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Von Musikwissenschaftlern und Studienabbrechern: Was Erfolgsmanager studiert haben

Was sollte man eigentlich studieren, wenn man internationale Markenunternehmen führen oder gründen will. Prominente Beispiele beweisen: Es kommt nicht nur auf die Studienwahl an. Bei den meisten ging das sogar ganz ohne Abschluss. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie von Bill Gates bis Matthias Döpfner.

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Von Johannes Steger



Bill Gates, mittlerweile wieder reichster Mensch der Welt, war schon immer von Computern fasziniert. Bereits in der Highschool versuchte er sich im Programmieren. 1973 begann Gates dann ein Studium der Mathematik an der Elite-Universität Harvard. In Kursen wie „Kombinatorische Mathematik“ schlief er gelegentlich auch mal ein. Wahrscheinlich weil er mit seinem späteren Geschäftspartner Steve Ballmer viel Zeit in den Computerräumen der Uni verbrachte. 1975 verließ er Harvard ohne Abschluss. 2007 erhielt er schließlich das Ehrendiplom der Universität.


Auch Steve Jobs hatte anderes im Kopf als sein Studium. Auf dem Reed College in Portland war der Apple-Gründer eigentlich für Physik und Literaturwissenschaften eingeschrieben. Statt den Pflichtkursen baute sich Jobs seinen Stundenplan aber lieber selbst. So belegte er Kurse in Kaligraphie und Schriftdesign. Die meiste Zeit verbrachte er jedoch im Hobbyclub für Computer. Der Rest ist Geschichte: Jobs verließ die Uni ohne Abschluss und begann die Erfolgsstory Apple.


Anders als Jobs und Gates hat Yahoo-Chefin Marissa Mayer die Uni mit Abschluss verlassen. In Stanford studierte sie Informatik und Symbolic Sciences, eine Kombination aus Kognitionswissenschaften, Forschungen zu künstlicher Intelligenz und Mensch-Computer-Interaktion. Kein Wunder also, dass es sie nach ihrem Studium direkt zu Google verschlug. Als Produktchefin half Mayer mit, aus dem Start-Up einen Großkonzern zu machen. Seit 2012 ist sie Chefin des Internetriesen Yahoo.


Michael Dell wollte eigentlich Arzt werden. Das war zumindest der Plan, als er sich für Medizin entschied und 1983 an der Universität von Texas in Austin zu studieren begann. Da er statt Vorlesungen zu besuchen lieber IBM-Computer verkaufte, verabschiedete er sich von seinem ursprünglichen Berufswunsch. 1984 gründete Dell sein eigenes Unternehmen und produzierte Hardware. Heute gehört Dell Inc. zu den größten Herstellern von PC weltweit.


Auch Mark Zuckerberg hat als Student angefangen. In Harvard schrieb sich der spätere Facebook-Gründer für Psychologie und Informatik ein. Nach den ersten Erfolgen seines Onlinenetzwerkes brach er das Studium jedoch ab.


Die drei bekanntesten deutschen Online-Pioniere tragen alle den gleichen Nachnamen: Samwer. Die Brüder Marc, Oliver und Alexander sind und waren beteiligt an Erfolgsgeschichten wie Online-Händler Zalando oder dem Klingeltonanbieter Jamba. Marc Samwer studierte Rechtswissenschaften in Köln, Oliver Samwer BWL an der WHU – Otto Beisheim School of Management und Alexander VWL und Politik in Oxford, sowie BWL an der Harvard Business School.


Eine weitere deutsche Erfolgsgeschichte ist die von Axel Cäsar Springer. Nach seinem Schullabschluss machte Springer eine Lehre als Drucker und Setzer. Vom familieneigenen Verlag aus baute er ein Medienimperium auf und wurde zu einem der mächtigsten Verleger in Europa.

Als Axel Springer 1985 starb war Mathias Döpfner noch Pauschalist bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, unter anderem als Musikkritiker. Döpfner hatte dafür eine gute Grundlage: Schließlich studierte er Musik- und Theaterwissenschaften sowie Germanistik. 1990 folgte dann die Promotion zum Dr. phil. Über Stationen als Korrespondent, Agenturchef und Chefredakteur kam Döpfner schließlich zu Springer. 2002 wurde er Vorstandsvorsitzender. Heute hat er sich zum Ziel gesetzt das führende digitale Medienunternehmen zu werden.

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