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Die Studien der Woche: Über Landflucht, Jobwechsel und die Anwendung vom Internet der Dinge

Über Sabbaticals, die neue Jobsuche und das Internet der Dinge

Täglich veröffentlichen Forschung und Wirtschaft neue Studien, die für Unternehmen und Marketer wichtig sein können. absatzwirtschaft liefert eine Zusammenschau der wichtigsten Forschungsergebnisse der vergangenen Woche

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Top 1: Immer weniger Identifikation mit Arbeitgeber

Die gute wirtschaftliche Lage und die damit verbundene niedrige Arbeitslosigkeit stimmen die deutschen Arbeitnehmer mit Blick auf ihre Karriereaussichten positiv. Den nächsten Karriereschritt möchte aber nur etwa jeder fünfte Mitarbeiter bei seinem aktuellen Arbeitgeber machen. Hingegen halten es 79 Prozent der Befragten für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich, dass sie sich in den nächsten Monaten nach einem neuen Job umsehen werden. Dies ist ein Ergebnis einer internationalen Studie des Personaldienstleisters Robert Half unter 5.000 Büroangestellten in Europa, 1.000 davon in Deutschland.

Gleichzeitig geben 86 Prozent der Angestellten in Deutschland an, bezüglich ihrer Jobaussichten etwas oder sehr viel zuversichtlicher gestimmt zu sein als im vergangenen Jahr. Damit bewerten die deutschen Angestellten ihre Lage deutlich besser als Arbeitnehmer in Großbritannien, Belgien, Frankreich und den Niederlanden.

Für 73 Prozent der deutschen Angestellten ist der Unternehmensstandort und damit einhergehend der Arbeitsweg der wichtigste Faktor, um einen neuen Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Damit wird dem Arbeitsort in Deutschland ein höherer Stellenwert zuteil als bei den europäischen Nachbarn. Aber auch dort ist der Standort das wichtigste Entscheidungskriterium. Ausschlaggebend ist bei den deutschen Angestellten zudem die Branche (54 %), wohingegen die Briten hier relativ flexibel scheinen (25 %). Auch die Arbeitgebermarke eines Unternehmens spielt in Deutschland eine wichtige Rolle (26 %), in den Niederlanden weniger (11 %).

Ein höheres Grundgehalt (29 %) und eine verbesserte Work-Life-Balance (21 %) sind deutschen Angestellten bei einer neuen Jobmöglichkeit weniger wichtig als der Standort, die Karrieremöglichkeiten und die Branche. Besonders im europäischen Vergleich fällt das Ergebnis auf: Die britischen Umfrageteilnehmer stimmen zu 50 % für mehr Gehalt und zu 49 % für eine bessere Work-Life-Balance.

Top 2: Industrielles Internet der Dinge

Bis zum Jahr 2020 wird der deutsche B2B-Markt für IoT-Anwendungen ein Volumen von etwa 50 Milliarden Euro erreichen.  Dies zeigt der aktuelle Deloitte-Report „Hype oder vernetzte Revolution? Industrielles Internet der Dinge“.

Vor allem für Telekommunikationsanbieter ergeben sich vielversprechende Chancen: als Connectivity, Plattform- und Integrated Solutions Provider. Erfolgstreiber sind hierbei sowohl standardisierte Plattformen und Technologien als auch der hohe Bedarf an Konnektivität sowie ein ausreichend großes Ökosystem. Aber auch andere Player wie das verarbeitende Gewerbe, Transport- und Versorgungsunternehmen, der Einzelhandel und das Gesundheitswesen profitieren vom IoT-Aufwärtstrend. Das Internet of Things als weitreichende Vernetzung zwischen Dingen, Menschen, Unternehmen und Partnern kann auch bei Verbrauchern für eine spürbar höhere Lebensqualität sorgen – zum Beispiel in Gestalt des Smart Home. Zurzeit sorgen jedoch vorrangig die B2B-Anwendungen für Wachstum. Die ganze Studie finden sie HIER.

Top 3: Auf ins Sabbatical

Halb Deutschland träumt von der beruflichen Auszeit! Warum sind viele Menschen hierzulande reif für eine Pause und was treibt sie dazu? Wie sieht es mit der Finanzierung aus? Warum sehen Männer und Frauen das Thema Sabbatical ganz unterschiedlich? Und was sind die Gründe, dass viele Deutsche den Wunsch nach der großen Pause trotzdem nicht in die Tat umsetzen? Darauf liefert die größte deutsche Sabbatical-Studie des Meinungsforschungsinstituts Fittkau & Maaß im Auftrag von Wimdu erstmals alle Antworten: Mit 43 Prozent wollen mehr als vier von zehn Deutschen eine Auszeit vom Job nehmen. Was die angestrebte Dauer des Sabbaticals angeht, gibt es zwei Trends. Knapp weniger als die Hälfte der Auszeit-Aspiranten (43 %) wollen zwischen drei und sechs Monaten Pause vom Job nehmen. Fast ein Drittel tendiert dann mit zehn bis zwölf Monaten sogar zum ganzen „Sabbatjahr“. Immerhin noch elf Prozent können sich eine Zeitspanne von bis zu zwei Jahren vorstellen.

Fast bedenklich: Die Hälfte der Befragten will mit der Auszeit ein Burnout überwinden oder einem vorbeugen. Mit Respektabstand folgen dann „Sprachen lernen“ (30 %), „das Leben grundlegend verändern“ (21 %), die „Unzufriedenheit mit dem Job“ (20 %) und „Unzufriedenheit mit der privaten Situation“ (13 %). Schlanke zwölf Prozent wollen diese Zeit für die berufliche Weiterbildung nutzen.

Bei den Beweggründen für eine Auszeit unterscheiden sich Frauen klar von Männern. Deutlich öfter haben sie den Drang, ein Sabbatical in Anspruch zu nehmen, um ihr Leben grundlegend zu ändern. Diejenigen die einen „Neustart“ suchen, sind zu 68 Prozent weiblich und nur zu 32 Prozent männlich. Auch sehen Frauen eine berufliche Auszeit viel öfter als Ausweg, wenn die private Situation schwierig ist (62 % zu 38 %) oder wenn sie mit dem Job unzufrieden sind (58 % zu 42 %).

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