Suche

Werbeanzeige

„Händler müssen ihre Läden attraktiv halten“

Intelligente Datenanalyse im Handel hält Gerd Bovensiepen von Pricewaterhouse-Coopers für zwingend notwendig.

Gerd Bovensiepen, Leiter des Geschäftsbereichs Handel und Konsumgüter bei Pricewaterhouse Coopers, fordert vom Handel, sich dem Thema Digitalisierung zu stellen. Das müsse nicht zwangsläufig teuer sein, biete aber große Chancen.

Werbeanzeige

Welche Digitalisierungstools setzen sich am Point-of-Sale als nächstes durch?

GERD BOVENSIEPEN: Derzeit wird immer mehr Verkaufspersonal mit iPads oder Smartphones ausgestattet. So sind die Verkäufer auskunftsfähiger, wissen, wo welches Produkt in welcher Größe und Farbe noch verfügbar ist und können es den Kunden anbieten. Das bedingt, dass die Händler ihr Personal entsprechend ausbilden und dass die dahinterliegende Technologie stimmt: Es muss ein kanalübergreifendes Warenwirtschaftssystem vorhanden sein. Wenn Händler Kunden- und Produktinformation verbinden, werden sie dank der digitalen Technologien im Store ganz individuell auf ihre Kunden zugehen können. Mithilfe intelligenter Datenanalyse weiß das Personal, wer der Kunde ist, was er gern kauft und was ihn interessiert. Die Personalisierung im Store wird kommen.

Und was erwartet uns in Zukunft?

Neben vielem anderen wie etwa Augmented Reality oder der Beacon-Technologie: digitale Assistenten. Roboter wie etwa Pepper reagieren auf die Emotionen von Menschen. Pepper merkt, ob Sie lachen, weinen oder wenn Sie ihn streicheln. Meine erste Reaktion war: Was soll das? Sind wir jetzt in Disneyland? Aber ich habe dazugelernt: Es ist bemerkenswert, was Pepper leisten kann, wenn man ihn entsprechend programmiert; er verfügt über eine enorme Produktkenntnis, kann Kunden zu Regalen führen und sie beraten.

Viele Händler beklagen, sie hätten kein Geld für digitale Tools. Was lässt sich denn schon ohne große Budgets machen?

Händler sind Unternehmer, sie müssen jetzt die Chancen der Digitalisierung nutzen. Schon mit einfachen QR-Codes am Produkt können sie ihren Kunden zusätzliche Informationen zu deren Herkunft oder Produktionsweise bereitstellen. Das tut finanziell nicht weh und bietet einen Zusatznutzen. Händler müssen ihre Läden attraktiv halten. Dazu dienen auch triviale Dinge, wie etwa kostenloses WLAN. Sie sollten auf jeden Fall dafür sorgen, dass sie im Internet gefunden werden, auch das ist relativ einfach. Ich kann die Händler nur ermuntern: Stellt Euch dem Thema. Fahrt die Digitalisierung hoch, sie bietet riesengroße Chancen.

Ideen für zeitgemäße Formen derShop-Gestaltung und Warenpräsentation finden Händler auf der EuroShop 2017 in Düsseldorf. Die Messe ist für Fachbesucher von Sonntag, 5. März, bis Donnerstag, 9. März, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 70 Euro (50 Euro im Online-Vorverkauf), die 2-Tageskarte 90 Euro (70 Euro im OVV) und die Dauerkarte 150 Euro (130 Euro im OVV). Die Eintrittskarten beinhalten die kostenlose Hin- und Rückfahrt zur EuroShop mit Verkehrsmitteln des Verkehrsverbund-Rhein-Ruhr (VRR). Erstmals veranstaltet wurde die EuroShop im Jahr 1966 von der Messe Düsseldorf, sie findet im Drei-Jahres-Turnus statt. Ideeller Träger ist das EHI Retail Institute.

Kommunikation

Dmexco-Special: Getting the big picture – der Mehrwert von Visual Listening

80 Prozent aller Bilder, die ein Logo einer Marke beinhalten, werden ohne zusätzlichen Text oder Link mit der Markenerwähnung in Social Media gepostet. Für Markenunternehmen wird daher das Visual Listening immer wichtiger, denn Bilder im Social Web verraten oft mehr als tausend Worte. So können Marken zukünftig auch Vorhersagen zu Produkt-Trends oder Abverkäufen auf Grundlage von Bildern treffen. Das Zeitalter des Visual Listening hat erst begonnen. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Der Kampf gegen Ad Fraud: Das Markenrisiko in Deutschland steigt

Die digitale Werbebranche kämpft weiterhin mit Ad Fraud und markenunsicheren Umfeldern. Das ergab…

Happy Birthday zum 35. Geburtstag, Emoticon: Fakten rund um die Mutter aller Emojis

Vor 35 Jahren schlug der Informatiker Scott Fahlman in einer Mailbox-Nachricht die Verwendung…

Die gefährliche E-Antwort der deutschen Automobilindustrie auf der IAA

Am 13. September dieses Jahres hieß es auf Tagesschau.de: „Oft haben die deutschen…

Werbeanzeige

Werbeanzeige