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Verbrauchervertrauen weltweit gestiegen

Erneut sind die Deutschen optimistisch in ein Jahr gestartet. Seit Anfang 2011 erreicht das Verbrauchervertrauen in Deutschland einen Höchststand und liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt, wie das Marktforschungsunternehmen Nielsen durch eine weltweite Umfrage ermittelt hat. Im ersten Quartal 2013 haben sich alle drei Komponenten des Verbrauchervertrauensindexes positiv entwickelt: persönliche Finanzen, Anschaffungsneigung und Berufsaussichten.

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„Als Grund für die anhaltende Zuversicht der Deutschen sehen wir unter anderem die gute Verfassung des Arbeitsmarktes“, erklärt Ingo Schier, Geschäftsführer von Nielsen Deutschland. Insbesondere im europäischen Vergleich entwickle sich dieser in Deutschland solide. Auch an den Kapitalmärkten sei derzeit eine Beruhigung erkennbar. Mit der Staatsschuldenkrise bleibe allerdings der größte Risikofaktor im Euroraum bestehen.

Fast die Hälfte aller Deutschen beurteilt ihre Jobaussichten für die kommenden zwölf Monate als gut oder ausgezeichnet (48 Prozent). Das Gleiche gilt für die persönliche Finanzlage (47 Prozent). Entsprechend gaben nur 24 Prozent der Befragten an, ihr Geld zu sparen. Auch im internationalen Vergleich sind die Deutschen eher konsumfreudig: Sie geben ihr Geld lieber für neue Kleidung, Urlaub und das Begleichen von Schulden aus, während für die Mehrheit der EU-Bürger das Sparen an erster Stelle steht. Sorgen für das kommende Jahr bereiten den Deutschen steigende Nebenkosten, gefolgt von Sorgen um ihre Gesundheit.

Europa zerfällt in unterschiedliche Zonen

Mehr als die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass sich Deutschland in einer Rezession befindet. Dennoch sind sie zunehmend optimistisch: Immerhin 21 Prozent glauben, dass die rezessive Phase in den kommenden zwölf Monaten enden werde. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal 2012 waren dies nur 13 Prozent. Nur fünf europäische Länder sind in Bezug auf eine Rezession in ihrem Land optimistischer (Norwegen, Schweden, Schweiz, Finnland und Österreich), während die Europäer im Durchschnitt mit nur elf Prozent insgesamt sehr pessimistisch über ihre wirtschaftliche Zukunft denken.

Europa hält sich im Durchschnitt stabil, die Unterschiede zwischen den Ländern sind jedoch enorm. In Zentral- und Nordeuropa steigt das Verbrauchervertrauen und übertrifft die Höchstwerte der Vorjahre. Neben Deutschland verzeichnet auch Frankreich in allen Bereichen eine positive Entwicklung. In Europas Süden jedoch gehören Griechenland, Italien und Spanien zu den Ländern mit den niedrigsten Werten für das Verbrauchervertrauen unter den 58 betrachteten Ländern. In Portugal sank das Verbrauchervertrauen im ersten Quartal auf den niedrigsten verzeichneten Wert für das Land seit Einführung des Indexes im Jahr 2005. Laut Nielsen zeigen Griechenland, Italien und Spanien dennoch einen steigenden Optimismus im ersten Quartal.

Starkes Vertrauenswachstum in Asien

Getrieben von positiven Indexwerten in den USA, in wichtigen asiatischen Exportmärkten sowie in Nord- und Zentraleuropa, ist der weltweite Durchschnitt im Vergleich zum Vorquartal leicht gestiegen. Insgesamt haben 60 Prozent der betrachteten Länder verbesserte Vertrauenswerte, verglichen mit 33 Prozent im vierten Quartal 2012. Die USA führen das Feld derjenigen Nationen an, deren Konsumenten in den kommenden zwölf Monaten die höchsten Ausgaben planen. „Alles in allem lässt sich ein positiver Trend erkennen, da sich die Arbeitsmarktperspektiven, die persönlichen Finanzen und die geplanten Ausgaben weltweit gesehen im ersten Quartal 2013 leicht verbesserten“, sagt Dr. Venkatesh Bala, Chefökonom von The Cambridge Group, einer Tochtergesellschaft von Nielsen.

Führend in Sachen Optimismus ist Indonesien. Ägypten musste hingegen den größten Verlust hinnehmen. Lateinamerika zeigt sich mit einem leichten Rückgang weniger ausgabenfreudig als zuvor. Das Stimmungsbarometer im Nahen Osten und Afrika sank auf das niedrigste Niveau seit drei Jahren. In den wichtigsten asiatischen Exportnationen Hongkong, Japan, Südkorea und Taiwan ist das Verbrauchervertrauen im ersten Quartal stark angestiegen. Hongkong konnte den weltweit höchsten Anstieg für sich verbuchen. Japan erreichte seinen höchsten Wert seit 2006, was den Optimismus bezüglich einer wirtschaftlicher Erholung als Folge der staatlichen Finanzstrategie belegt. Gleichermaßen registrierte Südkorea einen Anstieg, gestützt durch die Hoffnung, dass ein neues Regierungsprogramm die Wirtschaft aus der Stagnation befreien werde. Die Volksrepublik China weist seit dem vierten Quartal 2012 einen stabilen Indexwert auf.

(Nielsen/asc – Foto: taka/Fotolia.com)

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