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10 goldene Regeln zum Wiederbeleben der Marken-Homepage

Ob Duplo, Fanta, Langnese, Bionade oder Colgate: Starke Marken haben noch lange keine starken Websites

Große Marke, kleine Reichweite: Kein Mensch interessiert sich für Marken-Websites. Viele Fast Moving Consumer Goods (FMCG)-Marken schaffen es nicht, mehr als 20.000 Besucher pro Monat auf ihre Seite zu locken. Duplo, Fanta, Langnese, Bionade oder Colgate – sie bleiben trotz Markenbekanntheit im unteren Visit-Bereich. Verantwortliche sollten aktiv werden und ihre Markenpräsenz im Netz wiederbeleben

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Von Gastautor Bernd Krämer, Geschäftsführer Cream Colored Ponies

Regel 1 – Neustart!

Die heutige Website wirkt nicht. Also muss sie auf den Prüfstand. Strategie und Inhalte müssen hinterfragt und optimiert werden.

Regel 2 – Suchmaschinen und Social-Media-Sharing rücken ins Zentrum der Strategie

SEO und Social sind die wichtigsten und effizientesten Hebel, um Reichweite auf einer Website zu erzeugen. Paid Media behalten nach wie vor ihre Daseinsberechtigung, sind aber teuer.

Regel 3 – Herausfinden, was die Zielgruppe sucht und teilt

Es kommt auf die richtigen Inhalte an. Nur Marken, die handwerklich sauber aufgesetzten und für den Nutzer relevanten Content auf ihrer Website anbieten, können von Suchmaschinen- und Social-Media-Reichweite profitieren.

Regel 4 – Die Zielgruppe interessiert sich nicht für Produktinfos

Viele FMCG-Produkte wie Kaugummis oder Shampoo werden kaum online gesucht. Bestehen die Websites dann auch noch ausschließlich aus Produktinfos, bleibt der Traffic erst recht aus. Nachvollziehbar. Denn wer recherchiert schon einen Schokoriegel vor dem Griff ins Supermarktregal?

Regel 5 – Die Zielgruppe interessiert sich aber für Themen rund ums Produkt

Menschen haben detaillierte Fragen rund ums Produkt. Sie suchen etwa Anwendungs-Tipps oder Kochrezepte. Marken müssen diese Info-Bedürfnisse adressieren, sonst verschenken sie wichtige Kommunikationspotenziale. Ein Beispiel: 1.900 Nutzer suchen monatlich nach einem Rezept für „Snickers Torte“ – sie landen aber nicht bei Snickers, sondern bei Seiten wie chefkoch.de.

Regel 6 – Marken müssen Kunden im Alltag helfen

Jeden Monat verzeichnet Google Millionen von Suchanfragen nach Alltagsproblemen. Menschen suchen Pflegetipps oder Ideen für Kindergeburtstage. Marken sollten diese Reichweite nutzen, um den Traffic auf der Seite zu steigern. Ein gutes Beispiel ist Schwarzkopf: Die Website ist ein Ratgeber rund ums Thema „Haar“ und zieht deshalb viele Interessierte an.

Regel 7 – Reichweite binden

Es wäre schade, die einmal über Search und Sharing erreichte Zielgruppe wieder zu verlieren. Man kann sie an die Marke binden. Dazu eignen sich am Besten Abo-Mechanismen wie Newsletter, RSS-Feeds oder Facebook-Likes – so bleiben Nutzer mit der Marke in Kontakt und erfahren alle Neuigkeiten.

Regel 8 – Synergien nutzen

Marken mit qualitativ hochwertigen Website-Inhalten, die den Nerv der Zielgruppe treffen, haben es auch in anderen Digitalkanälen leicht. Besonders auf schnelldrehenden Plattformen wie Facebook, wo der Content nur kurz sichtbar ist. Viele Marken können sich dort nur austauschbarem Small Talk und Stock Fotos leisten. Durch Synergien mit dem Website-Content können sie dieses Problem lösen und fortlaufend in hoher Qualität im Stream der Fans präsent sein.

Regel 9 – Kontinuierlich optimieren

Markenverantwortliche sollten die Performance der Website regelmäßig überprüfen und die Inhalte verbessern. So können sie in kleinen Schritten oft schnell und ohne großes Risiko die Traffic-Zahlen auf der Website deutlich erhöhen.

Regel 10 – Skalieren und ehrgeizige Ziele setzen

Marken, die ihr Erfolgsrezept gefunden haben, sollten aufs Gas treten und ihre Reichweite skalieren. Das Ziel: Die Marke zum Medium entwickeln. Mit einer Reichweite, die in die Hunderttausende oder Millionen geht.

Bernd Krämer, Cream Colored Ponies

Bernd Krämer, Cream Colored Ponies

Zum Autor: Cream Colored Ponies wurde 2010 von Bernd Krämer gegründet. Er ist Online-Kreativer seit 1995. Sein Handwerk lernte er als Konzepter bei Kabel New Media. Von 2001 bis 2005 verantwortete er als Head of Creation die Online-Markenführung von Marken wie BMW oder Dove. Danach ging er zu Jung von Matt – zunächst als Creative Director, später als Kreativ-Geschäftsführer. Bernd Krämer ist Mitglied im Art Director´s Club, im britischen D&AD, Dozent an der Good School und der JvM Academy.

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Kommentare

  1. Ehrlich gesagt bin ich noch nie auf die Idee gekommen, einfache Produkte des täglichen Lebens, wie z.B. Cola, Schokolade oder Klopapier im Internet zu suchen, wie Sie selbst bei Regel 4 feststellen. Deshalb meine ich, ist auch die Frequenz auf der eigenen Firmenhomepage weniger Erfolgskritisch ist, als sie behaupten. Auch glaube ich nicht, dass jemand gezielt nach der Snickerstorte sucht, sondern übers Rezept auf Snickers kommt. Das wiederum spricht gegen die Homepage, denn dort würden die wenigsten danach suchen. Die Wirkung von Content sehe ich deshalb auf der Homepage wesentlich geringer. Aber aus Sicht einer Werbeagentur lässt sich Geld damit verdienen, wenn man ständig an der Homepage eines Kunden herumbastelt. 🙂

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