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Zehn strategische Erfolgsfaktoren für Mobile-Commerce

Die Verbreitung von Smartphones und Tablets in der Bevölkerung macht das möglich, wovon Technologieexperten schon seit Jahren sprechen: Der Durchbruch von Mobile Commerce. Unternehmen sollten auf die große Trendwende in diesem Jahr vorbereitet sein, ist Nicole Rüdlin, Leiterin der E-Commerce Messe Internet World überzeugt und hat eine Checkliste der strategischen Erfolgsfaktoren erstellt.

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1. Nutzer ist König

Verbraucher nutzen das Smartphone vor allem unterwegs für schnelle, kurze und zielgerichtete Informationsbeschaffungen. Tablets kommen vermehrt bei längeren Sessions zum Einsatz, in der Regel sitzen wir dazu und nehmen eine entspannte Haltung ein – der Couch Commerce erobert die Wohnzimmer. Das Nutzerverhalten mit den einzelnen Geräten muss nicht nur bei strategischen Überlegungen berücksichtigt sondern auch in der Umsetzung konsequent adaptiert werden.

2. Mehrwerte schaffen

Mobile Endgeräte und deren Anwendungen haben nur Erfolg, wenn darüber ein effektiver Mehrwert geboten wird und zwar so, wie er in dieser Form oder Situation auf anderen Kanälen nicht verfügbar ist. Die Informationen müssen jeweils adäquat gefiltert und aufbereitet werden. Rein nur die den veränderten Bildschirmgrössen adaptierte Darstellung reicht nicht. Informationen und Prozesse müssen entsprechend und ansprechend gestaltet werden.

3. Mobile ist integrativ

Der mobile Kanal muss in die anderen Kanäle eingebettet werden. Dies gilt insbesondere für die Kommunikation, wo Mobile noch zeitnaher und situativer in die Gesamtstrategie eingebunden werden kann.

4. Die Brücke zum POS

Um Kunden zu erreichen, muss der mobile Kanal direkt mit dem POS oder Touchpoints verknüpft werden. Denn beispielsweise alleine die Zeit zwischen einem Besuch im Ladengeschäft und dem nächsten Zugriff über den Webbrowser kann mobil ausgeschöpft werden. Der potenzielle Kunde ist dann nur mobil erreichbar, hat aber noch Fragen oder benötigt noch mehr Überzeugung. Hier kann Mobile die Kaufentscheidung fördern.

5. Technischer Hürdenlauf

Intuitive Abwicklung steht im Vordergrund, vor allem bei der Gewinnung von Neukunden. Dies gilt insbesondere für die Registrierungs- und Zahlungsoptionen. Gerade auf kleinen mobilen Geräten wie Smartphones hat der Kunde nicht nur weniger Geduld, es ist schlichtweg zu wenig Platz für viel Erklärungsarbeit.

6. Tablet als Einkaufserlebnis

Die entspannte Nutzungssituation von Tablets muss für lustvolleres Shopping genutzt werden. Dies wird oft unterschätzt! Gerade bei den neuen Tablet-Computern sind Verbraucher stark durch visuelle Darstellungen getrieben und ziehen es vor, zu Browsen statt gezielt etwas zu suchen.

7. Mit technischen Features besser verkaufen

Bei kaum einem anderen Gerät wie bei einem Smartphone können von der Technologie so viele Funktionen genutzt werden; GPS zur Lokalisierung des Anwenders oder des nächsten Ladengeschäfts, Kamera zur Identifikation von Produkten, Neigungssensor zur optimalen Visualisierung von Produkten im Quer- oder Hochformat und einiges mehr. Diese gerätespezifischen Funktionen müssen zu Kaufanreizen umgewandelt werden.

8. Weniger ist manchmal mehr

Die Gefahr ist groß, eine Mobile Shopping App zu überladen. Gezielter Funktionen effizient einsetzen als mit zu viel Spielereien den Erfolg zu gefährden. Es gilt, jede zusätzliche Funktionalität nach ihrem Mehrwert zu hinterfragen.

9. Es muss nicht immer eine native App sein

Die richtige Technologie-Strategie ist nicht nur entscheidend für die Investitionskosten, vielmehr auch für den Betrieb, die Weiterentwicklung und Adaption an neue Gerätetypen und iOS-Versionen.

10. Der richtige App-Marketing-Mix

Eine Mobile Shopping-Anwendung zu entwickeln ist eines, sie zum Erfolg zu führen, etwas anderes. Marketing und Kommunikation sind gefordert und sollen auch nachhaltiges Marketing im und um den jeweiligen App-Store inkludieren. Es gibt nichts Langweiligeres als „Bug Fixes“, als Release Notes bei neuen Versionen. Die eigentliche Herausforderung ist, dass die App installiert, aktualisiert und vor allem wirklich genutzt wird.

Über die Autorin: Nicole Rüdlin ist Leiterin der E-Commerce Messe Internet World.

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