Suche

Anzeige

Endlich mal was Neues – Dynamische Werbemittel für Online Audio

Radio ist noch lange nicht tot.. und Audio erst recht nicht

Die Digitalisierung der Werbung hat viele Veränderungen und faszinierende technische Möglichkeiten mit sich gebracht. Im Bereich dynamische Werbemittel von Online Audio gibt es deutliche Schritte nach vorne. Das liegt an der Kombination der Vorteile von Audio Ads und dem dynamischen Element: Denn Audio-Werbemittel sind ohnehin schon dynamisch – in der Hinsicht, dass sie mit dem Nutzer „sprechen“. Doch was sind weitere Vorteile?

Anzeige

Von Gastautor Frank Bachér, Leiter Digitale Medien bei RMS

Die automatisierte Aussteuerung digitaler Werbung auf Basis einzelner Werbekontakte in Echtzeit hat den digitalen Werbemarkt in den letzten Jahren nachhaltig verändert. Fakt ist: Seitdem die digitale Werbung die „Echtzeit-Welt“ betreten hat, ist auch die Möglichkeit entstanden, Werbemittel in Millisekunden und je nach Nutzer unterschiedlich zusammenzusetzen und auszuliefern. Wie so häufig sind Daten der Schlüssel dazu, dass ein solches Vorgehen umsetzbar wird. Sobald ich weiß, dass ein bestimmter Nutzer, der gerade eine Webseite lädt, kürzlich Interesse an einer bestimmten Automarke gezeigt hat, kann ich als Autohaus mein Werbemittel so zusammensetzen, dass es genau diese Marke in den Vordergrund stellt.

Im Bereich des Display Advertising ist genau dieses Vorgehen bereits seit einiger Zeit möglich. Der Erfolg solcher personalisiert ausgespielten Kampagnen im Hinblick auf die Conversion Rate aber auch Metriken wie Werbeerinnerung zeigen, dass sich aus Sicht der Werbetreibenden die Investition in die individuelle Ansprache von Zielgruppen lohnt. Und nun zum „aber“: Die so generierten Anzeigen bleiben Display Ads, die in den Limitationen ihres Formats gefangen bleiben. Es handelt sich nämlich um starre Bilder, die, einmal generiert, für den Nutzer auch so bleiben.

Dynamische Werbemittel im Bereich Online Audio

Wie funktionieren dynamische Werbemittel in Online Audio technisch? Zunächst wird über einen web-basierten Konfigurator eine Basiskampagne angelegt. Nimmt man beispielsweise eine 30-sekündige Audio-Werbung, sind in der Timeline des Spots bestimmte Sequenzen festgelegt. Diese einzelnen Bausteine können dann mit individualisiertem Content bestückt werden. Die Audio-Austauschelemente sind wiederum mit Datenpunkten wie Geodaten zur Ortsbestimmung, Zeit- oder auch Wetterinformationen im Adserver verknüpft. Auf diese Weise beginnt ein Spot beispielsweise morgens in der Region Hamburg mit den Worten „Guten Morgen in Hamburg!“ und dementsprechend am Wochenende in München mit „Hallo Wochenende in München!“. Je nach Usergruppe wird der Spot dann mit den passenden Elementen für die Region, die Tageszeit und das entsprechende Wetter in Echtzeit über das System zusammengesetzt und ausgespielt.

Im Rahmen der stärkeren Anreicherung von Nutzerdaten bei der Ausspielung von Online-Audio-Kampagnen sind der Kreativität bei der Gestaltung kaum Grenzen gesetzt. Es ist sogar möglich, einzelne Nutzer im Spot mit ihrem Vornamen anzusprechen – sofern man diesen kennt. Dies wurde in England auch schon in einzelnen Kampagnen umgesetzt. Natürlich sollte der Einsatz einer solchen Hyperindividualisierung gut „dosiert“ werden, aber er sorgt ganz sicher für eine herausragende Aufmerksamkeit beim Nutzer.

 Ansatz von Dynamic Creative für Online Audio mit großem Potenzial

Wenn wir den Blick ein wenig in die Zukunft richten, dürfen sich Werbetreibende auf weitere faszinierende Möglichkeiten freuen. Die digitale Audiowerbung macht nämlich derzeit erste Schritte in Richtung zunehmender Interaktion mit dem Nutzer. Ein Beispiel dafür ist das Format „Shake Me“, bei dem der Nutzer im Rahmen des Audiospots dazu aufgefordert wird, sein Smartphone zu schütteln, um so eine Aktion auszulösen und eine Gratifikation zu erhalten – z.B. einen Gutschein, den er auf der Webseite des Werbetreibenden einlösen kann.

Stellen Sie sich vor, man kombiniert solche interaktiven Formate mit der personalisierten Auslieferung über Dynamic Creative! Der Nutzer könnte dann einen dynamisch für ihn erstellten Spot hören, der ihn z.B. dazu auffordert, eine Frage zu beantworten. Der Nutzer antwortet dann mittels des Mikrofons seines Endgeräts und daraufhin werden basierend auf seiner Antwort die jeweils weiteren Sequenzen des Spots zusammengestellt. Dass dies schon heute technisch möglich ist, zeigen sprachgesteuerte Assistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant.

All dies zeigt ganz deutlich, dass der Ansatz von Dynamic Creative für Online Audio derzeit vermutlich eine der vielversprechendsten technologischen Entwicklungen in der Werbung ist. Die personalisierten Möglichkeiten der Ansprache von Nutzern, die Dynamic Creative bietet, sind ein weiterer Grund für das wachsende Interesse an Online-Audio-Werbung.

Kommunikation

Craig Silverman von BuzzFeed eröffnet Programmatic-Advertising-Konferenz d3con mit Reizthema Ad-Fraud

Programmatic ist als „Betriebssystem“ in der werbetreibenden Industrie angekommen. Das zeigt nicht zuletzt das Alltime-High an renommierten Marken­unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen, die sich dieses Jahr inhaltlich an der d3con beteiligen. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Streamingdienst Soundcloud führt Ranking der 25 erfolgreichsten Apps an

Wer sind die erfolgreichsten Apps in Deutschland? Dies hat nun der Fachdienst mobilbranche.de…

Galaxy Fold: Wie Marketing-Weltmeister Samsung das Smartphone neu erfinden will

Die Katze ist aus dem Sack: Samsung bringt tatsächlich als erster der Tech-Giganten…

Pädophilie-Vorwürfe: McDonald’s, Nestlé und Co. stoppen Werbung bei YouTube

Zahlreiche große Unternehmen, darunter Disney, Nestle und „Fortnite“-Entwickler Epic Games haben mitgeteilt, vorerst…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige