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Wachstumsmarkt Indien: Apple hofft mit Store-Eröffnungen auf Durchbruch

Apple-Chef Tim Cook und der indische Premierminister Narendra Modi

Neuer Hoffnungsschimmer für Apple in Indien: Wie Premierminister Narendra Modi mitteilte, soll es für ausländische Firmen künftig leichter werden, in Indien zu investieren und dort Geschäfte aufzubauen. Der Techpionier könnte damit nach jahrelangen Verhandlungen wohl auch im zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt seine Flagship Stores eröffnen

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Es läuft aktuell viel gegen Apple: Die Umsätze in allen großen Konzernsparten entwickeln sich rückläufig, bis zum neuen iPhone vergehen weitere drei Monate, und selbst mit dem offenkundig kaum innovativen iPhone 7 erscheint eine Rückkehr zum Wachstum alles andere als sicher.

Besonders problematisch: Ausgerechnet im wichtigsten Zukunftsmarkt China verzeichnet Apple-Chef Tim Cook aktuell zweistelliges Negativwachstum. Mit entsprechend viel Nachdruck versucht Cook daher das Augenmerk auf den nächsten potenziellen Wachstumsmarkt zu richten – Indien.

Grünes Licht aus Indien für Auslandsinvestoren

Im Mai erst besuchte Cook erstmals als Apple-CEO das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt. Ein Ergebnis des Zusammentreffens mit Premierminister Narendra Modi wird nun offenkundig: Der Techpionier kann offenbar in Zukunft auch in Indien Apple Stores eröffnen.

Bislang hinderte eine Regelung des Finanzministeriums ausländische Megakonzerne an der Eröffnung von Flagship Stores, wenn nicht mindestens 30 Prozent der angebotenen Produkte in Indien produziert wird. Apple lässt seine iPhones jedoch überwiegend von Foxconn in China fertigen.

Die bestehende Regelung für ausländische Konzerne wird nun mit einer Übergangsfrist von drei Jahren gelockert, bevor die 30-Prozentschwelle greifen soll, wie der Premierminister Modi mitteilte.

Obwohl Apple damit offiziell noch keine Erlaubnis erteilt bekommen hat, seine Apple Stores in Indien zu errichten, gelten die verabschiedeten Reformen als Türöffner. Für den Techpionier ist die Präsenz von Apple Stores eng mit dem Vertriebserfolg von iPhone & Co verbunden.

Bislang begrenzte Absätze, aber hohes Potenzial

Während sich Apple-Chef Tim Cook von Indien enormes Absatzpotenzial verspricht, ist das bisherige Erlösvolumen mit Umsätzen von rund einer Milliarde Dollar pro Jahr jedoch noch übersichtlich. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Apple weniger als zwei Millionen iPhones in Indien absetzen und bringt es damit aktuell auf einen Smartphone-Marktanteil von gerade mal zwei Prozent.

Anleger beschäftigten sich gestern zunächst mit der Gegenwart und mittelfristigen Zukunft und schickten die Apple-Aktie bei 95 Dollar erneut moderat nach unten.

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