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Wertvollste Marke ist immer noch Coca-Cola

Zum elften Mal in Folge veröffentlicht die Markenberatung Interbrand das Ranking der 100 wertvollsten Marken der Welt. Die Spitzengruppe der Top 10 zeigt sich in diesem Jahr so stabil wie nie. Lediglich Nokia ist ausgeschieden, und Apple ist neu dabei. Als Nummer eins behauptet sich Coca-Cola. Der Markenwert des Getränkeherstellers beträgt 71,86 Milliarden US-Dollar. Auf den Plätzen zwei und drei rangieren erneut IBM und Microsoft. Die Deutschen punkten vor allem mit Automobilmarken und Marken aus der Investitionsgüterindustrie.

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Die 100 bedeutendsten Marken legten laut Interbrand im vergangenen Jahr erneut an Wert zu. Dieser stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent auf insgesamt rund 1,26 Billionen US-Dollar. Im Krisenjahr 2009 war der Gesamtwert zum ersten Mal in der Geschichte der Best Global Brands um 4,6 Prozent gesunken. 2010 konnte der Stand wie vor der Krise erreicht werden. „Starke Marken haben das Potenzial, auch in unbeständigen Märkten und unsicherem Wirtschaftsklima Wert zu generieren. Sie haben damit einen bedeutenden Einfluss auf den ökonomischen Erfolg von Unternehmen“, sagt Cassidy Morgan, CEO von Interbrand Central and Eastern Europe. Zu den Verlierern in diesem Jahr gehören Nokia (minus 15 Prozent), Nintendo (minus 14 Prozent ), Sony (minus 13 Prozent) sowie Yahoo (minus 11 Prozent) und Dell (minus 6 Prozent). Alle mussten einen nicht unerheblichen Markenwertverlust hinnehmen. Drei Marken debütieren hingegen: Nissan, John Deere und HTC.

Zehn der 100 Marken in der Rangliste stammen aus Deutschland. Damit stellt die Bundesrepublik die zweitstärkste Gruppe in der Liste und liegt in der Länderwertung direkt hinter den USA, die die Top 10 beherrschen und mit insgesamt 50 Marken unter den besten 100 das Ranking dominieren. „Alle deutschen Marken steigerten ausnahmslos ihren Markenwert und haben im Kopf-an-Kopf-Rennen mit ihren Konkurrenten allesamt besser abgeschnitten“, freut sich Morgan. Der Gesamtmarkenwert aller zehn deutschen Marken beträgt 108,43 Milliarden US Dollar. Nik Stucky, Global Practice Leader Brand Valuation bei Interbrand, wundert es nicht, dass weltweit von „German Engineering“ als besonders deutscher Eigenschaft gesprochen wird: „Technologie ist einer der entscheidenden Faktoren der deutschen Exportwirtschaft. Dabei sind Namen wie BMW, Mercedes, Audi und VW, aber auch Siemens und SAP die Botschafter und Förderer.“

Mercedes-Benz bleibt mit 27,45 Milliarden Dollar auf Platz 12 die wertvollste Marke Deutschlands. BMW folgt mit 24,55 Milliarden Dollar auf Rang 15. Mit VW (Rang 47), Audi (Rang 59) und Porsche (Rang 72) sind drei weitere deutsche Automobilhersteller im Ranking. VW rückt mit einem Wertzuwachs von 14 Prozent sechs Plätze nach vorne, und Audi macht vier Plätze gut. VW und der Softwareproduzent SAP erzielten mit 14 Prozent den stärksten Wertzuwachs, den es in der deutschen Gruppe zu verzeichnen gab. SAP ist mittlerweile die drittstärkste deutsche Marke und belegt mit einem Markenwert von 14,54 Milliarden US Dollar Rang 24, im Vorjahr war es Rang 26. Weitere deutsche Marken in der Rangliste sind Siemens auf Platz 46 mit einem Wertzuwachs von acht Prozent, Adidas auf Rang 60 mit einem Wertzuwachs von zwölf Prozent, Allianz auf Position 67 und die Beiersdorf-Marke Nivea auf Rang 87 mit einem Wertzuwachs von vier Prozent.

Die wertvollste Schweizer Marke ist auch in 2011 wieder Nescafé mit 12,12 Milliarden US Dollar auf Rang 30. Mit einem Wertzuwachs von einem Prozent konnte Nestlé als zweitwertvollste Marke der Schweiz zwei Plätze gut machen. Der Nahrungsmittelhersteller sortiert sich mit einem Wert von 6,61 Milliarden US Dollar auf Rang 55 ein. Die Technologiemarken konnten im vergangenen Jahr das sektorbezogene Wachstum weiter ausbauen und gewinnen im Ranking der 100 wertvollsten Marken der Welt gegenüber den klassischen Konsumgütermarken weiter an Bedeutung. Sechs der Top 10 Marken sind Technologiemarken: IBM, Microsoft, Google (Rang 4), Intel (Rang 7), Apple (Rang 8) und Hewlett-Packard (Rang 10). Auch vier der fünf am stärksten gewachsenen Marken (Apple, Amazon, Google und Samsung) und einer der Neueinsteiger (HTC) gehören zu diesem Sektor. Der Konzern IBM konnte im vergangenen Jahr seinen Markenwert um acht Prozent steigern und unterstreicht damit einmal mehr die Bedeutung von Marke im Business-to-Business-Bereich. Nach Ansicht von Cassidy Morgan ist IBMs gutes Abschneiden außerdem ein Indikator dafür, dass eine durchdachte und definierte Nachhaltigkeitsstrategie ein wertvoller Unternehmensbestandteil sein kann. Denn seit rund drei Jahren laute das Motto von IBM: Smarter Planet.

Apple verzeichnet im Ranking der Best Global Brands 2011 einen sensationellen Markenwertzuwachs von 58 Prozent und stürmt damit im Club der Top 10 auf Rang 8. Das Unternehmen hat es im hart umkämpften Markt der Mobiltelefone geschafft, sich gegen Nokia (Marktführerschaft), Samsung (Preisführerschaft) und Blackberry (Technologieführerschaft) durchzusetzen. Apple verfolgt laut Interbrand konsequent einen eigenen Weg und setzt dabei auf die Bedeutung des Markenerlebnisses. Wie keine andere Marke verstehe es das Unternehmen, Begehrlichkeiten zu wecken und führe par Excellence vor, wie man Versprechen einlöst. Der Markenwert beträgt in diesem Jahr 33,49 Milliarden US Dollar. In kürzester Zeit zu einer der stärksten Marken aufgestiegen ist das Online-Kaufhaus Amazon. Belegte das Unternehmen im Jahr 2008 noch Platz 58, rangiert sie nun auf Platz 26. Der Markenwert beträgt 12,76 Milliarden Dollar. Mit HTC schafft es erstmals eine taiwanesische Marke ins Ranking der Top 100. Dem Smartphone- und Tablet Computer-Hersteller ist es in den vergangenen vier Jahren gelungen, vom Auftragsfertiger für Mobilfunkanbieter zu einer erfolgreichen Business-to-Consumer-Marke zu reifen. HTC konnte sich jüngst in Interbrands Ranking der wertvollsten Marken Taiwans an die Spitze setzen und Acer von Platz 1 verdrängen.

Trotz der Dominanz der Technologiemarken erzielten auch andere Branchen starke Wertzuwächse im 2011er Ranking der Best Global Brands: Versicherungen und Luxusgüterunternehmen legten im Jahresvergleich ordentlich zu. Auch die Automobilindustrie ist geprägt von außerordentlichem Wachstum. Sie feiert im Jahr 2011 ihr großes Jubiläum, denn 1886 meldete Carl Benz seinen Motorwagen zum Patent an. 125 Jahre später ist die Daimler AG eines der erfolgreichsten Automobilunternehmen weltweit und Mercedes eine der wertvollsten Marken der Welt. Einige Marken des Finanzsektors befinden sich dagegen in Folge der Finanzkrise im Jahr 2008/2009 nach wie vor in Schwierigkeiten. Vor allem traditionelle amerikanische Bankenmarken wie Goldman Sachs (Rang 38), Citi (Rang 42) und Morgan Stanley (Rang 54) müssen Markenwertverluste hinnehmen. Im Gegensatz dazu konnten europäische Finanzinstitutionen im vergangenen Jahr eine Wertsteigerung von fünf oder mehr Prozent verzeichnen. Allen voran die Allianz (Rang 67), die ihren Markenwert um neun Prozent auf 5,35 Milliarden US Dollar steigern konnte.

www.interbrand.com

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