Suche

Anzeige

Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert Kundenbindungssysteme

Bei den in Deutschland angebotenen Kundenkarten gibt es flächendeckende Verstöße gegen den Datenschutz. Dies ist das Ergebnis einer heute vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) veröffentlichten Studie.

Anzeige

So
sammeln fast alle Kundenbindungssysteme mehr Daten über den Kunden,
als für das Durchführen des Bonusprogramms notwendig ist.
Zu den häufigsten Verstößen zählen das Sammeln von
Daten über die gekauften Produkte, eine fehlende Information der
Verbraucher über ihre Datenschutzrechte und unzureichende
Einwilligungserklärungen über die Verwendung der Daten.

Die Verbraucher müsse die Möglichkeit haben, der Nutzung und
Weiterverwendung ihrer Daten aus freien Stücken zuzustimmen, so der Verband in einer Pressemitteilung. Schon beim Beantragen der Kundenkarten würden Daten erhoben, die für das Bonusprogramm überhaupt nicht notwendig sind – die aber für das
Erstellen detaillierter Kundenprofile für die Unternehmen umso
wertvoller sind. Hierzu zählen das vollständige Geburtsdatum, die
Telefonnummer, eMail-Adresse oder Angaben zu Einkommen, Beruf und
Interessen.

Die Payback Betreiberfirma Loyalty Partner
(München) wies dagegen die Studie des VZBV zu Kundenkarten als „sachlich und fachlich nicht haltbar“
zurück. Sie führe lediglich zu einer Verunsicherung der Verbraucher.
Zudem belegt eine Ende November 2003 vom Marktforschungsinstitut
TNS Emnid veröffentlichte Studie, wie Einstellung und Verhalten von
Payback Kartenbesitzern wirklich sei: Die Kartennutzer setzten sich
sehr bewusst mit dem Thema Datenschutz auseinander. 67 Prozent der
Payback Kunden lesen die Hinweise zum Datenschutz, bevor sie sich zur
Teilnahme entschließen und 77 Prozent fühlen sich hinreichend über
Fragen des Datenschutzes informiert.

www.vzbv.de

Kommunikation

Twitter kennt dich genau: Wie Algorithmen aus 144 Metadaten das Leben der Nutzer rekonstruieren

Jeder Tweet übermittelt 144 Metadaten, hat die Studie "You are your Metadata" von Wissenschaftlern aus London herausgefunden. Mit Hilfe der Informationen lassen sich die Leben der Twitter-Nutzer per Algorithmus rekonstruieren, selbst die Verschleierung sei ineffektiv, heißt es. Der teils unbedarfte Umgang der Nutzer mit Daten sei das Hauptproblem, so die Forscher. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Zwei der größten Unternehmen aus China und Deutschland unterschreiben strategische Partnerschaft

Suning Holdings Group und SAP SE: Diese beiden Unternehmen wollen gemeinsam fortgeschrittene Forschung…

BVDW veröffentlicht Verhaltenskodex: Wie sich Agenturen im Content-Marketing-Dschungel verhalten sollen

Mehr Ordnung im Chaos Content-Marketing: Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat dafür nun…

Arbeitgebermarken: Alles muss auf den Prüfstand

Deutschland ist auf dem Weg zur Vollbeschäftigung. Immer schwieriger wird es für Unternehmen…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige