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Spontane Gestensteuerung zeigt kulturelle Unterschiede

Das neue Samsung Galaxy S4 kann es, Smart TVs auch und die Xbox Kinect schon lange: Gestensteuerung. Das Dienstleistungsunternehmen Facit Digital veröffentlicht nun eine weltweite Studie zu kulturellen Unterschieden bei der Gestenbedienung für Unterhaltungselektronik. Das Fazit: Gestensteuerung wird weltweit begeistert aufgenommen. Usertests auf nationaler Ebene sind aber für international vermarktete Produkte unabdingbar für die Akzeptanz.

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Insgesamt 18 Länder waren unter dem Dach von UX Fellows, dem von Facit Digital gegründeten Netzwerk für User-Experience-Forschung mit aktuell 23 Partnern, an der Studie beteiligt. Bei grundlegenden Funktionen wie Lautstärke oder Programmwahl zeigten sich in aller Welt überraschend ähnliche spontane Gesten. Bei komplexeren Funktionen ergaben sich jedoch deutliche Unterschiede je nach Land.

Untersucht wurde, welche Gesten Menschen aus unterschiedlichen Kulturen spontan verwenden würden, um einen modernen Fernseher zu bedienen. In 18 Ländern – Deutschland, Argentinien, Australien, Belgien, China, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Kanada, Korea, Mexiko, Niederlande, Russland, Spanien, Türkei, USA – wurden dabei insgesamt 360 Interviews mit markenaffinen Käufern von Unterhaltungselektronik durchgeführt.

Werden auch semantische Gesten verstanden?

Zum Hintergrund der Studie: Gestenbedienung im freien Raum ermöglicht den Nutzern, mit Geräten auf noch natürlichere Weise zu interagieren. Spielkonsolen wie die Xbox Kinect, aber auch Smart TVs und Smartphones nutzen diese Technologie schon heute. Den ersten Schritt machen hierbei Zeigegesten, bei denen ein Finger oder die Hand als Mausersatz dienen. Einen Schritt weiter gehen semantische Gesten, in deren Handbewegung bereits eine erkennbare Botschaft liegt. Was in der einen Kultur eine harmlose Alltagsgeste ist, kann in der anderen eine gefährliche Beleidigung sein. Wenn Fernseher semantische Gesten erfassen könnten, würden sie die Nutzer verstehen, egal ob diese Inder, Mexikaner oder Deutsche sind?

Zu den Ergebnissen: Viele Alltagsgesten haben sich in den unterschiedlichen Kulturen überaus verschieden gezeigt. Für einige Kommunikationsanlässe zeigte sich jedoch weltweite Einigkeit. So sind die Gesten für „ich rufe dich an“ oder „ich schreibe dir eine E-Mail“ bei technikaffinen Personen in allen Kulturen praktisch identisch.

Grundlegende universelle Zeichensprache existiert

Ähnliches zeigte sich bei der Bedienung von Fernsehern. „Uns hat überrascht, dass für Grundfunktionen beim Fernsehen wie Lautstärke oder Programm, Filme anhalten oder Vorspulen auf der ganzen Welt spontan ganz ähnliche Gesten gewählt werden. Es scheint in den Köpfen der Menschen so etwas wie eine grundlegende universelle Zeichensprache für Unterhaltungselektronik zu geben“, sagt Michael Wörmann, Managing Director bei Facit Digital und Initiator der Studie. Die eingesetzten Handbewegungen werden dabei offenbar aus Alltagsgesten, aber auch aus klassischen Computermetaphern oder von Tablet-PCs abgeleitet.

Bei komplexeren Funktionen wie beispielsweise dem Öffnen einer elektronischen Programmzeitschrift oder dem Teilen des laufenden Programms über Social Media ergeben sich hingegen deutliche Unterschiede zwischen den Kulturen – aber auch viele kreative Ideen, wie man diese Funktionen mit einfachen Handbewegungen auslösen könnte. „Interessant ist, dass wir kein regional einheitliches nonverbales Verhalten ausmachen konnten. Für international vermarktete Produkte heißt das, Usertests auf nationaler Ebene sind unumgänglich, wenn die Akzeptanz sichergestellt werden soll“, betont Christian Bopp, Managing Partner von Facit Digital.

Tatsächlich wurde die spontane Interaktion mit einem technischen Gerät je nach Land ganz unterschiedlich erlebt: Während Franzosen oder Chinesen keinerlei Probleme zu haben scheinen, sich Gesten auszudenken, taten sich Briten und Koreaner deutlich schwerer mit der nonverbalen Kommunikation. Die Idee, Unterhaltungselektronik über Gesten zu bedienen, wurde aber grundsätzlich in allen Ländern begeistert aufgenommen. Voraussetzung ist, dies technisch verlässlich abzubilden und auf dem natürlichen Kommunikationsverhalten der Menschen aufzubauen. Kulturelle Gegebenheiten müssen dabei auf Länderebene berücksichtigt werden.

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