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Vom „Spiegel“, Steinbrück, der dapd und Lisa Simpson

Die Medienwelt streitet über Onlinestrategien, Steinbrück liefert sich einen neuen Wahlkampfpatzer, eine Nachrichtenagentur muss schließen - eigentlich alles wie immer. Diese Woche zeigte exemplarisch, was in der Medienwelt gerade los. Einzig die FAZ überraschte: Die Tageszeitung holt sich eine US-Comicfigur als Werbebotschafterin. Der absatzwirtschaft-Wochenrückblick:

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Kündigung der Woche: Spiegel braucht neue Chefredaktion

Der Spiegel sucht einen neuen Chef. Nach fünf Jahren in der Spiegelchefredaktion ist Schluss für die Doppelspitze Mathias Müller von Blumencron und Georg Mascolo. Die Begründung: Sie konnten sich über die Zukunft des Nachrichtenmagazins nicht einigen. Der Streitpunkt lag – so die Medienberichte – in erster Linie in einer unterschiedlichen Auffassung über die Onlinestrategie. Mascolo soll sich für kostenpflichtige Inhalte auf „Spiegel Online“ ausgesprochen haben, Müller von Blumencron allerdings deutlich dagegen, da er einen Attraktivitätsverlust der Seite befürchte.

Jetzt ist die Suche nach einem Nachfolger entbrannt. Dabei werden große Namen behandelt. Garbor Steingart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Handelsblatt, Ex-Spiegel-Mann und bis vor kurzem Chefredakteur des Handelsblatts hat bereits seine Absage erteilt. Weitere Namen über die spekuliert wird, sind Jakob Augstein, Sohn von „Spiegel“-Gründer Rudolf Augstein und Mitgesellschafter des Verlags, die Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel, dpa-Chef und ebenfalls Ex-Spiegel-Mann Wolfgang Büchner und Heribert Prantl, Innenpolitik-Chef der „Süddeutschen Zeitung“.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:

>>>Praxistipps erleichtern Einstieg in den E-Commerce

>>>Die witzigsten Internettrends 2013

>>>Beschwerden gegen Werbekampagnen nehmen zu

>>>Wie Social-Media-Marketing rechtssicher gelingt


Fail der Woche: Der SPD-Wahlkampfslogan

Die SPD zieht mit dem Slogan „Das WIR entscheidet“ in den Wahlkampf. Blöd nur, dass die Leiharbeitsfirma Propartner damit schon seit sieben Jahren auf ihrer Homepage wirbt. Deren Chefs lassen jetzt die Nutzung durch die SPD prüfen. Am Dienstag hat Peer Steinbrück den Slogan vorgestellt. Geprüft hat ihn sein Team scheinbar nicht. Einen existierenden Slogan zu wählen ist eine Sache, dass dieser aber ausgerechnet von einer Leiharbeitsfirma genutzt wurde die weitaus schlimmere Tatsache für die SPD. Das Prinzip von Leiharbeitsfirmen bekämpft die Partei an anderer Stelle. Die Folge: Hohn und Spott ergoss sich nach der Präsentation über die SPD und ihren Spitzenkandidaten. Die taz titelte beispielsweise „Zu blöd zu Googeln“.

Krisenfall der Woche: dapd stellt den Betrieb ein

Am Donnerstag um 17 Uhr war Schluss bei der dapd. Vor einem halben Jahr stellte die Nachrichtenagentur den Insolvenzantrag. Zwischenzeitlich galt sie sogar als gerettet. Es gab Gerüchte eine russische Agentur würde sie übernehmen. Jetzt ist definitiv Schluss. 175 Mitarbeiter verlieren ihre Stelle.

Jungkur der Woche: FAZ wirbt mit Lisa Simpson

Die Verjüngungskur der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ geht weiter. Um ihr angestaubtes Image loszuwerden und attraktiver für eine junge Zielgruppe zu sein, hat sich die Tageszeitung jetzt Lisa Simpson zum Testimonial gemacht. Die Comicfigur steht in der Serie Simpsons für Intelligenz und Neugier. Als Werbebotschafterin steht Lisa Simpsons bei der FAZ jetzt in einer Reihe mit Joachim Gauck, Marcel Reich-Ranicki, Helmut Schmidt.

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