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Blick durch die Datenbrille, gesteuerte Kundeninteraktion: Das sind die wichtigsten B2B-Kommunikationstrends 2018

Bestellungen per Smartphone, Chat mit einem Unternehmen oder wichtigen Kontakten: Chatbots erobern den Markt

Wer in Kommunikation und Marketing vorne mitspielen will, kommt an Virtual Reality, Social Bots und Big Data nicht vorbei. Hier gibt es die fünf wichtigsten technologiegetriebenen Kommunikationstrends für B2B-Unternehmen.

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Von Gastautorin Iris Heilmann, Geschäftsführerin Palmer Hargreaves

Auf dem Weg zu einer Wirtschaft 4.0 müssen sich B2B-Unternehmen nicht nur in der Produktion, sondern auch in Kommunikation und Marketing auf einen radikalen Paradigmenwechsel einstellen. Wer 2018 professionell kommunizieren will, kommt an diesen fünf Technologietrends nicht vorbei:

1. Virtual Reality: Blick durch die Datenbrille

Ob Rundgänge durch 3-D-Gebäudepläne oder Mitarbeiterschulungen im Inneren eines virtuellen Motorraums: Wo erklärungsbedürftige Produkte und Services realitätsnah und anwenderbezogen präsentiert werden, sind Virtual- und Augmented-Reality-Technologien (VR- bzw. AR-Technologien) künftig unverzichtbar. Goldman Sachs erwartet bis 2025 einen jährlichen Umsatz mit VR- und AR-Systemen von mehr als 100 Milliarden US-Dollar weltweit. Und laut ITK-Branchenverband Bitkom werden B2B-Unternehmen in Deutschland 2020 knapp 850 Millionen Euro in Virtual- und Mixed-Reality-Lösungen investieren – für Logistik, Produktion und Marketing.

2. Social Bots: Smartes Gegenüber

Mit Maschinen zu sprechen gehört nicht zu unserem Arbeitsalltag. Noch nicht. Denn klar ist: Chatbots und Sprachassistenten sind auch im B2B-Umfeld auf dem Vormarsch. Gartner geht davon aus, dass sie schon 2020 rund 85 Prozent aller Kundeninteraktionen steuern werden, die derzeit Servicepersonal erfordern. Dank selbstlernender Algorithmen sagen sie menschliches Verhalten und Erwartungen immer zuverlässiger voraus, erleichtern die Zusammenarbeit intern wie extern und machen Services smarter.

3.  Datengetriebenes Storytelling: Googles Liebling

Wer oben in der Google-Trefferliste landet, sahnt ab. Wie aber wird man Google-Liebling? Neben Links und vielen technischen Anforderungen kommt es vor allem auf reales Nutzerfeedback an. Diese Nutzungsdaten verarbeitet Googles Rankbrain – ein selbstlernender Algorithmus, der mit jeder Suchanfrage die Relevanz einer Seite aufs Neue berechnet. Somit landen nur die Treffer oben, die der Zielgruppe wirklich weiterhelfen – mit relevanten Inhalten auf klar strukturierten Webseiten, die mit kurzen Ladezeiten und guter Lesbarkeit punkten. Wie Sie relevante Themen finden? Etwa mit Hilfe digitaler Analysetools, die vorab ermitteln, welche Inhalte bei Geschäftskunden ankommen.

4. Social Seller: Vertriebler als Markenbotschafter

Clevere B2B-Vertriebler bieten nicht nur Produkte feil, sie positionieren sich als Social Seller. Heißt: Sie verbreiten jenseits ihres Portfolios kundenrelevante Inhalte und Meinungen und machen sich als Themenexperten einen Namen. Laut einer Untersuchung von Territory Webguerillas halten 57 Prozent der deutschen Marketingentscheider solches Influencer-Marketing für das glaubwürdigste Werkzeug – noch vor Öffentlichkeitsarbeit, Content-Marketing und klassischer Werbung.

5. Big Data und Marketing-Intelligence: Den Bauch ablösen

Daten gelten als Öl des Informationszeitalters – zu Recht. Denn so wie die Automatisierung die Produktion auf den Kopf stellte, werden Daten die Kommunikation revolutionieren, auch im B2B-Sektor. Riesige Mengen öffentlich zugänglicher Daten sowie schier endlose Rechenkapazität aus der Cloud machen wesentlich exakter transparent, was Zielgruppen wünschen. Das Ergebnis: Strategisch fundierte Kundenansprache statt Agieren nach Bauchgefühl.

Zur Autorin: Dr. Iris Heilmann ist Geschäftsführerin Deutschland der internationalen Kommunikationsagentur Palmer Hargreaves. Sie berät unter anderem Konzerne wie die Deutsche Telekom, Bayer und ThyssenKrupp im Bereich Marketing & PR. Die ausführliche Fassung dieses Beitrags ist im „Jahrbuch 2018: Digitale Transformation“, Verlag Frankfurt Business Media, erschienen. 

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