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Warum innovative Startup-Ideen und Gadgets vor allem für ältere Menschen lebensnotwendig sind

Damit Ältere länger selbstbestimmt leben können, nutzen immer mehr Menschen über 65 Jahre die Möglichkeiten der Digitalisierung. Manche Start-ups entwickeln auch speziell für diese Altersklasse Gadgets. asw Online stellt Gesundheitsgeräte für ältere Menschen vor.

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69 Prozent der 60- bis 69-Jährigen und 36 Prozent der über 70-Jährigen nutzen das Internet mittlerweile regelmäßig. Für ältere Menschen ist die Digitalisierung längst kein Fremdwort mehr und eigentlich könnte es schon viel mehr innovative Ideen für den Markt dieser Zielgruppe geben, wie zum Beispiel Video-Sprechstunden mit dem Hausarzt, die in strukturschwachen Regionen lebenswichtig sein könnten. Auch im Alltag kann Digitalisierung helfen. Die intelligente Medikamentenbox kann täglich bei der richtigen Dosierung und Einnahme von Tabletten unterstützen.

Gesundheitsgeräte sind nicht nur für die Jugend. Die ältere Bevölkerung ist ein wachsendes Geschäftsfeld und von intelligenten Hörgeräten bis hin zu vernetzten Toolkits für Verwandte mit Demenz, ist heute alles möglich. Das größte Problem in der Pflege: Ältere Menschen, die alleine leben und nicht schnell genug Hilfe erhalten, wenn sie zum Beispiel hinfallen. High-Tech-Gadget für die Großmutter können helfen. 

Das Verhindern von Stürzen kann Leben retten. Ein US-Unternehmen nimmt das Problem sehr wörtlich und entwickelte den Hip’Air. Der 800 Dollar Airbag-Gürtel soll den Aufprall um 90 Prozent reduzieren. Skurril ist er, der Hüftprotektor und viele ältere Menschen empfinden den sperrigen Gürtel als lächerlich und viel zu teuer.

Skurrile Gadgets für Ältere

Wenn sich der Sturz also nicht verhindern lässt, kann die Digitalisierung wenigstens helfen, Betreuer schnellstmöglich zu benachrichtigen. Das ist die Idee hinter der Firma E-VONE. Das Unternehmen stellt intelligente Schuhe in 26 verschiedenen Stilen her und alle Schuhe haben Sensoren in den Sohlen, die Jemanden benachrichtigen, wenn man fällt. 

Auch die Smart-Lampe von Aladin verspricht, die Tochter oder den Nachbarn im Falle eines Sturzes zu benachrichtigen. Diese kann an der Wand montiert werden und verwendet Bewegungssensoren, um zu leuchten, wenn jemand das Licht benötigt. Sie erkennt durch Sensoren, ob jemand gefallen ist, oder über Tage nicht aus dem Bett aufgestanden ist. 

Uhren und Armbänder sind hilfreicher als alles andere

Eine einfache und billige Lösung gibt es bereits in Form von medizinischen Armbändern und Halsketten. Lili Smart beschreibt seine Produkte als „Toolkit“ für ältere Menschen, insbesondere für Menschen mit kognitiven Behinderungen wie Demenz. Für 30 Euro pro Monat besteht sein Kit aus drei Komponenten: einer App, in der Betreuer miteinander und mit medizinischen Fachkräften kommunizieren, einer sehr einfachen Uhr, die vibriert und ein Bild einer Pille zur Erinnerung zeigt, und Bewegungssensoren. Diese kann man beispielsweise an den Pill-Organizer einer Person anbringen, um sicherzustellen, dass die Medikamente eingenommen werden.

Auch die Macher von Smartwatcher haben eine elegante Lösung kreiert: Die Notrufuhr. Das Schweizer Unternehmen Smartwatcher machen es ganz simpel: Die Nutzer tragen auf den ersten Blick „nur“ eine Uhr am Handgelenk. Zum praktischen Lebensretter wird die Smartwatcher-Uhr durch den integrierten Notrufknopf. Wird dieser gedrückt, werden Verwandte, Freunde oder professionelle Rettungsexperten in einer 24 Stunden am Tag besetzten Notrufzentrale alarmiert. Der Träger kann dann über Geo-Tracking präzise geortet werden. Über ein eingebautes Mikrofon und einen Lautsprecher können die alarmierten Personen Kontakt mit dem Uhrenträger aufnehmen.

Auch die Deutschen haben solch eine Uhr entwickelt und die kommt von Fairtek und ist eine SOS GPS Notrufuhr. Auch sie verfügt über eine SOS-Taste und über ein GPS Personen-Ortungssystem. Die jeweilige Orts-Position und Adresse wird bei einem Notruf per SMS mitgesendet. Das online Tracking-Portal wird natürlich ebenfalls mit diesen Daten versorgt. Der Hilfebedürftige muss nur die gut sichtbare, in leuchtend rot gefärbte SOS-Notruftaste betätigen. Für die Nutzer kann auch ein „Geo-Zaun“ eingerichtet werden – eine genau definierte Zone, in der sich der Uhrenträger normalerweise aufhält. Dies ist besonders für Angehörige von Demenzkranken sinnvoll.

Eine Smartwatch versteht Oma sowieso nicht? Unsinn! Die Technik lernen kann jeder, sagen Experten.

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