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Top-Studien zum Black Friday: Der Online-Kampf der Händler beginnt

Black Friday wird in den Vereinigten Staaten der Freitag nach Thanksgiving genannt. Da bei uns die Tradition des Thanksgivings wegfällt, konzentrieren sich Händler und Käufer nur noch auf die Tage vor und nach dem Black Friday. Am Donnerstag, 22.11, geht die Schnäppchenjagd wieder los. Absatzwirtschaft hat die wichtigsten Studien zum Verkaufstag zusammengetragen.

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Top 1: Am Black Friday liefern sich Händler in ganz Europa einen Online-Kampf

Kleine und mittlere Händler widersetzen sich am Black Friday der Vormachtstellung von internationalen Marktplätzen, wie Ingenico herausgefunden hat. Der Anbieter von Bezahllösungen hat gemeinsam mit YouGov das Verbraucherverhalten untersucht, und für kleinere Händler eine große Chance ausgemacht. Obwohl in den letzten Jahren Kunden in Deutschland eher verhalten reagierten, planen dieses Jahr 63 Prozent der 18-24-Jährigen und 56 Prozent der 25-34-Jährigen am Black Friday zu shoppen. Für die europäische Studie befragte Ingenico Konsumenten zwischen 18 und 55+ Jahren in Deutschland, UK, Frankreich, den Niederlanden, Spanien und Belgien. Das Ergebnis zeigt: Der 23. November wird in ganz Europa langsam aber sicher zum Kundenmagnet.
Am Black Friday ergibt sich gerade für kleine Shops und Nischenhändler die Chance, die Dominanz der Großen zu durchbrechen: Fast jeder Fünfte (19 Prozent) will am 23.11. bei kleineren und Nischenhändlern einkaufen. Die sollten sich daher darauf einstellen und sich auf ihre Vorteile besinnen. Hier sind eine zugeschnittene Angebotspalette und zuverlässige Bezahloptionen wichtiger als Größe.
Übrigens wäre es keine gute Idee, nur auf Rabatte zu setzen: Zwar gaben 43 Prozent der 2000 befragten Kunden in Deutschland an, am ehesten auf Rabatte von über 10 Prozent anzuspringen, vor allem bei teuren Produkten über 100 Euro – doch 42 Prozent der Befragten halten die Rabatte für fadenscheinig und die Preise für künstlich in die Höhe getrieben.

Black Friday Facts

Früher war der Black Friday für die Mehrheit der deutschen Konsumenten kein attraktives Ereignis. Doch dieses Jahr wollen 63 Prozent der 18-24-Jährigen und 56 Prozent der 25-34-Jährigen während des Black Friday zuschlagen. Die beiden Altersgruppen, die am meisten im Ladengeschäft einkaufen, sind die jungen und alten Zielgruppen: 18-24 und 55+ Jahre. Das mag mit der Zeit zusammenhängen, die Käufer in der Stadt verbringen, während Familiengründer in Vollzeit eher schnell per App einkaufen oder sich bequem im Onlineshop informieren.
42 Prozent kaufen Produkte dann, wann sie sie brauchen. 22 Prozent sind bereit, immerhin einen Monat oder etwas weniger auf ein gutes Angebot zu warten – aber alles in allem wollen deutsche Kunden lieber nicht warten.
Zur Studie: Diese Studie wurde von YouGov im Auftrag von Ingenico zwischen 26.Oktober und 5.November 2018 mit insgesamt 8.000 registrierten Nutzern aus sechs europäischen Schlüsselmärkten durchgeführt: Großbritannien (2.077); Deutschland (2.116); Belgien (1.007); Frankreich (1.037); Niederlande (1.011); Spanien (1.002). YouGov führt seine Meinungsumfragen online durch. Die Zahlen werden gewichtet und sind repräsentativ für die erwachsene Bevölkerung (über 18 Jahre) eines Landes. 

Top 2: Startschuss für das Weihnachtsshopping

Kurz vor den Weihnachtstagen sind die Geschäfte jährlich bestens besucht. Tausende strömen in die Läden, um Last-Minute-Geschenke zu besorgen. Groupon hat 1542 Deutsche zu ihrem Kaufverhalten und ihrer Einstellung zum Black Friday befragt. Die in mehreren europäischen Ländern durchgeführte Studie zeigt, dass 61 Prozent der Teilnehmer bereits den Black Friday, der Ende November stattfindet, als gute Möglichkeit sehen, um günstig Weihnachtsgeschenke einzukaufen.

Neben der hohen Zahl an Menschen, die am Black Friday bereits Weihnachtseinkäufe tätigen, ist auffällig, dass ganze 69 Prozent lieber online einkaufen, als physische Geschäfte zu besuchen. Damit geht einher, dass gerade am Black Friday und in der Weihnachtszeit volle Geschäfte gemieden, günstige Käufe aber trotzdem getätigt werden können. Dabei werden die Erkenntnisse der letzten Jahre bestätigt, die eine Verlagerung des Handels auf Online-Marktplätze attestieren. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im europäischen Vergleich wider. Beispielsweise in Italien oder in Großbritannien bevorzugen 82 Prozent bzw. 87 Prozent Online-Shopping.

Zudem gaben 64 Prozent der Deutschen an, dass sie sich entweder vorher eine Liste der Dinge, die sie brauchen anfertigen oder zumindest vorab nach bestimmten Dingen suchen, deren Preise sie am Black Friday gezielt prüfen. Verglichen mit anderen europäischen Ländern ist der Anteil der impulsiven Käufer in Deutschland jedoch mit am höchsten. In Italien planen 94 Prozent ihre Einkäufe am Black Friday im Voraus, in Spanien sind es 95 Prozent.

In Deutschland gehören Elektronik (64,7 Prozent), Mode/Accessoires (55,2 Prozent) und Haushaltsgeräte (39,7 Prozent) zu den beliebtesten Einkäufen am Black Friday. Zudem geben 30,6 Prozent an, Gesundheits- und Kosmetikartikel zu kaufen. 26 Prozent entscheiden sich für Bücher, Musik oder kulturelle Produkte. Auch Luxusartikel sind mit 25 Prozent durchaus beliebt. Zum einen, weil sie sich gut als Geschenk eignen, zum anderen aufgrund des hohen Preisnachlasses auf qualitativ hochwertige Produkte.

Zur Studie: Die Studie wurde im November 2018 von Groupon unter 1.542 Deutschen durchgeführt. Insgesamt wurden in Großbritannien, Deutschland, Italien, Spanien und Polen 5.995 Personen befragt.

Top 3: Der Black Friday ist zu 99 Prozent bekannt, aber das Kaufinteresse nimmt ab

Während sich der Black Friday inzwischen als feste Größe auch in Deutschland etabliert hat (Bekanntheitsgrad: 99 Prozent), wird auch der Cyber Monday zunehmend als Shopping-Tag geläufig: In einer aktuellen Umfrage der globalen Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners geben gut drei Viertel der Befragten an, den Begriff zu kennen (im Vergleich zu 67 Prozent im Vorjahr). Trotz aller Bekanntheit ist 2018 allgemein das angekündigte Kaufinteresse für diese beiden Tage leicht zurückgegangen auf 44 Prozent (2017: 48 Prozent). Das drückt sich vor allem im Bereich Mode und Accessoires aus: 43 Prozent der Befragten geben an, am Black Friday und/oder Cyber Monday nach attraktiven Angeboten in diesen Produktkategorien suchen zu wollen – das sind acht Pozent weniger als im vergangenen Jahr. Interessant ist auch die Verschiebung der Kaufmotivation: Immer mehr Kunden suchen an diesen Tagen das außergewöhnliche Shoppingerlebnis statt besonders günstiger Produkte. „Einige Modehändlerhaben sich auf dieses Kundenbedürfnis bereits eingestellt und bieten am Black Friday kleine Besonderheiten wie ein Glas Sekt, einen DJ, der Lounge-Musik im Laden spielt, oder andere exklusive Aktionen an“, erklärt Nina Scharwenka, Partner im Bereich Consumer Goods & Retail bei Simon-Kucher. „Ob und wie sehr Produkte günstiger sind, spielt für die Kunden dann eine weniger zentrale Rolle – sie kommen vor allem wegen des Einkaufserlebnisses. Das zeigt, wie wichtig der Einsatz von unterschiedlichen Kaufanreizen ist.“

Trotz des etwas reduzierten allgemeinen Kaufinteresses am Black Friday und Cyber Monday und unabhängig von den unterschiedlichen Motivationen ist das Kaufbudget 2018 allerdings höher als 2017. 60 Prozent der Befragten planen, an diesen Tagen zwischen 100 und 500 Euro auszugeben (2017: 49 Prozent). Das trifft besonders auf die Produktkategorien Mode und Accessoires zu. Dort steigt das eingeplante Budget im Vergleich zum Vorjahr von 55 auf 66 Prozent bzw. von 50 auf 64 Prozent.

Zur Studie: Die Studie „Black Friday/Cyber Monday 2018“ wurde im Auftrag von Simon-Kucher & Partners im November 2018 in Deutschland durchgeführt. Dabei wurden 1.000 Konsumenten repräsentativ nach Alter (18-64 Jahre) und Geschlecht online zu ihrem Kaufverhalten am Black Friday und Cyber Monday befragt.

 

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