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Fünf Thesen zu Blogosphäre und Influencer-Marketing im Jahr 2021

Roland Schweins, Chef und Gründer von styleranking media: "Influencer ist ein neues Berufsbild."

Influencer-Marketing ist kein Hype, sagt Roland Schweins. Der Gründer und Chef des Modeportals styleranking sieht einen neuen Berufszweig entstehen, der in Zukunft noch einigen Wandel mit sich bringen wird. Wie der aussieht, hat Schweins gemeinsam mit einer Gruppe aus Fachmenschen in fünf Thesen gepackt.

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Roland Schweins ist Gründer und Geschäftsführer von styleranking media, einem redaktionellen Modeportal, das sich unter anderem auf die Vernetzung von Modebloggern spezialisiert hat und regelmäßige Bloggertreffen veranstaltet. Kooperationspartner und Werbekunden können von diesen Beziehungen profitieren. In vergangenen Jahr rief styleranking einen Roundtable aus Bloggern, Journalisten, PR-Agenturen, Unternehmen, Wissenschaftlern und Media-Agenturen ins Leben, um Strategien für die Zukunft der Blogosphäre zu entwickeln. „Influencer-Marketing ist kein Hype“, so der ausgebildete Journalist. „Es bildet sich gerade viel mehr ein neues Berufsbild heraus.“

Zur Zukunft dieser Profession und ihrer Rolle im Marketing identifizierte das Konsortium fünf Thesen, die Schweins am Dienstag auf dem Jahreskongress Digital Marketing vorstellte.

1. Unternehmen setzen auf festen und langfristigen ‚Inner Circle‘

Unternehmen setzen laut Schweins langfristig auf einen festen Influencer-Stamm, er nennt das „Inner Circle.“ Das verhindere, dass Influencer sich (zu vielen) weiteren Werbepartnern öffnen und damit sowohl ihre eigene als auch die Glaubwürdigkeit des Werbepartners einbüßen. Wer langfristige Beziehungen eingeht und diese pflegt, dessen Influencer identifizieren sich eher mit der Marke – und am Ende so auch ihre Follower.

2. Der Content wird exklusiver, die Anleitung freier

„Der Content auf Blogs wird exklusiver, die Briefings freier gefasst“, sagt Schweins. Oder anders: Wer Authentizität und Kreativität von seinen Influencern will, muss ihnen die Freiheit dazu einräumen. „Sonst kann man sich gleich einen Promi holen, der genau das tut, was man sagt“, so Schweins. Natürlich ist Vertrauen hier der Schlüssel und das baut man am besten durch eine kontinuierliche Beziehung auf – siehe These 1.

3. Authentizität zählt mehr als Reichweite

Wer Influencer sucht, fängt ziemlich schnell an Likes und Follower zu vergleichen– schließlich sollen sie die Reichweite steigern. Was viele dabei vergessen: Auch Blogger und Co. können sich Followers und Likes kaufen. In Zukunft, so Schweins, werde Authentizität bei der Wahl des Influencers das wichtigere Auswahlkriterium. Mit diesen Partnern können Unternehmen dann gemeinsam wachsen.

Zum Thema Glaubwürdigkeit führt Schweins an dieser Stelle außerdem eine Subthesis an: „Vertrauen steigt durch Kennzeichnung“ – nämlich von Sponsored Posts und Ähnlichem. Wer hier mit offenen Karten spiele, werde auch seitens der Nutzer als transparent – und letztlich glaubwürdig – wahrgenommen.

4. Das Bewusstsein über Blogs nimmt weiter zu

Wer glaubt, Blogs haben ihren Zenit der Aufmerksamkeit längst überschritten, irrt, so Schweins. Tatsächlich nehme das Bewusstsein darüber in der Gesellschaft weiter zu. „Schauen Sie sich die Entwicklung beim TV an und wie viele Menschen mittlerweile vom linearen Programm auf Anbieter wie Netflix ausweichen. Genau so ist das mit Nutzern von Snapchat, Youtube und Blogs“ – Statt die großen Medienmarken im Netz anzusteuern, werde sich auch hier in der Gesellschaft nach und nach der Trend durchsetzen, in dem jeder seine Nische sucht und dazu verschiedene Plattformen nutzt.

5. Qualität zeigt sich durch Zielgruppenaffinität

Die größte Frage beim Thema Influencer aber ist noch immer die nach den passenden Kennzahlen: Woher weiß ich, ob ein Post erfolgreich war, ob ich meine Zielgruppe erreiche, den gewünschten Effekt mit einem Blogger erzeuge? Sind die Likes ausschlaggebend, die Follower, die Kommentare? Schweins glaubt an die Involviertheit des Publikums. Kommentaransammlungen unter einem Instagram-Post á la „nice“ oder „sweetie“ seien kein Ertrag für die Marke. Was zählt, seien die auf das Produkt gezielte Reaktionen.

 

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