die Nutzerzahlen laut TNS gestiegen: Auch in Deutschland, den USA, Singapur, Südkorea und Schweden haben sich in den vergangenen zwölf Monaten immer mehr Mobilfunknutzer für das Mobile Banking entschieden, wenn Banken ihren Kunden die neuen mobilen Anwendungen zur Verfügung stellten. So könnten Mobilfunknutzer heute per SMS oder Smartphone-App ihr Geld verwalten – beispielsweise ihren Kontostand prüfen, Überweisungen tätigen, Rechnungen zahlen und immer öfter auch mit ihrem Handy bezahlen. „Neue Technologien wie mobile Finanzdienste können wachstumsstarke Schwellenmärkte nachhaltig verändern. Der bessere und breitere Zugang zu wichtigen Finanzdienstleistungen stärkt die Konsumenten“, erläutert James Fergusson, TNS Managing Director, Global Technology Sector, die Ergebnisse der Studie. Länder wie China und Brasilien verfügten über die richtigen Mittel, um Bewegung in den Mobile Banking-Markt zu bringen: die Notwendigkeit effizienter Lösungen, die starke Nachfrage und die Entwicklung der Infrastrukturen für mobile Finanzdienste.

„Mobile Life“ zeigt weiter, dass die Zahl der Nutzer von Mobile-Banking-Anwendungen in Großbritannien von zehn Prozent im Jahr 2010 auf 20 Prozent im Jahr 2011 gestiegen ist. In den USA erhöhte sich die Anwendungsrate im gleichen Zeitraum von elf auf 22 Prozent. Doch auch dort, wo die Nutzung mobiler Finanzdienstleistungen noch nicht sehr weit verbreitet ist, bestehe ein starkes Interesse an Mobile Banking: Am stärksten ausgeprägt sei dieser Wunsch in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara, in denen zwei Drittel (63 Prozent) der Mobilfunknutzer ausgesagt hätten, dass sie mobile Finanzdienste nutzen wollen. Bob Neuhaus, Global Finance Sector Head bei TNS, interpretiert die Studienergebnisse wie folgt: „In reiferen Märkten entspricht Mobile Banking dem Wunsch der Nutzer nach mehr Bequemlichkeit und stellt weitgehend eine Erweiterung der bisherigen Online-Aktivitäten dar, die nun mit dem gleichen Komfort auch unterwegs in Anspruch genommen werden können. In aufstrebenden Märkten hingegen haben mobile Finanzdienste eine grundlegendere Bedeutung: In Ländern, in denen eine mangelhafte, teils kaum vorhandene Bankeninfrastruktur und zahlreiche Einschränkungen nur schwer zu überwindende Barrieren darstellen, bietet Mobile Banking Millionen Menschen ohne Bankkonto erstmals einen Zugang zu Finanzdienstleistungen.“

Mobile Zahlungssysteme, mittlerweile auch unter dem Stichwort Mobile Wallet bekannt, verwandeln Mobiltelefone in intelligente Geldbörsen, die aufgeladen werden und Guthaben speichern können. Darüber hinaus bietet das Mobile Wallet sehr viel mehr: Es ermöglicht Menschen ohne Bankkonto einen Zugang zur Finanzwelt und kurbelt so die wirtschaftliche und soziale Entwicklung an. Die Zahl der Nutzer mobiler Zahlungssysteme ist den Studienergebnissen zufolge in entwickelten Märkten wie den USA, Deutschland, Singapur und Hongkong im vergangenen Jahr nur geringfügig gestiegen. In den USA erhöhten sich die Nutzerzahlen lediglich von sechs auf acht Prozent, in Singapur von zehn auf 13 Prozent und in Hongkong von 16 auf 17 Prozent. Im Gegensatz dazu sei die Zahl der Nutzer mobiler Zahlungssysteme in Chile von nur einem Prozent im Jahr 2010 auf sieben Prozent in diesem Jahr gestiegen und liege damit nur einen Prozentpunkt hinter den USA und habe Australien (sechs Prozent), Frankreich (fünf Prozent) und die Niederlande (fünf Prozent) bereits überholt.

Die wachsende Zahl der Nutzer und die steigende Nachfrage nach mobilen Finanzdiensten in China stellen laut Studie enorme Chancen und Möglichkeiten für Unternehmen dar, neue Kundenkreise zu erschließen. Die Finanzdienstleistungen, die für Chinas Mobilfunknutzer am häufigsten nachgefragt werden, sind die mobile Bezahlung von Rechnungen (25 Prozent), Geldabhebungen (15 Prozent) und der Erhalt von Lohnzahlungen (15 Prozent). In China nutzten bereits doppelt so viele Mobilfunknutzer mobile Zahlungssysteme als im globalen Durchschnitt; weniger als ein Viertel der chinesischen Konsumenten gebe an, gar kein Interesse an mobilen Zahlungssystemen zu haben. „Die letzten Jahre haben gezeigt, welch enormes Potenzial für die Schwellenländer in der Einführung und Nutzung neuer Technologien steckt, um ihre aufstrebenden Märkte zu transformieren und die etablierteren Märkte zu überholen“, betont James Fergusson. Er stellt abschließend fest, dass in den Ländern des subsaharischen Afrika, Lateinamerikas und den asiatischen Schwellenländern, die im Allgemeinen eine hohe Prävalenz von Mobiltelefonen aufweisen, der Mangel an stabilen, zuverlässigen Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit der Notwendigkeit effizienter Zahlungssysteme zu der starken Anziehungskraft mobiler Finanzdienste führe. Es sei eine logische Verbindung.“

www.tns-infratest.com

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