Werbeanzeige

Advertorial

Vielseitig begabt und stark gefragt

Unternehmen digitalisieren ihre Geschäftsabläufe immer stärker, das Marketing wird zu einer Disziplin für technikaffine Zahlenversteher mit Kundenblick: E-Business-Manager rennen offene Türen ein.

Werbeanzeige

Lange nichts mehr gehört von der eierlegenden Wollmilchsau. Das könnte daran liegen, dass sie so nicht mehr heißt. Sie ist jetzt unter neuem Namen unterwegs ist und nennt sich E-Business-Manager. Dafür gibt es belastbare Indizien, denn wen man auch fragt: E-Business-Manager sind die neuen Anführer im elektronischen Business und Gestalter digitaler Geschäftsprozesse. Sie müssen so kompetent und vielseitig sein, dass eine Umschreibung als „Allrounder mit Führungsfähigkeiten“ schwer untertrieben klingt.

Heiko Mühle, Geschäftsführer der Personalberatung HRM Consulting in Berlin, definiert das neue Jobprofil: „E-Business-Manager fungieren als Bindeglied zwischen internen Fachabteilungen wie Vertrieb, Marketing, Webdesign, Content und Technik. Organisatorisch sind sie in der Regel, insbesondere bei nicht rein onlinegetriebenen Unternehmen, dem klassischen Marketing und Vertrieb zugeordnet. Zudem steuern sie die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern und Partnern innerhalb der Projekte.“

Mit der Technologie Schritt halten

Eine seltene Spezies also, diese E-Business-Manager, die sich laut Dirk Rockendorf „um alle elektronischen Geschäftsprozesse kümmern und sie möglichst mit Marketing und Vertrieb verzahnen“. Rockendorf ist Leiter E-Business im Bereich Marketing und Vertrieb PKW-Reifen EMEA (Wirtschaftsraum Europe, Middle East, Africa) bei Continental in Hannover. Den typischen Arbeitstag gibt es nicht, sagt er. Die Arbeit teilt sich laut Rockendorf in drei Kernbereiche: „Tagesgeschäft erledigen, sich um Projekte kümmern, nach innen und außen kommunizieren und Know-how vermitteln.“

Im E-Business-Manager müssen Marketing und IT verknüpfen können, sagt Conitnental-Manager Dirk Rockendorf (l.). Personalvermittler Heiko Mühle beklagt einen Mangel an qualifizierten Kandidaten (r.).

Rockendorf führt eine Abteilung mit sechs Mitarbeitern und berichtet an den Leiter Marketing. Er ist für das Onlinemarketing B-to-C und B-to-B zuständig, zudem verantwortet er das 2008 gestartete Händler-Extranet „Conti Online Contact“. Es wird von mehr als 10 000 Firmenkunden genutzt, dient als zentrale Anlaufstelle und wichtiger Marktplatz. Entsprechend intensiv haben Rockendorf und sein Team am Auf- und Ausbau der Plattform gearbeitet. „Die Herausforderung bestand darin, eine zeitgemäße und zugleich zukunftsorientierte Lösung zu entwickeln. Denn die Technologie verändert sich rasend schnell.“

Marketing und IT verbinden

Rockendorf arbeitet seit 2004 wieder bei Continental, ist im E-Business-Bereich schon lange zu Hause. Zuvor war er als Unternehmensberater bei KPMG Consulting (später Bearingpoint) tätig, sammelte dort Projekterfahrung in E-Business und Customer Relationship Management (CRM). Von Haus aus ist er Wirtschaftsingenieur. Dieses Studium sei eine hervorragende Basis für seinen heutigen Job. „Man muss sich in der IT auskennen und mit Spezialisten auf Augenhöhe diskutieren können. Zugleich braucht es profundes Verständnis für Marketing“, betont der Manager. An einem Beispiel verdeutlicht er, warum das so wichtig ist: Für das Reifenhändler-Extranet wird die Bestellmaske angelegt. Wenn nun der gewünschte Artikel nicht vorrätig ist, tendiert der IT-Experte dazu, „nicht verfügbar“ zu melden. Der Business-Manager drängt darauf, einen Algorithmus zu programmieren, der auf verwandte Produkte hinweist. „Wir wollen ja schließlich verkaufen und dem Kunden Alternativen aufzeigen“, sagt Rockendorf.

Ihn erstaunt, dass viele Marketingleute einen Bogen um E-Business-Themen machen. „Das Geschäft wird immer technischer, Zahlen sind unser tägliches Brot. CRM, Kampagnensteuerung, Marketing-Controlling – da kommt man ohne Software und automatisierte Abläufe nicht mehr aus.“ Zumal immer mehr Unternehmen ihre Geschäftsprozesse digitalisieren, wie Personalvermittler Mühle beobachtet. „Doch es existieren zwei Parallelwelten: hier Online-, dort herkömmliches Marketing. Sie werden zusammenwachsen, denn nur mit integrierten Ansätzen wird die Vermarktung erfolgreich funktionieren.“

Die Jobchancen sind bestens. „Kompetente Interessenten können meist zwischen mehreren Angeboten auswählen“, sagt Mühle. Wer aus dem Marketing ins E-Business wechseln oder sich dafür qualifizieren möchte, sollte sich mit digitaler Vermarktung beschäftigen, ein entsprechendes Traineeprogramm absolvieren oder sich von erfahrenen Kollegen coachen lassen, empfiehlt der Personalexperte. Rockendorf erwartet als künftige Kollegen weniger die Top-Kreativen, sondern „Leute mit strategischem Blick, analytischen Fähigkeiten und Interesse an technischen Abläufen“. Im E-Business müsse man zudem wissbegierig, lernfähig und veränderungsbereit sein. „Mit jedem neuen Kommunikationskanal wächst die Komplexität in unserem Job.“

Autor: Roland Karle

Kommunikation

Markenstudie 2016: „Ostmarken waren gestern, heute zählt die Region“

26 Jahre nach der Wiedervereinigung gleichen sich Ost und West immer mehr an, strukturbedingte Unterschiede – wie Kaufkraft, Haushaltsnettoeinkommen oder unterschiedliche Einkaufstage – bleiben bestehen. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Die AGF führt im Januar (endlich) gemeinsame TV-und-Streaming-Reichweiten ein

Nach jahrelanger Vorarbeit ist es im Januar so weit: Erstmals werden in Deutschland…

Sparkurs bei Air Berlin, Lidl versteht Spaß und Gucci geht neue Wege

Von Air Berlin steckt in den roten Zahlen, jetzt will der Konzern schrumpfen.…

Editorial zur absatzwirtschaft 10/2016: Visionen brauchen Egos und Bedürfnisse

Donald Trump ist unbestritten ein Phänomen. In Sachen Eigenvermarktung macht dem US-Präsidentschaftskandidaten keiner etwas…

Werbeanzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige