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„Zukunft des Einkaufs“: Das Procurement wird immer datengetriebener

Wie sieht die Zukunft des Handels aus? Eine aktuelle Studie zeigt, dass auch hier immer mehr Unternehmen auf die Digitalisierung setzen

Um uns herum ist alles digital. Dank verschiedener Technologien sind wir vernetzter als je zuvor und können viele Dinge schneller, effizienter, intelligenter und produktiver erledigen. Eine Studie hat nun die Zukunft des Einkaufs in in Hinsicht auf die Digitalisierung untersucht.

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Zuerst erscheinen auf marconomy.de

Eine aktuelle Studie, durchgeführt von SAP Ariba und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt zeigt: Der Einkauf wird, angetrieben von innovativen Technologien, Intelligenz und Talent Management, effizienter und strategischer denn je. Die Digitalisierung eröffnet Unternehmen viele neue Möglichkeiten für eine detaillierte Prognose von und Reaktion auf neue Kunden- und Marktbedingungen. Sie ermöglicht neue Arten der Verknüpfung von Menschen und Informationen, die den Einkauf und Verkauf grundlegend umgestalten werden. Um die neuen Geschäftsmöglichkeiten jedoch freisetzen zu können, erfordert es ein Umdenken und neue Ansätze für die Art und Weise wie wir uns mit Menschen und Informationen vernetzen.

Digitale Trends

Doch wie sieht die Zukunft des Procurements aus? Welche Prioritäten sollten Unternehmen setzen und welche Herausforderungen müssen sie bewältigen, um sich bestmöglich für die digitale Zukunft aufzustellen? Um das besser einschätzen zu können, führte die Hochschule Würzburg-Schweinfurt zusammen mit SAP Ariba zwischen Dezember 2016 und Februar 2017 eine Befragung von mehr als 650 (Response-Rate von 32 Prozent) Einkaufs-, Finanz- und Supply-Chain-Managern aus Deutschland, dem weiteren Europa und den USA durch. Die Studie untersucht, welche digitalen Trends in den nächsten drei bis fünf Jahren signifikanten Einfluss auf den Einkauf und Source-to-Settle-Prozess haben werden beziehungsweise, welche Unterschiede es in der Digitalisierung innerhalb der verschiedenen Länder und Industriezweige gibt.

Big Data und Predictive Analytics als Top-Prioritäten für den Einkauf

Unternehmen sammeln exorbitante Datenmengen, von strukturierten Daten zu Produktion, Marketing, Vertrieb, HR, Finanzen, Anlagen und Betrieb bis hin zu Transaktionsdaten zu Lieferanten, Kunden und Partnern. Nun erweist sich Big Data als echter Game Changer, der das Procurement grundlegend verändern kann. Auf die Frage nach den fünf relevantesten Themen für das Einkaufswesen sprach sich eine klare Mehrheit der Befragten über alle Industrien hinweg (72 Prozent) für Big Data und prädiktive Analyse aus. Mit deutlichem Abstand folgten das Internet der Dinge (IoT) und Industrie 4.0 (43 Prozent), Automatisierung (39 Prozent), Cloud Computing (38 Prozent) und Business-Netzwerke (33 Prozent).

Talent Management als größte Herausforderung

Es wird oft gesagt, ein Unternehmen sei nur so gut wie die Menschen die dort arbeiten. Der Kampf um Talente ist nun weltweit entbrannt. Dementsprechend ist die Fähigkeit zur Gewinnung, Entwicklung und Bindung von Mitarbeitern besonders wichtig. Doch für viele Unternehmen in Europa und Nordamerika liegen hier Stolpersteine verborgen. So gaben 55 Prozent der Befragten in den USA, 49 Prozent der deutschen und 41 Prozent im restlichen Europa Personalgewinnung und –bindung als die zentrale Herausforderung für das Procurement an. Der Einkauf hat das Potenzial die Talentschmiede für das restliche Unternehmen zu sein. Aber nur dann, wenn Zeit und die entsprechenden Ressourcen investiert werden, um Mitarbeiter zu fördern die tiefgreifende Einsichten in ein Unternehmen zur Verfügung stellen, vorhandene Geschäftsmodelle restrukturieren und funktionales Fachwissen aufbauen können.

Die Automatisierung bestimmt die Zukunft des Einkaufs

Roboter werden nicht die Welt übernehmen. Allerdings waren sich regions- und branchenübergreifend 73 Prozent der Umfrageteilnehmer einig, dass die Automatisierung einen erheblichen Einfluss auf die operativen Aufgaben im Einkauf haben und diese von einer taktischen zu einer stärker strategisch ausgelegten Aufgabe machen wird. Innovative Technologien wie künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, Blockchain und IoT werden das Einkaufswesen effizienter und methodischer machen, wertschöpfende Aktivitäten werden zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Der Einkauf wird sich von Grund auf verändern

Das Procurement wird immer datengetriebener. Dementsprechend werden neue Aufgabenfelder, wie zum Beispiel die eines Data Scientists oder Data Architects immer wichtiger, um sich die Kraft der Informationen zunutze machen und Geschäftsvorteile sichern zu können. Außerdem wird das Procurement mit Hilfe neuer und innovativer Technologien effizienter und kollaborativer. Mehr als 75 Prozent der Befragten in den USA und Europa und 63 Prozent der Umfrageteilnehmer in Deutschland bezeichneten die Digitalisierung der Prozesse innerhalb ihrer Supply Chain als Schlüsselinitiative. Und mehr als die Hälfte aller Befragten gaben an, dass sie mit der Nutzung digitaler Netzwerke und Technologien neue Wege für die Zusammenarbeit anstreben.

Vorschau: Experten im Interview

Morgen erscheint ein Interview mit den Experten Dr. Marcell Vollmer, Chief Digital Officer von SAP Ariba und ehemaliger Chief Procurement Officer von SAP, und Prof. Dr. Karsten Machholz, Professor für Strategischen Einkauf und Supply Chain Management an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt. Im Interview gehen die beiden Experten auf den aktuellen Status quo des Einkaufswesens ein und erläutern, welche Herausforderungen und Chancen die digitale Transformation mit sich bringt. 

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