Suche

Anzeige

Google entgeht Massenklage

Ein US-Gericht hat entschieden, dass Marketing-Firmen keine Massenklagen gegen Googles "parked domains"- und "errors"-Programme anstreben können. Eine Reihe von Unternehmen hatte 2008 Klagen eingereicht, weil Google die Werbung ihrer Kunden auf Seiten geschaltet hat, die normalerweise nur per Zufall besucht werden. Das Gericht hat jetzt entschieden, dass die Marketingfirmen nur einzeln auf Schadenersatz klagen dürfen.

Anzeige

Der Schaden für ein Unternehmen hält sich in Grenzen, solange die Seite, auf der Werbung geschaltet wird, keine imageschädlichen Inhalte beherbergt. Google-Kunden können außerdem einstellen, wo Werbung geschaltet werden soll“, sagt high.one-Marketing-Geschäftsführer Jürgen Vogl (www.highone.at) gegenüber pressetext.

Bewusste Täuschung

Google schaltet absichtlich Werbung auf Seiten, die normalerweise kaum besucht werden. Dazu zählen sogenannte geparkte Domains, die momentan nicht genutzt werden oder Seiten, die nur ab und zu durch Tippfehler aufgerufen werden. „Die Betreiber solcher Seiten sind auf Profit aus. Mithilfe von Googles AdSense können sie mit verirrten Surfern Geld verdienen. Das kann ihnen niemand verbieten. Das Geld, das Google mit solchen Programmen verdient, hat der Konzern nicht nötig“, so Vogl. Die Teilnahme an „parked domains“ und „errors“ ist optional. „Die Betreiber der Google-Konten müssen schauen, dass die Einstellungen passen. Google kann nicht alles kontrollieren“, sagt Vogl.

Die Marketing-Firmen in den USA haben Google verklagt, weil sie der Meinung sind, dass Werbeeinschaltungen auf Fehler-Seiten weniger Wert sind als auf hochwertigen Portalen. Außerdem bescheinigten sie ihren Kunden einen Image-Schaden. „Wer auf Google wirbt und die Einstellungen nicht kontrolliert, muss sich bewusst sein, dass die Reklame überall auftauchen kann. Da können viele Seiten dabei sein, mit denen ein Unternehmen nicht in Verbindung gebracht werden will“, erklärt Vogl.

Nur Einzelklagen

Der Suchmaschinen-Gigant hatte schon im vergangenen Jahr versucht, die Klage abweisen zu lassen. Als das misslang, konzentrierte sich Google auf die Verhinderung einer Massenklage. Das Gericht folgt der Argumentation von Google, dass die entstandenen Schäden jeweils individuell beurteilt und gegen eventuelle Gewinne aufgerechnet werden müssen. Die Gefahr einer Welle aus einzelnen Klagen ist relativ gering, da die möglichen Kosten astronomisch hoch sind. pte

www.google.de

Kommunikation

Twitter kennt dich genau: Wie Algorithmen aus 144 Metadaten das Leben der Nutzer rekonstruieren

Jeder Tweet übermittelt 144 Metadaten, hat die Studie "You are your Metadata" von Wissenschaftlern aus London herausgefunden. Mit Hilfe der Informationen lassen sich die Leben der Twitter-Nutzer per Algorithmus rekonstruieren, selbst die Verschleierung sei ineffektiv, heißt es. Der teils unbedarfte Umgang der Nutzer mit Daten sei das Hauptproblem, so die Forscher. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Zwei der größten Unternehmen aus China und Deutschland unterschreiben strategische Partnerschaft

Suning Holdings Group und SAP SE: Diese beiden Unternehmen wollen gemeinsam fortgeschrittene Forschung…

BVDW veröffentlicht Verhaltenskodex: Wie sich Agenturen im Content-Marketing-Dschungel verhalten sollen

Mehr Ordnung im Chaos Content-Marketing: Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat dafür nun…

Arbeitgebermarken: Alles muss auf den Prüfstand

Deutschland ist auf dem Weg zur Vollbeschäftigung. Immer schwieriger wird es für Unternehmen…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige