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Die Studien der Woche: Über die „Supercharged“, die Digitale Transformation und die Angst der Energieversorger

Marktforschung und Wirtschaft veröffentlichen täglich neue Studien, die für Unternehmen und Marketer wichtig sein können. absatzwirtschaft liefert eine Zusammenschau der wichtigsten Ergebnisse der vergangenen Woche

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Top 1: Millennials sind nicht gleich Millennials, nur eine Minderheit ist kaufkräftig

Die neue Studie Reaching Affluent Millennials* von BBC Advertising räumt mit falschen Vorstellungen der Millennial-Generation auf und erleichtert es Werbetreibenden, diese für Werbung sehr zugängliche Gruppe zu erreichen. Die Analyse identifiziert zudem das aus Sicht der Werbetreibenden wertvollste Segment der „Supercharged“. Marketingexperten sehen in den Millennials schon seit langem die einflussreichste Generation überhaupt, denn sie entscheiden über das, was neu, cool und modern ist. Die Studie von BBC-Advertising zeigt jedoch auf, dass sich die Ansichten bei einer großen Mehrheit (84 Prozent) der 943 Millionen Millennials weltweit gar nicht so sehr von denen älterer Genrationen unterscheiden. Die wohlhabenden Millennials sind mit 16 Prozent klar in der Minderheit. Sie allein sind es, die die charakteristischen Merkmale der Millennials aufweisen, die man gern der gesamten Generation zuschreibt.

Die Studie ergab, dass kaufkräftige Millennials ein besonderes Verhältnis zu Geld haben – bei ihnen ist die Wahrscheinlichkeit 36 Prozent größer sich selbst als wohlhabender zu betrachten als bei reichen Menschen früherer Generationen. Außerdem engagieren sie sich sehr stark für die Umwelt – 78 Prozent stimmen zu, dass sie sich mit allen Mitteln für die Umwelt einsetzen. Dies beweisen sie auch viel eher als nicht kaufkräftige Millennials anhand ihres Kaufverhaltens: 72 Prozent würden mehr für nachhaltige Produkte ausgeben als die 57 Prozent nicht kaufkräftiger Millennials. In der Folge stellen kaufkräftige Millennials höhere Erwartungen an Marken. 82 Prozent bevorzugen Marken, die etwas an die Gesellschaft zurückgeben, während es bei den nicht kaufkräftigen Millennials lediglich 67 Prozent sind. In Bezug auf Umwelt und Unternehmensverantwortung erwartet der kaufkräftige Teil dieser Gruppe von Marken ein gleiches Verhalten. Um also bei dieser Zielgruppe positiv hervorzustechen, müssen Marken authentisch sein und Versprechen in die Tat umsetzen.

Die Studie benennt außerdem das wertvollste Segment innerhalb der kaufkräftigen Millennial-Gruppe: Die so genannte „Supercharged“-Gruppe ist stark international ausgerichtet, wirtschaftlich einflussreicher, gilt als Early Adopter und Markenbotschafter. Was noch wichtiger ist, sie ist Meinungsmacher ihrer Generation. Bei dieser Gruppe erzielt die BBC Spitzenwerte in der Marken-Reichweite von monatlich 87 Prozent. Dank der Ergebnisse dieser neuesten Studie werden Medienagenturen zum Nutzen von Werbetreibenden in der Lage sein, diese „Supercharged“-Gruppe zu erkennen und zu erreichen. Die Gruppe ist nun Bestandteil des Media-Planungstools „Global Web Index“, dies gewährt eine Optimierung von Kampagnen in Hinblick auf dieses Segment.

Top 2: Energieversorger fürchten direkten Kundenkontakt

Deutschlands Energieversorger haben Angst vor dem direkten Kundenkontakt. Und sie haben gute Gründe dazu: Alle haben rechtliche Mängel beim E-Mail-Marketing und keinem gelingt es, auf dem Smartphone alles richtig zu machen. Die neue Absolit-Studie hat 79 Energieversorger auf 46 Variablen zum digitalen Dialog analysiert.
Nur jeder zweite Energieversorger bietet Kunden und Interessenten den digitalen Kontakt an. 58 Prozent haben eine Facebook-Seite und 53 Prozent bieten E-Mail-Newsletter. 30 Prozent verweigern sich gar jeglichem digitalen Kundenkontakt und bieten weder Facebook noch Newsletter. „Das ist ein Armutszeugnis für eine kundenorientierte Branche“, kommentiert Studienautor Torsten Schwarz.

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Dass 53 Prozent einen Newsletter anbieten, ist kein Anlass zur Freude: Bei über der Hälfte sind die Empfänger frustriert. Auch nach drei Monaten des Wartens haben 55 Prozent der Energieversorger noch keinen Newsletter verschickt. Die Scheu der EVUs ist vielleicht auch ganz gut so: 26 Prozent vergessen bei der Einwilligung die juristisch geforderte Bestätigung der Einwilligung (Double-Opt-in). Zum Vergleich: Im Handel arbeiten 97 Prozent der Unternehmen mit Double-Opt-in. Bei allen untersuchten EVUs konnten Mängel bei der Rechtssicherheit nachgewiesen werden. Aber auch die 29 Prozent der EVUs, denen es gelingt, E-Mails zu versenden sind keine Glanzlichter. Keiner schafft es, fehlerfrei auch auf dem Smartphone eine gute Figur zu machen. 70 Prozent haben keine ordentliche Kurzzusammenfassung (Pre-Header) und 40 Prozent der E-Mails waren nicht richtig dargestellt. Und wer es dann doch geschafft hat, in der E-Mail etwas anzuklicken, erlebte am Ende die böse Überraschung: Jede fünfte Webseite war nicht für Mobilgeräte optimiert. „Da gibt es noch viel Potenzial für engagierte E-Mail-Marketer“, meint Schwarz. Und weiter: „Statt über Digitalisierung zu theoretisieren, sollten die Führungskräfte deutscher Energieversorger ihren Marketingabteilungen Ressourcen freigeben, um die naheliegenden Hausaufgaben zu erledigen“. Die genannten und viele weitere Detailzahlen zum Status quo des digitalen Dialogs von Energieversorgern gibt es in der kostenlosen Kurzversion der Studie. Dort findet sich auch das Ranking der 79 untersuchten Unternehmen: www.absolit.de/evu.

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