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Die Zukunft ist bunt: Bosch verpasst sich neues Design

Das neue Corporate Design von Bosch ist bunt wie die Welt der Technik und die Emotionen ihrer Kunden.

Die Robert Bosch GmbH präsentiert sich ab sofort in neuem Gewand: Mit einem bunten Corporate Design will das Traditionsunternehmen aus Stuttgart "das Emotionale der Marke" in den Vordergrund rücken. Der alte Claim bleibt dabei unverändert.

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Das neue Corporate Design von Bosch ist vor allem eins: bunt. Als grafisches Element setzt das Unternehmen dabei eine sogenannte „Supergraphic“ ein. Gerade und geschwungene Linien überschneiden sich dabei zu einem bunten Versprechen, das da lauten soll: „Qualität, globale Partnerschaft, begeisternde Produkte und Verantwortung.“ Der rote Bosch-Schriftzug, der Claim „Technik fürs Leben“ und der Anker bleiben dabei unverändert.

Neues Design für die digitale Transformation

Eigenen Angaben zufolge will der Maschinenhersteller durch das neue Design „das Emotionale der Marke“ in den Vordergrund rücken und den Wandel hin zu einem digitalen Unternehmen widerspiegeln. „Mit dem neuen Corporate Design bringen wir die digitale Transformation in unserem Unternehmen zum Ausdruck“, erklärt Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung, den Hintergrund des neuen Markenauftritts.

Frank Wache und Wolfgang Greter, beide Gesellschafter der Hamburger Marken- und Designagentur Juno, bewerten diese Absicht eher zurückhaltend. „So argumentiert, müsste heute jedes Unternehmen einen Markenrelaunch vollziehen. Denn der Wandel hin zu mehr Digitalisierung des Geschäfts ist ja nicht Bosch-spezifisch, sondern betrifft fast alle Unternehmen.“ In der Folge hinterlasse der Markenrelaunch bei den Experten ein ambivalentes Gefühl. „Auf der einen Seite bewundern wir den Mut von Bosch. Diesen großen Schritt haben der Traditions-Marke wahrscheinlich nicht alle zugetraut. Auf der anderen Seite finden wir nicht alles daran folgerichtig.“

„Supergraphic“ als Antrieb für Innovation

 Auch visuell zeigen sich Wache und Greter nicht vollständig überzeugt. Sie nehmen dabei vor allem das neue Element der „Supergraphic“ in die Kritik, die laut Unternehmen für „Vielfältigkeit und Individualität des Lebens“ stehen soll. „Diesen Anspruch erfüllt das Element nur bedingt“, so die Experten. „Zum einen, weil es Farben benutzt, die an die gute alte Printzeit erinnern. Zum anderen, weil der Neuling keine organische Einheit mit dem alten Logo bildet. Und weil die »Supergraphic« über die von Bosch erwünschten Assoziationen noch zusätzliche wecken dürfte: Man kann darin auch ohne viel Phantasie Anspielungen auf andere Branchen wie zum Beispiel Textilien lesen, oder an eine multikulturelle »Rainbow-Nation« denken, von der Nelson Mandela sprach.“
Allerdings biete das in der „Supergraphic“ angelegte Grafiksystem auch viel Potenzial für Wiedererkennung, so Wache und Greter. Zusammen mit der Ankündigung, die Vorgaben für Agenturen zugunsten von mehr Kreativität verringern zu wollen, sehen die beiden Experten Bosch auf einem guten Weg. „Dies könnte tatsächlich innovative Ansätze beflügeln.“

Den Nutzer in den Fokus rücken

Mit dem neuen Design soll außerdem der Nutzer zunehmend ins Zentrum des Unternehmens rücken. Die neuen Bildwelten zeigen dabei den Nutzen von Technik fürs Leben, im Fokus stets die Anwender. „Immer wenn Menschen mit der Marke in Berührung kommen, wollen wir unseren Anspruch ‚Technik fürs Leben‘ spürbar machen. Über Bilder ebenso wie über grafische Elemente“, erläutert Peter Feldmann, Leiter Brandmanagement und Marketingkommunikation bei Bosch.

Bosch führt das neue Erscheinungsbild in den kommenden zwei Jahren sukzessive ein.

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